Feb 06 2011

Stellenanzeige AS Chablis

Tag: ComunioChris @ 11:12

Leistung aus Leidenschaft ist das, was uns antreibt. Viel mehr als nur ein Slogan, sondern die Art, wie wir handeln.

Wir wollen der whflweit führende Anbieter von Tordienstleistungen sein und setzen auf das Zusammenspiel von Leidenschaft und Präzision, um erstklassige Punktzahlen zu erreichen. Unsere Spieler machen dies möglich: Menschen mit wachem Verstand, deren Blick über das Naheliegende hinausreicht und die in einer sich ständig verändernden Spielsituation wirkungsvoll handeln.

Sie sind hier richtig, wenn Sie nach Ihrer Fußballakademie einschlägige Erfahrungen gesammelt haben: Sie waren bereits erfolgreich bei anderen Vereinen tätig, konnten dabei auch Ihre Punktausbeute unter Beweis stellen und bewegen sich sicher in fremden Strafräumen oder deren direkter Umgebung.

Sie sind in Minuspunktvermeidung zertifiziert und Schwalben sind für sie in jedem Fall nur Vögel, eine Qualifikation zum Doppelpass ist hilfreich. Praxis im Bereich Kopfball und Zweikampfstärke sowie Schnelligkeit im läuferischen und ballverarbeitenden Bereich machen Ihr Fachprofil komplett.

Sie sind eine organisations- und durchsetzungsstarke Persönlichkeit und ein analytisch-konzeptioneller Denker, der selbst in heißen Phasen einen kühlen Kopf behält und auf Deutsch wie auf Englisch gleichermaßen hervorragend kommuniziert? Dann möchten wir Sie gerne kennenlernen.

Werden Sie Teil der Familie und teilen Sie unsere Vision. Punkten Sie für den Marktführer und wahren Sie Ihre und unsere Chancen auf Meisterschaft und Champions League.


Feb 01 2011

WHFL-Qualifikation: Favoriten setzen sich größtenteils durch

Tag: ComunioChris @ 12:39

Ein spannendes Finale erlebte die WHFL am letzten Spieltag der Pokal-Qualifikation. Zwar konnten sich meist die Favoriten durchsetzen, doch gab es auch eine faustdicke Überraschung: Ajax Amstel verliert durch das 12:22 gegen den 1. FC Süderbrarup den wichtigen fünften Qualifikationsplatz an Efes Rom. Die Römer sprangen durch ein ungefährdetes 31:0 beim Dude dank des besseren Torverhältnisses gegenüber 43 mit Quark und St. Uhlgang noch auf den Zug in die Königsklasse auf. Eine bittere Pille für die Amstelaner, die trotz der torgefährlichsten Offensive der Qualifikation und zwischenzeitlichen sieben Punkten Vorsprung auf den UEFA-Cup ihren Fehlstart im neuen Jahr mit der dritten Niederlage in Folge fortsetzen.

Die Qualifikanten im Einzelnen:

Champions League

  • AS Chablis
  • PSV Im Ofen
  • Inter Maitailand
  • R1 Ultras
  • Efes Rom

UEFA-Cup

  • 43 mit Quark
  • St. Uhlgang
  • Ajax Amstel
  • Olympique Lumumba
  • BedFull Zollstock

DFB-Pokal

  • KSG Laufenberg
  • Dude
  • BC Cuba Libero
  • 1. FC Süderbrarup
  • Atletico Absinth

Goldene Ananas

  • Lokomotive Pietschens
  • AS Rum
  • 1. FC Kölsch
  • Rot-Wein Essen
  • FC HoppeHoppe

Aug 23 2010

What we do in life…echoes in eternity!

Tag: ComunioChris @ 09:58

Chris Grand Crú stellt sich nach dem Debakel am ersten Spieltag den Fragen von DLM:

dlm.de: “Herr Grand Crú, vielen Dank, dass Sie sich auch in dieser schweren Stunde die Zeit für ein Interview nehmen.”

CGC: “Ein Volk sollte wissen, wann es besiegt ist. Würden Sie es, Quintus? Sie heißen doch Quintus? Oder ich?”

dlm.de: “Meine Name ist Gladiator, aber zur Sache: Stimmen Sie mir zu, dass das Auftreten ihrer Mannschaft in allen Mannschaftsteile am Wochenende mit dem Begriff ‘desaströses Debakel’ noch wohlmeinend umschrieben ist?”

CGC: “Nein.”

dlm.de: “Wie bitte?”

CGC: “Also der Platzwart hatte den Rasen echt gut in Schuss gebracht, das muss auch mal lobend erwähnt werden. Und Edin, ja Edin hatte sowas wie Normalform.”

dlm.de: “Nun, es war ja bekannt, dass Sie in der Abwehr noch nicht Ihre Idealbesetzung gefunden haben, aber Kevin McKenna als Abwehrchef…?”

CGC: “…war noch der Solideste in dem Haufen, das ist ja das Furchtbare. Wussten Sie, dass die Kanadier ihre Türen gar nicht abschließen? So verteidigt er auch…”

dlm.de: “Und wo waren die Impulse aus dem nach der Vorbereitung so hochgelobten kreativen Mittelfeld?”

CGC: “Weiß ich nicht. Wir haben in der Pause alles versucht: Defibrillator, isotonische Spezialgetränke, jeder musste ein Haiku verfassen…”

dlm.de: “Sie wirken ratlos. Und was ist mit der teuersten Offensive der Liga? Dzeko und…wie hießen die anderen nochmal?”

CGC: “Naja, Edu ist einfach so schlecht. Raúl hat immerhin eine Ausrede, der hat noch ein spezielles Trainingsprogramm absolviert. Irgendwas mit fünf Medizinbällen, einer 1100 Meter langen Leiter und der Zeche Zollverein…fragen sie mich nicht, das hat unser Konditionstrainer Mario Basler organisiert. Die Idee stammt wohl von irgendwelchen Vietnamesen, bei denen er seine Zigaretten kauft.”

dlm.de: “Gerüchteweise gab es ein Angebot über 15,2 Mio. € für Raúl von Manchester Computer. Und Sie haben ja auch Phillip Lahm bereits als Ersatzstoßstürmer erworben. Warum nicht zugeschlagen?”

CGC: “Ach, die kaufen doch jeden, wenn man nur lang genug wartet. Raúl war ja wie gesagt länger unter Tage, daher konnten wir den Verkauf nicht abschließen.”

dlm.de: “Die mit Abstand teuerste Mannschaft der Liga mit dem unsympathischsten Image also auf dem Weg in die Versenkung?”

CGC: “Ich möchte nicht schwarzmalen, habe mir zur Sicherheit aber ein paar Eddings zum Abschied bei unserem Hauptsponsor Aldi eingesteckt.”

dlm.de: “Also keine personellen Konsequenzen?”

CGC: “What we do in life, echoes in eternity.”


Aug 10 2010

Sensationell: Black Smoke über dem Kloster Geistingen

Tag: ComunioChris @ 22:05

Heute Mittag dachten noch alle, das Enfant Terrible aus Bremen müsse tatsächlich den Weg in die endlosen Reihen des FC Amiga 500 nehmen. Doch dann flatterte per Fax ein Eilangebot eines Mitkonkurrenten ins Haus.

“Wir sind froh Marko in die Hände der Klostersportgruppe geben zu können. Nur dort wird er womoglich die nötige Ruhe, Zucht und Ordnung erfahren, die für eine Wiederbelebung seines Spiels und auch seines Charakters nötig sein wird. Dies wird nicht ganz einfach sein. Marko hat das ADHS-Syndrom und rastet förmlich aus, wenn er sich nicht mindestens eine Stunde lang vor seinem Dolce&Gabbana-Spiegel die Haare machen kann. Deshalb haben wir Ihn für die Übergabe mit einer doppelten Dosis Ritalin ruhig gestellt. Alles weitere überlassen wir den Mönchen. Ordensleiter “SIE” Curly wird sich hoffentlich Marko persönlich annehmen. Viel Glück dabei!” (Inter Maitagesblatt)

Wie man(n) in MaiTaiLand die Lücke füllen will, ist noch nicht bekannt. Ein Wechsel eines Chablis Spielers kommt aber wohl nicht in Frage.

“Mir geht es tierisch auf den Sack. Wenn ich ehrlich bin. Jeden Morgen haben wir 8-12 Prospekte des AS Chablis im Briefkasten. Zusätzlich zur PORTA, ReWe, Möbel Hausmann, Salvatores Super Pizza und so weiter Werbung! Ich kotze. Was will ich damit? Und wenn ich dann auch noch lesen muss, wieviele Spieler im chablinesischen System angeblich auf dem Platz stehen und eine riesen Saison spielen werden und Potential haben…und im Marktwert noch steigen werden und …und …und…dann muss ich schon wieder kotzen. Da kaufe ich lieber Arnautovic zurück! Oder soll ich jetzt für Edu 3 Millionen zahlen, weil er sich im November die Haare abrasiert und dadurch noch gefährlicher wirken wird? Ich bitte sie! Das Interview ist beendet! CINDY….BRING MIR DIE AKTUELLE TRANSFERLISTE…”

Pete Barhocker


Feb 16 2010

Das DLM-Pokalorakel – Rückblick I: Gewinner und Verlierer

Tag: ComunioChris @ 14:47

Da der Pokal ja erst in gut zehn Tagen startet, haben wir etwas Luft zum Durchatmen. Was war das für eine Dramatik in der Qualifikation! Viele Tickets wurden buchstäblich erst in letzter Minute gelöst: Platz sieben und 14 trennt so gerade mal ein mickriger Sieg. Wir blicken also auf eine spannende Pokalqualifikation zurück und sehen trotz des knappen Ergebnisses in den meisten Fällen würdige Qualifikanten.

So gab es Dominatoren, deren Weg fast ohne Unterbrechung ganz oben entlang führte. Eintracht Ruetz ist hier an erster Stelle zu nennen. Konnte die Fachwelt die ersten starken Spieltage der Eintracht noch als typisches Neulingsglück buchen, so wurde dies mit dem Sieg über den AS Chablis, der zu Saisonbeginn die Konkurrenz in der WHFL nach Belieben dominiert hatte, anders. Seit diesem Spiel gab die Eintracht die Tabellenführung nicht mehr ab und konnte die Qualifikation zur Champions League mit überragenden 16 Siegen schon am 18. Spieltag klar machen. Die große Konstanz ist das, was den Ruetz-Club vor allem auszeichnet und in der mit Hin- und Rückrunde sehr lang ausgespielten Champions League den Ausschlag geben könnte.

Die größte Steigerung konnte aber sicherlich Atletico Absinth verbuchen: Am 14. Spieltag dümpelte der Verein von Manager Bene noch auf dem 16. Platz herum mit Blick nach unten zur Goldenen Ananas. Offensichtlich konnte dann der Schalter umgelegt werden und mit sieben Siegen in Folge wäre Absinth beinahe noch in der Champions League gelandet. Da die Serie bisher noch nicht beendet ist, sieht man bei Atletico keinen Grund, pessimistisch in die Zukunft zu schauen. Auch wenn man am letzten Spieltag einen kleinen Leistungsrückschlag hinnehmen musste, glaubt man in Geistingen, dass sportlich im UEFA-Cup kein Weg an den Mannen von Bene vorbeiführt. So freut man sich vermutlich besonders auf die beiden Derbys gegen die KSG Laufenberg.

Doch auch Enttäuschungen mussten verdaut werden: Nur noch ein Schatten der vergangenen Saison – sozusagen der VfL Wolfsburg der WHFL – ist der amtierende Meister AS Rum. Holte Manager Dan the Man letzte Saison mit ganzen neun Comunio-Punkten Vorsprung denkbar glücklich am letzten Spieltag noch den Titel, so gibt es diese Saison weder in Liga und Pokal bisher viel zu gewinnen. Vier Niederlagen zum Auftakt und eine Serie von sieben Niederlagen im Herbst waren trotz zuletzt stabilisierter Leistungen zu viel. Am Ende rutschte Rum nur aufgrund der hohen Niederlage des FC Kölsch beim AS Chablis und der somit besseren Tordifferenz noch in den DFB-Pokal und konnte die Schmach der Goldenen Ananas vermeiden.

Eine weitere Enttäuschung – gemessen an gezeigter Arroganz und aus glorreicher Historie abgeleiter Ambition – ist in Sachen Pokal sicherlich der AS Chablis. Furios startete Chris Grand Crú in die Saison und glaubte, einfach nichts falsch machen zu können, da der Fußballgott jede seiner Handlungen abzusegnen schien – egal wie unsinnig sie zuerst schien. Doch nach der demütigenden Niederlage gegen Eintracht Ruetz fand der ASC im Pokal nicht mehr in die Spur vergangener Saisons, als man Titel souverän mit Kantersiegen herausspielte. Im Herbst dann die Krise mit vier Niederlagen in Folge und dem zwischenzeitlichen Tabellenplatz 15. Hektische Betriebsamkeit auf dem Transfermarkt folgte und die völlige Blamage konnte mit Glück und eher leichtem Restprogramm abgewendet werden, so dass man immerhin im UEFA-Cup antreten darf.


Jan 12 2010

Grand Crú verzweifelt

Tag: ComunioChris @ 15:07

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, ist Chris Grand Crú völlig verzweifelt. Den selbsternannten erfolgreichsten Manager der WHFL1 ereilte bekanntlich (DLM berichtete) im Sommer beim Diebstahl der erbettelten Tageseinnahmen eines Bonner Obdachlosen eine Sinnkrise, dem ein Paradigmenwechsel in der chablinesischen Finanzpolitik folgte: Die Millionen seien nicht länger im Weinkeller zu horten, sondern mit vollen Händen unter das Volk zu bringen, um Armut zu bekämpfen, den Erfolgsclub zu schwächen und die Wettbewerber zu stärken.

Das Projekt gelang nur teilweise. Zwar hielt der AS Chablis nun Einzug in das Guiness Buch der Rekorde durch den teuersten Transfer während der Saison und mehr als 20 verschwendete Millionen Euro an verletzte und überteuerte Spieler. Doch trotz all dieser durchdachten Maßnahmen zur eigenen Schwächung und damit Stärkung der Konkurrenz, ist der Club aus dem Burgund immer noch auf Tabellenplatz Eins.

Grand Crú kann sich das einfach nicht erklären und ließ unter Tränen verlauten: “Sind die anderen etwa noch schlechter als wir? Was soll ich denn noch machen, um zu verlieren?” Zufrieden zeigte sich der Manager lediglich mit dem Geschehen im Pokal, denn dort ist die Champions League für den ASC nur schwerlich noch aus eigener Kraft zu erreichen.


Okt 11 2009

Das Leistungsprinzip

Tag: Allgemein,ComunioChris @ 13:14

Aufgrund der Zeitverschiebung gegenüber Moskau ließen sich Abendgestaltung und TV-Fußball zur Abwechslung mal gut verbinden. Somit bot sich die Gelegenheit, der deutschen Fußballnationalmannschaft mal wieder bei ihren Taten zuzusehen. WM-Qualifikation, Auswärtsspiel in Russland. Erster gegen Zweiter, ein Punkt Abstand, vorletzter Spieltag. Wie gemalt für dramatische mediale Zuspitzung: Ein echtes “Endspiel” um die Qualifikation. So weit, so Fußballherz. Dazu noch Nebenkriegsschauplätze um Nachteil Kunstrasen (= Grätschen mit Brandwunden), Putin und Medwedew mit Russland-Schals in der Loge und Erinnerungen in der Presse an den “Tag des Sieges” (über Deutschland 1945). So weit, so Zoon Politikon.

Darum soll es hier aber nicht gehen, schließlich wird das ja mehr und mehr zum Comunio-Blog im Zeichen des großen AS Chablis. Die “Weinerlichen” waren immerhin auch auf dem Platz vertreten: Heiko Westermann verrichtete seine Arbeit als Innenverteidiger meist gut, manchmal zum Haareraufen. So wie seine Saison eben bisher auch läuft. Doch in der Nationalelf seit der Event-Ägide eines Klinsmann (“Jeden Tag ein bißchen besser!”) regieren ja reine Leistungskriterien.

Doch manchmal verstehe ich diese “Leistungs”kriterien der Nationalmannschaft nicht. Prinzipiell soll also erstmals oder wieder nominiert werden, wer im Vereinszusammenhang “Leistung” erbringt. Wer schon Nationalspieler ist, bei dem kommt auch die Leistung im nationalen Trikot mit in die Wertung. So weit, so verständlich. Dann gibt es noch disziplinarische Nebenkriegsschauplätze (Abhau-Kuranyi, Medien-Frings, Ohrfeigen-Poldi), die leistungsmindernd…ähh…nominierungshemmend wirken können. So weit, so auch noch irgendwie nachvollziehbar.

Doch am schönsten ist doch die Einzelfallstudie: Ein Jeróme Boateng spielt eine herausragende U21-Europameisterschaft und auch in der Bundesliga beim Hamburger Sportverein durchaus überdurchschnittlich als Innenverteidiger. Dann macht er noch ein mehr oder minder gurkiges Spiel als defensiver Mittelfeldspieler und spielt eine wirklich überragende Halbzeit als Außenverteidiger gegen den FC Bayern München, wo er dem durchaus mit Weltklasse assoziierten Franck Ribery den Zahn zieht und zu einer lustlos kickenden Diva degradiert. Der junge Herr Boateng ist also durchaus zu guten Leistungen fähig, den Nachweis erbringt er aber erst seit dieser Saison und das zu 90% auf der Position des Innenverteidigers.

Nun ein kleiner Schwenk auf den gestrigen Abend. Aufstellung Deutschland: Boateng als Außenverteidiger, ganz klar gegen den – durchaus mit Weltklasse assoziierten – Andrei Arshawin gerichtet. …und glänzt mit unterirdischem Stellungsspiel, wird aber in der Pause trotz gelb und klaren Mängeln in der Defensive nicht rausgenommen obwohl man mit Beck durchaus genauso schlechten/guten Ersatz hätte. Und ein Stefan Kießling ist trotz Führung in der Torjägerliste nicht einmal im Kader, von erster Elf wollen wir ja gar nicht reden. Dafür sitzt die ganze formlose Schwabenfraktion (Cacau, Hitzlsperger, Khedira) auf der Bank und umgibt unseren Bundesschwaben mit vertrautem Dialekt. Trainiert da jemand die schwäbisch-badische Nationalelf? War uns ein Bundestrainer Klinsmann in Kalifornien noch zu weit weg, wohnt uns dieser dann jetzt deutlich zu nah in einer Gegend?

Nicht dass ich was dagegen hätte, dass meine Jungs zuhause trainieren und so weniger verletzungsgefährdet sind. Ich verstehe nur die Logik dahinter nicht, wenn bei dem einen (Boateng) eine klasse U21-EM und eine gute Saison vorwiegend als INNENverteidiger für die Stammelf reichen, beim anderen (Kießling) eine bärenstarke Quote aber nichtmal für eine Nominierung. Mit der hanebüchenen Begründung der nicht nachgewiesenen Konstanz. Führt zweierlei bis vielerlei Maß zu Maßlosigkeit?


Sep 25 2009

“Mario wird den Unterschied machen!”

Tag: ComunioChris @ 12:59

Das große Interview mit Chris Grand Crú über teure Transferflops, die Dominanz in der Liga und Umstellungen auch in Zeiten des Erfolgs.

DLM: Herr Grand Crú, über 60 Punkte Vorsprung in der Liga, bester Saisonstart der WHFL-Geschichte, im Pokal klar auf Champions-League-Kurs. Stimmen Sie mir zu, dass der AS Chablis hervorragend dasteht.

Grand Crú: Sicher, der Start war glänzend. Aber die letzten beiden Spieltage haben die Verhältnisse doch wieder etwas zurechtgerückt.

DLM: Bitte? Aber der Vorsprung ist doch konstant geblieben trotz schwächerer Spieltage.

Grand Crú: Der Eindruck täuscht, die Konkurrenz ist nur noch näher zusammengerückt bei der Verfolgung. Einfacher wird es dadurch nicht. Und im Pokal sind wir über den ersten dicken Brocken, Eintracht Ruetz, auch prompt gestolpert. Wir sind keine Übermannschaft, alle Experten haben uns ja vor der Saison auch ein schweres Jahr prophezeit. Nicht zuletzt aufgrund des unterdurchschnittlichen Spielerdrafts zum Saisonstart.

DLM: Inzwischen sind diese Experten vermutlich etwas anderer Ansicht. Der ASC hat 14 Tore in sechs Spielen erzielt!

Grand Crú: Ja, die Offensive macht uns im Moment viel Freude. Auch dass nicht alle Last auf Stefan ruht, das hat ihn letzte Saison überfordert, stimmt mich froh.

DLM: Dennoch haben Sie nun für über 11,5 Mio. € Mario Gomez verpflichtet und mussten dafür drei Spieler abgeben. Die richtige Entscheidung, den traditionell breiten Kader des ASC zugunsten eines Stars aufzugeben? Eines Stars, der nicht in Topform ist!

Grand Crú: In Topform wäre er entweder unbezahlbar oder die Konkurrez hätte mitgeboten. Und mit Sebastian Kehl ging ein Spieler, der viel für Chablis geleistet hat; in der vergangenen Saison. Solch ein Abschied ist immer bitter, aber wir befinden uns hier im Berufsfußball und für den Erfolg müssen auch harte Entscheidungen getroffen werden. Wir haben Sebastian letztes Jahr den Rücken gestärkt als er lange verletzt war und dies diese Saison so lange wie möglich wiederholt. Es ist ja womöglich kein Abschied für immer.

DLM: Kehl beiseite: Mit Joel Epallé und Ioannis Amanatidis gingen 33 im Austausch gegen elf Punkte eines Mario Gomez.

Grand Crú: Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir wollten unser Team noch verjüngen, am liebsten mit deutschen Nationalspielern. Und den Zeitpunkt kann man sich nunmal nicht aussuchen, an dem ein Mario Gomez auf den Markt kommt. Der Transfer ist insofern auch ein Vorgriff auf die nächste Saison. Spätestens dann wird Mario den Unterschied machen. Das haben wir ja letzte Saison leidvoll erfahren müssen, als wir die Meisterschaft aufgrund unseres Angriffs am letzten Spieltag verspielten.

DLM: Mit über 60 Punkten Vorsprung in dieser Saison wollen Sie also erst nächstes Jahr Meister werden?

Grand Crú: (lacht) Der geschätzte Kollege aus Maitailand, Pete Barhocker, hat mich mal zum Meister der Tiefstapelei erklärt. Nun, natürlich wollen wir auch dieses Jahr so lange wie möglich oben bleiben und haben die beste Ausgangsposition. Diese gilt es zu nutzen und den Vorsprung Spieltag für Spieltag zu verteidigen. Aber nach zwei sehr erfolgreichen Saisons wollten wir eine Verjüngung und einen Umbruch. Sowas geht nicht in sechs Spieltagen.

DLM: Ein teurer Umbruch. Sie gaben für verletzte Spieler wie Baljak, Jones und Helmes fast 13 Mio. € aus, ohne dass diese auch nur einen Punkt beigesteuert hätten. Das ist mehr als ein Gomez!

Grand Crú: Dass Srdan nebenbei an seinem Traum vom Tour-de-France-Sieg arbeitet und dabei vom Rad fällt, war uns bei Verpflichtung nicht bekannt. Die beiden anderen werden wiederkommen, wobei Jermaine natürlich dem bei Verpflichtung prognostizierten Zeitplan zwei Monate hinterherhinkt.

DLM: Dazu kommt, dass abgegebene Spieler wie Pitroipa, Elson und Idrissou sich als erstaunlich treffsicher bei ihren neuen Vereinen erwiesen haben. Die Transferpolitik des ASC wirkt dieses Jahr sehr unglücklich.

Grand Crú: Der Tausch von Pitroipa gegen Bruggink hat sich in der Tat bisher nicht ausgezahlt. Von Arnold muss mehr kommen, für Chablis reicht diese Leistung noch nicht, um dauerhaft glücklich zu werden. Elson hat immer ein Sensationsspiel pro Jahr, darauf kann kein Verein warten. Idrissou wurde verkauft, um Helmes zu finanzieren, da wir glauben, dass Patrick noch mehr Punkte holen wird als Idrissou bei Maitailand. Und vergessen Sie André Schürrle nicht!

DLM: Man könnte sagen: Auch ein blindes Huhn, findet mal ein Korn.

Grand Crú: Das werden wir wohl frühestens am Ende der Saison vernünftig bewerten können. Wir hatten jedenfalls nicht das Gefühl, in der letzten Hinrunde mit unserer Politik der ruhigen Hand besonders gut gefahren zu sein und wollten nach – auch für uns überraschend – gutem Saisonstart neue Reizpunkte setzen. Wir werden ja nicht schwächer, wenn Jones und Helmes zurückkommen.

DLM: Apropos schwach: Die Defensive schwächelt im Vergleich zur Offensive.

Grand Crú: Diegos rote Karte kostet uns 15-20 Punkte, ja. Offensichtlich wird uns jedes Jahr irgendein Diego vom Platz gestellt, daran haben wir uns gewöhnt. Heiko ist natürlich noch nicht in der Verfassung der letzten Saison. Allerdings führt er auch eine komplett neue Defensive mit teils sehr jungen Spielern. Das Zusammenspiel mit Naldo und Mathijsen letztes Jahr kann dafür kein Maßstab sein, das war die beste Abwehr, die je in der WHFL zusammengespielt hat. Aber wir sind mit den Leistungen von Dennis, Christian und Andreas vollauf zufrieden.

DLM: Zufrieden können Sie auch mit Stefan Kießling und Nuri Sahin sein.

Grand Crú: Auch wenn ich aus ästhetischen Gründen froh bin, dass der Nowitzki-Gedächtnis-Flaum nun ab ist: Stefan spielt eine überragende Runde bisher. Wir hoffen, dass er diese Form länger als in der letzten Saison halten kann. So einen Einbruch möchte ich kein zweites Mal erleben müssen. Nuri spielt das, was er kann: Schnelligkeit, Torgefahr, gutes Auge und Passgenauigkeit machen ihn jetzt schon zu einem außergewöhnlichen Mittefeldspieler. Das Tor wird ihm sicher noch einen Schub geben, um sein Top-Form zu erreichen. An Nuri werden wir noch viel Freude in den kommenden Jahren haben, wenn er weiter so hart an sich arbeitet.

DLM: Herr Grand Crú, vielen Dank für das Gespräch.


Aug 24 2009

Die Vereine im DLM-Test – Teil 2

Tag: ComunioChris @ 14:39

Hier nun der zweite Teil der großen Testreihe über die Clubs der WHFL. Für diesen Teil verantwortlich zeigt sich unser Redakteur Chris. Viel Vergnügen damit.

Ajax Amstel

Der Topstar: Grafite

Die Überraschung: Jerome Boateng

Glaubt man Manager Schrambo, so ist Ajax Amstel jede Saison Topfavorit. Klaffte in der ersten Saison zwischen Ligaalltag als grauer Maus und Selbstbild aber noch eine große Lücke, ließen die holländischen Bierkicker im letzten Jahr Paukenschlag auf Paukenschlag folgen und konnten sich als bestes Rückrundenteam hochverdient in die Top 3 der Liga spielen. Ein gutes Händchen bei Transfers und das nötige Quentchen Glück sorgten auch vor dem Start zur aktuellen Saison für zuversichtliche Gesichter bei Ajax: Torhüter Enke und seine Vorderleute um die Entdeckung der Sommerpause Jerome Boateng, neben dem die gestandenen Kräfte Friedrich und Simunic auflaufen, sind womöglich die beste Besetzung der Liga, auch weil Mohamad schon in toller Frühform ist. Dem Sturm fehlt zwar ein Mario Gomez in der Form der Rückrunde, dafür wurde mit Grafite aber vermutlich gleichwertiger Ersatz verpflichtet, neben dem Farfan als gefühlter Neuzugang Hoffnung auf eine große Saison macht. Das Mittelfeld fällt gegenüber den anderen Mannschaftsteilen etwas ab, ist mit Hajnal und Renato Augusto auf dem Papier dennoch prominent besetzt, wobei der kleine Ungar noch die Form der Rückrunde vermissen lässt. Kluge und Meeuwis gehören lediglich der Kategorie „hoffentlich keine Minuspunkte an“, sicherlich die schwächsten Spieler des Teams. Dass der Mannschaft auch von der Fachwelt Großes zugetraut wird, lässt sich letztlich auch am höchsten Wert der WHFL ablesen. Vielleicht zu viel? Die vergleichsweise mageren Leistungen an Spieltag zwei und drei erhöhen den Druck auf die hochveranlagte Mannschaft, die in Teilen noch zu verkrampft auftritt – offensichtlich gehemmt durch die enorme Erwartungshaltung. Doch Motivationsfuchs Schrambo lancierte medienwirksam eine ganze Reihe von Aussagen, die die Benachteiligung seines Teams durch Schiedsrichter, Wetter, Gegner und vor allem die bewertende Presse zum Thema machen, um so den Druck von der Mannschaft zu nehmen.

- : Speziell im Bereich Toreschießen ist die Personaldecke sehr dünn, so dass Verletzungen oder Formschwächen kaum kompensiert werden können. Abgesehen von Grafite und mit Abstrichen Farfan und Hajnal ist keiner der Spieler für regelmäßige Treffer bekannt, was sich an manchen Spieltagen als große Hypothek im Titelkampf und vor allem im Pokal herausstellen könnte.

+ : Der Kader ist kaufmännisch mit viel Überlegung zusammengestellt, die Defensive ist schon toll in Form und hält Amstel im Rennen, wenn andere Teile schwächeln. Ein großes Plus für die bei Ajax lange Jahre gesuchte Konstanz. Zusätzlich deutet Farfan an, endlich in der Liga angekommen zu sein und die Vergangenheit lehrt, dass überzeugende Sturmreihen die Meisterschaft entscheiden.

Prognose: Erfüllt der Angriff die Erwartungen und das Team bleibt von Verletzungen verschont, so wird Amstel dieses Jahr ein gehöriges Wort um den Titel und auch im Pokal mitsprechen können. Sollte in der Rückrunde sogar noch die schon zweimal gelungene Leistungssteigerung wiederholt werden können und entwickelt der eine oder andere Abwehrspieler noch den Hang zum Erzielen von Toren, so ist Amstel dieses Jahr einer der Topfavoriten auf die Meisterschaft.

BLTKA Moskau

Der Topstar: Piotr Trochowski

Die Überraschung: Felipe Santana

Eine bärenstarke Saison liegt hinter dem Liganeuling aus Russland: Trotz des verletzungsbedingten Verlusts des Übertorjägers der Hinrunde Vedad Ibisevic lag Moskau den größten Teil der Rückrunde auf dem ersten Platz und konnte lange Zeit vom Titel träumen. Am Ende waren es dann nur Pech und wenige Punkte, die die Sensation verhinderten. Überwogen somit zum Saisonende die negativen Momente, ist Manager Gennaro Grappatoni nun bereit erneut anzugreifen. Dabei hat er seine Strategie abgeändert: Wo in der letzten Saison nur dem Insider bekannte Geheimtipps regelmäßig groß und torhungrig aufspielten, sollen es nun etablierte Kräfte vor allem aus Deutschland richten: Neuer, Tasci, Hitzlsperger, Trochwoski, Kuranyi. Diese Achse muss sich an guten Tagen wahrlich vor keinem Konkurrenzteam verstecken, wie auch der sehr ordentliche Auftakt zeigte. Insbesondere Neuer, Hitzlsperger und Trochowski sind für hundert Punkte oder mehr gut. Am zweiten und dritten Spieltag aber folgte ein herber Leistungseinbruch, der deutlich macht, dass den Moskwitern noch die nötige Konstanz fehlt, um an die Leistungen der Vorsaison anzuknüpfen. Dazu ruht sehr viel Verantwortung auf den Schultern des Schalker Ex-Nationalspielers Kevin „Nutella“ Kuranyi, der sich als einziger Stürmer im Team keine Kunstpausen erlauben darf. Kräfte wie Santana, Wolf, Altintop und Weis komplettieren die erste Elf und stehen ebenfalls für die neue Grappatoni-Strategie, den Hurra-Fußball des vergangenen Jahres durch ehrliche Arbeit abzulösen.

- : Dem Team fehlt es an Angreifern und angesichts des Ein-Mann-Sturms Kuranyi sind Hitzlsperger und Trochowski als torgefährliche Mittelfeldspieler einfach zu wenig, um regelmäßig zu treffen. Das torgefährlichste Team der vergangenen Saison wird sich somit an deutlich weniger Ausnahmespieltage gewöhnen müssen…

+ : …hat aber gleichzeitig jede Menge Steigerungspotential. Jede Position ist überdurchschnittlich besetzt mit Spielern, die ihren Zenit zum Teil noch nicht erreicht haben, so dass mehreren Akteuren der Durchbruch zu einem der Stars der Saison zuzutrauen ist.

Prognose: BLTKA Moskau ist die Wundertüte der Liga, sah es nach dem ersten Spieltag noch nach Champions League aus, so muss man jetzt gegen den Abstieg spielen. Mittelfristig sollte sich das Team aber im Mittelfeld der Liga etablieren können: von Platz sechs bis neun ist alles drin. Wenn Kuranyi seine Torquote unter Magath endlich anhebt und das bescheinigte Steigerungspotential in Leistung umgewandelt werden kann, auch mehr.

Boavista Porno

Der Topstar: Cacau

Die Überraschung: Johannes Flum

Der Vizemeister 2008 hat eine durchwachsene Saison hinter sich. Platz 7 in der Endabrechnung 2009 war zu wenig für die Ansprüche eines Jose Mojito, auch wenn sich Porno nur um wenige Punkte gegenüber 2008 verschlechterte, so ist die stärkere Liga dem “sexiest club alive” zum Verhängnis geworden. Auf dem Transfermarkt hielt sich Mojito vornehm zurück, um dann zuschlagen zu können, wenn alle anderen ihr finanzielles Pulver bereits verschossen haben. Zu vornehm, meinen aber auch einige Kritiker: Zwar sind viele heiße Eisen noch im Transferfeuer doch müssen diese eben auch mal angeboten werden, um Verstärkungen für Porno bilden zu können. Und Verstärkungen tun Not, denn es hakt in einigen Mannschaftsteilen: Am wenigsten Sorgen bereitet sicher die Torhüterposition, ist Porno hier mit Tim Wiese zwar frisurentechnisch hinten, aber leistungsmäßig ganz vorne anzusiedeln. Bei der Verteidigung fangen die Sorgenfalten allerdings schon an. Bereits zwei Platzverweise haben Dante und Ochs (der voll auf Porno durchschlug) nach drei Spieltagen auf dem Konto. Dazu ein Clemens Fritz, der in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr Schatten als Licht auf den Platz warf. Allerdings sind die Spieler torgefährlich und können dadurch die zu erwartenden regelmäßigen Minuspunkte eventuell wettmachen. Im Mittelfeld ist die Lage aber freundlicher: Jarolim und Kacar scheinen wieder eine große Saison spielen zu wollen, speziell der Serbe weiß dabei auch sehr genau wo das Tor steht. Der junge Johannes Flum stellt in der Freiburger Mannschaft eine der wenigen Konstanten dar, während man bei Meier und Rakitic noch abwarten muss, ob sie ihre Qualitäten und vor allem Torgefahr regelmäßig werden zeigen dürfen, die Erwartungen konnten sie aber bisher nicht erfüllen. Im Angriff kann Boavista mit Freis, Demba Ba und Cacau unzweifelhaft – sofern fit – ebenfalls mit einem guten Mannschaftsteil aufwarten. Freis konnte auf der Außenbahn bisher zwar noch nicht überzeugen, aber Demba Ba steht kurz vor der ersten Elf und hat unstreitig sehr großes Potential. Cacau wiederum könnte sogar einer der Superstars der Saison werden, da er nicht mehr Ego-Mario neben sich hat und somit häufiger selbst zum Abschluss kommen sollte, konnte diese Hoffnung aber bisher ebenfalls nicht bestätigen. Alles in allem sehr viele Fragezeichen und der Saisonstart macht bisher sehr wenig Hoffnung auf rasche Besserung.

- : Bisher schwitzte das Team Minuspunkte aus, sobald es auf dem Platz steht und ist offensichtlich zu unausgeglichen zusammengestellt. Dazu fehlt der einzige brauchbare Verteidiger Ochs jetzt einige Spiele. Zu elf Stammspielern oder zumindest sicheren Nullpunktern ist es also noch ein weiter Weg.

+: Die absolut überragenden Leistungen der Achse Wiese, Kacar, Jarolim zum Saisonstart machen Lust auf mehr. Mit Flum und Ochs sind solide Punkter dabei und mit Cacau und Ba Topleute, die noch ihre Form finden werden.

Prognose: Porno wird sich aus eigener Kraft steigern, das Potential dazu hat der Kader schon jetzt. Fraglich ist nur, wann diese Steigerung kommt und inwieweit Jose Mojito von Koks und Nutten lassen mag, um mit den wohl noch gebunkerten Millionen frisches Blut in die Truppe zu bringen, um die momentane Formschwäche rasch zu überwinden. Gelingt dies nicht zeitig, wird Boavista sich auf einen sehr ungemütlichen Abstiegskampf einstellen müssen.

Inter Maitailand

Der Topstar: Zvesdjan Misimovic

Die Überraschung: Heiko „Schlachter“ Butscher

Inter Maitailand hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Der gute Vierte der Auftaktsaison wurde lediglich Vorletzter und konzentrierte sich schon frühzeitig auf die Vorbereitungen für die aktuelle Saison. Dies scheint Früchte zu tragen, liegt der Club als Zweiter doch sehr gut im Rennen um die Top-Platzierungen, auch wenn der dritte Spieltag einen Rückschlag brachte. Ein Coup ist Manager Pete mit Timo Hildebrand gelungen, aktuell punktbester Vertreter seiner Zunft in der WHFL. Auch die Defensive um Marcelo „Dritter Frühling“ Bordon, Joris Mathijsen und Marcel Schäfer gehört zu den Besten, die in der WHFL auflaufen, sehr gut ergänzt mit dem „Schlachter“, der schon durch seinen Namen für weiche Knie bei Gomez und Co. sorgt. Im Mittelfeld zieht der Spielmacher der vergangenen Saison die Fäden: Misimovic ist Dreh- und Angelpunkt des Maitailänder Spiels und scheint seine großartige Saison wiederholen zu wollen. Mit Cicero hält ihm ein sehr solider Sechser den Rücken frei, während auf den Außen Ziani und Ehret Dampf machen, aber auch mal in ihren Vereinen auf der Bank Platz nehmen werden. Schuster wird unter der zu erwartenden Freiburger Saison leiden und wohl nicht viele Punkte beisteuern. Im Angriff ruht alle Verantwortung auf dem bosnischen Gerd Müller, dessen Bemühungen bisher allerdings ohne Tore blieben. Ob Manager Pete den 10 Mio. € Gewinn, die mit Ibisevic möglich gewesen wären, noch nachtrauern wird, kann man in wenigen Wochen sicher schon beantworten.

- : Auch Maitailand fehlt es an Stürmern und wenn Ibisevic nicht trifft, wird es schwerer, regelmäßig mehr als solide Spieltage zu generieren. Dazu sind die Außenpositionen im Mittelfeld bei schlechten Leistungen die ersten Bankkandidaten, so dass man bei Inter von zwölf Stammspielern an ungünstigen Tagen auf neun zusammenschmilzt.

+ : Das torgefährliche Mittelfeld scheint bereits in guter Form zu sein und konnte bisher problemlos die Startschwierigkeiten von Ibisevic auffangen. Außerdem scheint Hildebrand an seine Stuttgarter Zeit anknüpfen zu wollen und könnte somit zum großen Rückhalt im Rennen um die Punkte werden.

Prognose: Viel hängt – wie schon mehrfach erwähnt – am Bosnier im Angriff. Entdeckt er wieder das Toreschießen, ist mit Maitailand ganz weit oben zu rechnen. Was das Team auch ohne ihn kann, zeigen die ersten beiden Spieltage und die Ligaplatzierung. Entsteht durch den dritten Spieltag nun kein Bruch, so kann Maitailand mit seinem Sturmführer nur noch besser werden und ist damit ein Kandidat für Champions League und sogar die Meisterschaft.

Olympique Lumumba

Der Topstar: Sami Khedira

Die Überraschung: Constant Djakpa

Der Liganeuling spielte in der vergangenen Saison eine sehr gute Rolle in der WHFL, konnte lange Zeit an den vorderen Plätzen schnuppern, um sich dann letztlich auf einem sehr guten sechsten Platz wiederzufinden, weitab von den Niederungen der Liga und mit Blick nach oben. Der Saisonstart lief leider nicht so, wie sich Manager Dahlin das gewünscht hat, so dass man den Schweden inzwischen häufiger beim Training der zweiten Mannschaft antrifft als bei den Profis. Wenig Ambitionen also bei Lumumba? Das Team scheint jedenfalls wieder sehr kompakt besetzt. Mondragon hat seinen Zenit im Tor zwar überschritten, ist aber bisher der große Rückhalt bei Olympique und macht Hoffnung auf einen vierten Frühling. Die Verteidiger Geromel und Kadlec sind sichere Punkter, Subotic bringt dazu noch Torgefahr mit, ist allerdings bisher etwas außer Form. Großartig präsentiert sich Constant Djakpa, insbesondere seit er im Mittelfeld bei 96 aufläuft, dessen Potential Martin Dahlin offensichtlich aber bisher nicht erkannt hat, so dass der Ivorer nur die Bank wärmen darf. Im Mittelfeld dreht sich alles um Sami Khedira und Christian Gentner, Spieler die sowohl das spielerische Element stärken als auch Torgefahr ausstrahlen. Die Nebenleute Abessadki und Vorsah (als Gewinner der Hoffenheimer Vorbereitung) scheinen leider für Minuspunkte anfällig und sind damit die Achillesferse von Lumumba. Der Angriff erfüllt mit Bancé und Raffael bisher die Erwartungen, ohne dabei ein Feuerwerk abzubrennen. Der Ellbogenbruch von Raffael sorgt dafür, dass Dahlin auf den bisher enttäuschenden Reisinger zurückgreifen muss, eine klare Schwächung.

- : Die Torgefahr ist für ein Spitzenteam zu gering und der Ausfall von Raffael wiegt in den kommenden Wochen zusätzlich schwer. Dazu kosten einige für Minuspunkte empfängliche Spieler wertvolle Punkte im Kampf um die Champions League. Es fehlt ein Topmann, der ein Spiel entscheiden kann…

+ : …was aber auch lediglich Sorgen für ein Topteam sein sollten. Ansonsten ist Olympique auf den ersten sieben, acht Positionen sehr ausgeglichen auf überdurchschnittlichem Niveau besetzt. Totalausfälle sind so nicht zu erwarten.

Prognose: Olympique Lumumba punktet bisher konstant etwas unter dem erhofften und auch zu erwartenden Niveau. Dennoch sind mindestens sechs Teams schlechter besetzt, so dass im traditionell schwereren zweiten Jahr in der neuen Liga eine Wiederholung des sechsten Platzes durchaus möglich erscheint. Erfüllt Raffael endlich auch als Torschütze zur Gänze die Erwartungen, können auch ein bis zwei Plätze mehr drin sein.

Tuborg Tigers

Der Topstar: Carlos Eduardo

Die Überraschung: Eren Derdiyok

Die Tigers sind die klassische graue Maus der WHFL. Platz fünf (von neun) in der ersten Saison folgte nun Stagnation mit leichter negativer Tendenz und Platz acht (von zwölf). Doch wie jedes Jahr geht Manager Dr. Wii Hammer optimistisch in die neue Saison und hofft, sein Team endlich im oberen Drittel etablieren zu können. Dazu setzt er erneut auf Leverkusener Kräfte, die Tuborg schon in der vergangenen Saison eine sehr gute Hinrunde bescherten. Rolfes und der junge Derdiyok, der in Helmes Abwesenheit den Konkurrenzkampf mit Gekas wohl gewonnen hat, zeigten auch in der Tat bisher sehr gute Spiele und katapultierten den Club auf den dritten Platz. Offensichtlich zeigten sich die Spieler in ihrer Leistung vom Medienrummel, den Dr. Hammer durch seine Beteiligung am Ligaskandal ausgelöst hatte, unbeeindruckt. Im Tor hat man mit Jens Lehmann eine sehr solide Lösung gefunden, die allerdings nicht ganz das Niveau anderer Spitzenclubs erreicht. Die Verteidigung ist mit Dede, Höwedes, Spycher und Madlung auch bundesligatauglich, aber ebenfalls nicht topbesetzt. Anders sieht es im Mittelfeld aus: Carlos Eduardo, Barnetta und Rolfes haben jeweils Potential für mehr als hundert Punkte. Makiadi und Borowski lassen bisher Form und Leistung vermissen, sind aber auch noch nicht abzuschreiben. Alles in allem womöglich das beste und vor allem torgefährlichste Mittelfeld der Liga, sofern Leverkusen Konstanz enwickelt. Demgegenüber fällt der Angriff etwas ab. Derdiyok übererfüllt alle Erwartungen, muss aber seine dauerhafte Etablierung in der Bundesliga noch durch Konstanz beweisen. Stanislav Sestak ist gegenüber der letzten Saison bereits verbessert, aber immer noch nicht ganz der alte aus seinem Debutjahr. Insgesamt konnte die Mannschaft bisher konstant punkten. Platz fünf, sechs und vier bei den Spieltagsplatzierungen bestätigen das. Allerdings ist durch den Barnetta-Transfer ein großes Loch in der Tigers-Kasse entstanden und es ist noch unklar, wie es refinanziert werden muss.

- : Wird kein Tor erzielt, reichen die schwächeren Mannschaftsteile nicht aus, um überdurchschnittlich zu punkten. Die Refinanzierung des sehr teuer verpflichteten Barnetta wird die Mannschaft wieder schwächen und ist ein großes Risiko.

+ : Wer konstanter punktet als die Konkurrenz, landet am Ende vor ihr. Die Torgefahr ist ein großes Plus.

Prognose: Trifft Manager Hammer die richtigen Entscheidungen, um das jüngst entstandene Loch in der Kasse zu stopfen, können sich die Tigers oben etablieren. Platz fünf erscheint angesichts der bisher gezeigten Konstanz und des torgefährlichen Mittelfelds realistisch. Der Abstand nach ganz oben ist aber noch zu groß, um von Titeln zu träumen.


Aug 18 2009

Die Vereine im DLM-Test – Teil 1

Tag: ComunioChris @ 11:50

Dieses Jahr nun zum ersten Mal nimmt DLM die Vereine der WHFL zum Saisonstart unter die Lupe. Wo liegen Stärken und Schwächen? Wo landen die Clubs am Ende der Saison. Die ultimative und selbstverständlich vollständig objektive Prognose und Bewertung findet ihr nur hier exklusiv bei DLM.

Teil 1 wird euch präsentiert von unserem Ressortleiter Sport: Ali Schrambowski

AS Chablis

Der Topstar: Stefan Kießling

Die Überraschung: Joel Epalle

Meister, Vizemeister…und jetzt? Die Erwartungshaltung im Umfeld des traditionsreichen Winzervereins ist hoch. Manager Chris jedoch ist hin- und hergerissen zwischen Demonstration der eigenen Stärke und der Ausgabe bescheidener Saisonziele. Nach den ersten beiden Spieltagen führt der Weg allerdings wieder steil nach oben, doch darf bezweifelt werden, ob man jede Woche mehrere Tore und solide Leistungen bejubeln darf. Es werden zweifelsohne auch Rückschlage kommen, zumal zu Saisonbeginn mit Kehl und Jones Leistungsträger verletzt ausfallen. Unglücklich verliefen die jüngsten Transfers, als man mit Pitroipa und Elson zwei Spieler verkaufte, die kurz darauf starke Leistungen und Tore ablieferten. Doch die Lichtblicke überwiegen – Joel Epalle könnte sich mit seiner Torgefahr und Schnelligkeit in Bochum auf der „10“ zu einem guten Punkter entwickeln, Bruggink hat ohne Frage Qualitäten, Kampfschwein Idrissou hat sich zu einem torgefährlichen Mann entwickelt und wenn Topstar Kießling mit Leverkusen sein volles Potential abruft, ist eine starke Saison vom gebürtigen Franken zu erwarten. Bei Youngster Nuri Sahin darf man getrost von einer guten Dortmunder Saison ausgehen.

- : Dem Team fehlt ein Superstar der 150+Punkte garantiert, wie Diego und Toni in der Debutsaison. Schwerer noch wiegen die erwähnten Verletzungen zum Saisonstart.

+ : Ein Plus ist sicherlich der Sportalliebling Benaglio im Tor und die Sturmreihe mit Kießling und Amanatidis, durchaus ordentlich ergänzt mit Aufsteiger Idrissou. Insgesamt ist der AS Chablis schon fast traditionell recht ausgeglichen besetzt in allen Mannschaftsteilen, so dass punktemäßig große Ausreißer nach unten nicht zu befürchten sind. Besonders im Pokal kann dies ein Trumpf sein.

Prognose: Diverse Wundertüten (Baljak, Bruggink, Epalle,), entsprechend schwierig fällt eine Prognose. Wenn Baljak und die Stars Kehl und Jones schnell fit werden und die Punkteausbeute bis weiterhin so positiv verläuft, ist mit diesem AS Chablis in den Top 3 zu rechnen. Ein erneuter Meistertitel wird aufgrund der großen Konkurrenz nicht einfach werden, ist aber nicht unmöglich. Zumindest haftet den Chablinesen schon wieder die Favoritenrolle in der WHFL an.

AS Rum

Der Topstar: Franck Ribery

Die Überraschung: Ivica Olic

Die Schnapsbrenner aus der ewigen Stadt stehen vor einer schwierigen Saison. Beendete man die vergangene Spielzeit noch als Meister, so startet man als Underdog in die neue. Gravierende Versäumnisse beim Übergang und der Kaderplanung sind hierfür die Gründe. Doch gleich am ersten Spieltag staunte die Konkurrenz nicht schlecht über das zweitbeste Ergebnis der Liga. Möglicherweise ist diese Truppe nicht so schlecht, wie Manager Dan the Man sie selber sieht. Colautti ist nah dran an einem Stammplatz im Gladbacher Sturm, gleiches gilt für den sympathischen Olic im runderneurten Bayernteam. Denn dieser ist mit enormer Laufbereitschaft und Einsatzwillen auf dem besten Weg Miroslav Klose aus der ersten Elf zu verdrängen. In der Abwehr könnten sich die unterschätzten Cha und von Bergen zu soliden Punktern entwickeln, während man von Adler und Friedrich ruhig mehr als nur Solides erwarten darf. Und dann ist da ja noch Franck Ribery, dessen Rückkehr nach Verletzung und Wechseltheater sehnlichst erwartet wird. Allerdings werden Colautti und Bechmann nicht jede Woche punkten, wie am ersten Spieltag, so dass der AS Rum ohne weitere Verstärkungen auch Durststrecken zu überstehen haben wird. Am zweiten Spieltag gab es bereits einen kleinen Dämpfer.

- : Der verpfuschte Saisonübergang ließ sich bisher nicht korrigieren, so dass Manager Dan the Man nicht seine Wunschformation zum Saisonstart aufbieten konnte. Zudem scheint das Team in der Breite nicht ausreichend besetzt. Leistungseinbrüche und Verletzungen einzelner Spieler dürften so nur schwer zu kompensieren sein.

+ : Auch in seiner dritten Saison beim AS Rum dürfte Franck Ribery wieder das große Plus sein. Man erwartet wieder Großes vom kleinen Franzosen. Positiv wirkt sich auch das ruhige Umfeld in Rum aus. Obwohl man über die nominell schwächste Mannschaft verfügt, behält der Manager seine stoische Ruhe und wartet auf den richtigen Zeitpunkt, um nochmal auf dem Mercato tätig zu werden.

Prognose: Die Titelverteidung erscheint mit diesem Kader annähernd unmöglich. Realistisch ist eine Platzierung zwischen 6 und 10. Wenn die Erstliganeulinge beim AS Rum eine gute Saison spielen, Franck Ribery an seine guten Leistungen anknüpft und das Team noch gezielt verstärkt wird, dann kann der amtierende Meister möglicherweise die Top 5 angreifen.

Lokomotive Pietschens

Der Topstar: Chinedu Obasi

Die Überraschung: Timo Gebhart

In seiner Debutsaison im letzten Jahr landete Manager Foabi mit seinem Team im Mittelfeld, ein achtbares Ergebnis für einen Neueinsteiger. In diesem Jahr besitzen die Loks ein Team, das auf dem Papier im Konzert der Großen mitspielen kann. Ein guter erster Spieltag bestätigt diesen Eindruck. Die Abwehr gehört zum Stärksten, was die Liga zu bieten hat und der Sturm verkörpert mit Scharfschütze Petric und Wirbelwind Obasi Extraklasse. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Mittelfeld. In Josue einen Spieler ohne Torgefahr, dafür aber mit solidem Punktpotential. Der giftige Vidal scheint seinen Stammplatz in Leverkusen in der Vorbereitung verloren zu haben und den jungen Ebert und Gebhart haftet noch das Attribut „talentiert“ an. Speziell Letzterem wird jedoch ein Qualitätssprung zugetraut. Der Ex-1860er findet sich nach nur einem halben Jahr in Stuttgart gut zurecht und scheint zur Stammformation zu gehören. Kopfzerbrechen bereitet Trainer Foabi die Torwartposition, denn Michael Rensing und Jörg Butt genügen kaum höheren Ansprüchen. Ein mittelmäßiger zweiter Spieltag dämpft erstmal die Erwartungen – Petric findet bisher nicht seine Form und die Hoffenheimer um Obasi machen einen unkonstanten Eindruck. Ein Lichtblick ist indes Arturo Vidal, der sich nach abgesessener Sperre aus der letzten Saison eindrucksvoll zurückmeldete.

- : Zwei Bayerntorhüter, jeweils im Wert von gut einer Millionen, keiner mit Stammplatzgarantie ausgestattet. Hier liegt Kapital brach, das woanders gut gebraucht werden könnte. Dem Team fehlt die Balance. Es ist zu befürchten, dass Rensing und das unkonstante Mittelfeld mit dem Hintern einreißen, was Sturm und Abwehr mit den Füßen aufbauen.

+ : Petric und Obasi sollten dafür sorgen, dass man in der Regel immer ein Tor zu bejubeln hat. Dem Nigerianer aus Hoffenheim wird eine große Saison vorausgesagt. Das Mittelfeld, die Schwachstelle des Teams besitzt gleichzeitig auch das größte Steigerungspotenatial, denn den jungen Gebhart und Ebert wird der nächste Schritt zugetraut und mit einem Kämpfer wie Vidal ist auch in Zukunft zu rechnen.

Prognose: Gelingt Manager Foabi eine elegante Lösung in der Torwartfrage und kann die Qualität im Mittelfeld erhöht werden, ist ein Platz unter den ersten Fünf nicht utopisch. Bei gutem Saisonverlauf ist Lokomotive Pietschens durchaus ein ernst zu nehmender Kandidat auf die vorderen Plätze. Ein wenig Substanz in der Breite wäre hierfür aber wohl noch nötig. Ein Platz im guten Mittelfeld ist mit dieser Mannschaft aber ohne weiteres möglich.

Fortuna Tote Hose

Der Topstar: Mesut Özil

Die Überraschung: Danijel Pranjic

Nachdem das Managerduo Thomas&Klaus Allofs in der letzten Saison mit ihrem „Projekt Werder“ baden ging, sehen wir nun bei den Düsseldorfern „Werder light“. Mit Mertesacker, Naldo, Özil und dem talentierten Moreno stehen diesmal Bremer Leistungsträger und erstmalig auch Spieler anderer Vereine im Team der Toten Hosen. Die Qualitäten eines Danijel Pranjic waren lange Zeit ungewiss, kam er doch aus der schwächeren holländischen Liga und soll bei Bayern die ehemals starke linke Seite beackern. An den ersten beiden Spieltagen zeigte er aber schon gute Leistungen und ist gesetzt im System des Bayertrainer van Gaals. Ein großes Fragezeichen steht hinter Millioneneinkauf Tymoschuk, der aktuell nur aufgrund einer Verletzung des Käpitäns van Bommel im Team ist. Eine Steigerung dürfte notwendig sein, um auch nach der Genesung des Holländers in der ersten Elf zu bleiben. Zum Saisonbeginn steht der Tabellendrittletzte der vergangenen Spielzeit sogar ohne Torwart da. Die ersten beiden Spieltage verliefen für FTH auch nicht zufriedenstellend, im Grunde hängt man wieder am Bremen-Tropf und hofft auf starke Leistungen der Werderaner.

- : Es ist nach dem Auftakt fast zu befürchten, dass Werder Bremen die nächste wackelige Saison spielt und damit sollten auch FTH viele Punkte verloren gehen. Das Mißverständnis Tymoschuk droht zum Millionengrab zu werden und der Sturm um Almeida und Moreno ist momentan nicht erstligatauglich. Leider haben die Gebrüder Allofs zu selten ein glückliches Händchen bei Transfers bewiesen (siehe Tymoschuk und Borowski).

+ : Der U-21-Europameister Özil ist ein Juwel und wird ein Punktegarant mit dem Potantial 150+ sein. Bereits an den ersten beiden Spieltagen trat er eindrucksvoll das schwere Erbe Diegos an. Wenn ein 20-jähriger einen Elfmeter schießt – wie am ersten Spieltag geschehen – und das obwohl mit Frings und Borowski erfahrene Kräfte auf dem Platz stehen, dann ist das schon ein beeindruckendes Signal für die Stellung des jungen Deutschtürken im Team. Die Youngsters Moreno und Pitroipa bringen Qualtität mit und sind nah dran an der ersten Elf, mehr aber momentan nicht.

Prognose: Eine Prognose stellt sich schwierig da, aber man muss davon ausgehen, dass die Bremer eine bessere Saison spielen und Tymoschuk bald seine strategischen Fähigkeiten auf der „6“ einbringt und dann dürften die Toten Hosen auch eine bessere Saison, als letztes Jahr spielen. Mehr als ein Platz in der unteren Tabellenhälfte scheint aber nicht drin zu sein, solange Bremen nicht zu alter Stärke findet.

BC Cuba Libero

Der Topstar: Lukas Podolski

Die Überraschung: Jiri Stajner

Nach Platzierungen im oberen Mittelfeld in den vergangenen beiden Spielzeiten, grüßen die Geistinger nun vom Tabellenende. Damit kann Manager Maibi nicht zufrieden sein, denn diese Saison hatte man sich eigentlich Großes vorgenommen. Bisher warfen die Millioneneinkäufe keine Rendite ab. Der Däne Kahlenberg ist verletzt und der Toptransfer Wichniarek enttäuschte an den ersten beiden Spieltagen. Ein Lichtblick ist Lukas Podolski, an dem der BC das vergangene Jahr stets festhielt. Der „Prinz vun Kölle“ zeigte am Wochenende eine starke Heimpremiere und dürfte, obwohl noch ohne Ligatreffer, bald zum Punktelieferanten werden. Ebenso freut sich Maibi über Jiri Stajner, der sich in einer mäßigen Hannoveraner Elf mit Torgefahr und Ballsicherheit abhebt. Des Weiteren verfügt man mit Frings, Schweinsteiger, Commper und Weidenfeller über zuverlässiges Personal, aber eben auch über zweitklassige Spieler, wie Noveski, Kobiashvilli und Marx. Bisher zeigte das Team insgesamt schlechte Leistungen und hat noch Luft nach oben. Man darf gespannt sein, wie Cuba Libero auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit reagiert.

- : Das Team hat eine schlechte Balance. 6-7 Leistungsträgern stehen 4-5 mäßige Spieler gegenüber. Schlechte Voraussetzungen, denn gute Erträge können durch Minuspunkte der schwächeren Garde zunichte gemacht werden. Der Toptransfer Wichniarek birgt ein gewisses Risiko, denn sollte dieser nicht bald ordentliche Leistungen zeigen, kann er schnell aus der ersten Elf verbannt werden und würde somit zum Millionengrab (jetzt bereits 5 Mio. Wertverlust!!!).

+ : Das Team bringt Potential mit, Podolski dürfte Manager Maibi noch Freude bereiten, Kahlenberg stellt eine Alternative beim Meister aus Wolfsburg dar und Marvin Commper und Roman Weidenfeller können sicherlich bessere Leistungen zeigen als bisher.

Prognose: Nach guten Endplatzierungen der letzten zwei Jahre wird der BC Cuba Libero nun kleinere Brötchen backen müssen. Die Geistinger werden wohl nicht auf dem letzten Platz bleiben, aber für große Sprünge wird es diese Saison nicht reichen. So wird die Struktur des Teams auch noch etwas verändert werden müssen, um nicht nur ums Tabellenende zu kämpfen und ein Platz im Mittelfeld wäre somit sicherlich als Erfolg zu bewerten.

FC Wodkay Martini

Der Topstar: Phillip Lahm

Die Überraschung: Maniche

Auf eine ordentlichen Debutsaison folgte die Katastrophensaison schlechthin bei den Martinis. Ein weit abgeschlagener letzter Platz soll sich so nicht mehr wiederholen. Dementsprechend beschäftigte sich Manager Kay auch schon Mitte der letzten Spielzeit mit der Kaderplanung für die Saison 2009/10. Unterstützt wurde er dabei indirekt durch seine Ligakollegen, die dies in einem Akt der Solidarität in dem Maße ermöglichten, als man einen niedrigen „salary cap“ beschloss. Allerdings hatte er bereits in der Vorbereitung Rückschläge hinzunehmen, als Sturmführer Frei den BVB und somit auch den FC Wodkay Martini Richtung Schweiz verließ. Bedauerlicherweise häuften sich auch wieder die Pannen, als der Manager es versäumte an den ersten beiden Spieltagen Ersatz für seine verletzten Torhüter zu akquirieren oder die Verpflichtung des sportinvaliden Schlaudraffs. Folgerichtig steht das Team auch aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz nach mäßigen Leistung an den ersten beiden Spieltagen. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme, denn mit dem Rumpfteam des vergangenen Jahres hat dieser Kader nicht mehr viel gemeinsam. Maniche scheint nach den ersten Eindrücken eine echte Verstärkung zu sein, die Rückkehr der rekonvaleszenten Novakovic und Bailly wird bald erwartet und Castro, Pinola, Mintal und Klose dürften auch solide punkten, wenngleich Letzterer auch um seinen Stammplatz bei den Bayern fürchten muss.

- : Verletze Leistungsträger zum Saisonstart kosten direkt wertvolle Punkte. Im Team befinden sich mit Franz, Klimowicz und Klose gleich drei als Stamm eingeplante Spieler, die zwischen Bank und Spielfeld zu pendeln drohen.

+ : Das Team hat eine gute Struktur und Balance zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, dementsprechend sind dieses Jahr keine Minuspunkteorgien zu erwarten. Kehren die Verletzten zurück, dann hat Manager Kay auch wieder mehr Punkte zu bejubeln. Das Mittelfeld ist mit Maniche, Azaouagh und Mintal enorm torgefährlich und dürfte das Prunkstück der Martinis werden.

Prognose: Die vergangene Saison wird sich nicht wiederholen, denn diese Mannschaft ist besser als letztes Jahr und auch besser als ihr momentaner Tabellenplatz es aussagt. DieKonkurrenz ist groß und es kommt auf Details an, aber ein Platz zwischen 5 und 8 ist drin sein und wer weiß: Vielleicht kann der FC Wodkay Martini sogar noch für eine Überraschung sorgen?!?


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