Aug 18

Die Vereine im DLM-Test – Teil 1

Tag: ComunioChris @ 11:50

Dieses Jahr nun zum ersten Mal nimmt DLM die Vereine der WHFL zum Saisonstart unter die Lupe. Wo liegen Stärken und Schwächen? Wo landen die Clubs am Ende der Saison. Die ultimative und selbstverständlich vollständig objektive Prognose und Bewertung findet ihr nur hier exklusiv bei DLM.

Teil 1 wird euch präsentiert von unserem Ressortleiter Sport: Ali Schrambowski

AS Chablis

Der Topstar: Stefan Kießling

Die Überraschung: Joel Epalle

Meister, Vizemeister…und jetzt? Die Erwartungshaltung im Umfeld des traditionsreichen Winzervereins ist hoch. Manager Chris jedoch ist hin- und hergerissen zwischen Demonstration der eigenen Stärke und der Ausgabe bescheidener Saisonziele. Nach den ersten beiden Spieltagen führt der Weg allerdings wieder steil nach oben, doch darf bezweifelt werden, ob man jede Woche mehrere Tore und solide Leistungen bejubeln darf. Es werden zweifelsohne auch Rückschlage kommen, zumal zu Saisonbeginn mit Kehl und Jones Leistungsträger verletzt ausfallen. Unglücklich verliefen die jüngsten Transfers, als man mit Pitroipa und Elson zwei Spieler verkaufte, die kurz darauf starke Leistungen und Tore ablieferten. Doch die Lichtblicke überwiegen – Joel Epalle könnte sich mit seiner Torgefahr und Schnelligkeit in Bochum auf der „10“ zu einem guten Punkter entwickeln, Bruggink hat ohne Frage Qualitäten, Kampfschwein Idrissou hat sich zu einem torgefährlichen Mann entwickelt und wenn Topstar Kießling mit Leverkusen sein volles Potential abruft, ist eine starke Saison vom gebürtigen Franken zu erwarten. Bei Youngster Nuri Sahin darf man getrost von einer guten Dortmunder Saison ausgehen.

- : Dem Team fehlt ein Superstar der 150+Punkte garantiert, wie Diego und Toni in der Debutsaison. Schwerer noch wiegen die erwähnten Verletzungen zum Saisonstart.

+ : Ein Plus ist sicherlich der Sportalliebling Benaglio im Tor und die Sturmreihe mit Kießling und Amanatidis, durchaus ordentlich ergänzt mit Aufsteiger Idrissou. Insgesamt ist der AS Chablis schon fast traditionell recht ausgeglichen besetzt in allen Mannschaftsteilen, so dass punktemäßig große Ausreißer nach unten nicht zu befürchten sind. Besonders im Pokal kann dies ein Trumpf sein.

Prognose: Diverse Wundertüten (Baljak, Bruggink, Epalle,), entsprechend schwierig fällt eine Prognose. Wenn Baljak und die Stars Kehl und Jones schnell fit werden und die Punkteausbeute bis weiterhin so positiv verläuft, ist mit diesem AS Chablis in den Top 3 zu rechnen. Ein erneuter Meistertitel wird aufgrund der großen Konkurrenz nicht einfach werden, ist aber nicht unmöglich. Zumindest haftet den Chablinesen schon wieder die Favoritenrolle in der WHFL an.

AS Rum

Der Topstar: Franck Ribery

Die Überraschung: Ivica Olic

Die Schnapsbrenner aus der ewigen Stadt stehen vor einer schwierigen Saison. Beendete man die vergangene Spielzeit noch als Meister, so startet man als Underdog in die neue. Gravierende Versäumnisse beim Übergang und der Kaderplanung sind hierfür die Gründe. Doch gleich am ersten Spieltag staunte die Konkurrenz nicht schlecht über das zweitbeste Ergebnis der Liga. Möglicherweise ist diese Truppe nicht so schlecht, wie Manager Dan the Man sie selber sieht. Colautti ist nah dran an einem Stammplatz im Gladbacher Sturm, gleiches gilt für den sympathischen Olic im runderneurten Bayernteam. Denn dieser ist mit enormer Laufbereitschaft und Einsatzwillen auf dem besten Weg Miroslav Klose aus der ersten Elf zu verdrängen. In der Abwehr könnten sich die unterschätzten Cha und von Bergen zu soliden Punktern entwickeln, während man von Adler und Friedrich ruhig mehr als nur Solides erwarten darf. Und dann ist da ja noch Franck Ribery, dessen Rückkehr nach Verletzung und Wechseltheater sehnlichst erwartet wird. Allerdings werden Colautti und Bechmann nicht jede Woche punkten, wie am ersten Spieltag, so dass der AS Rum ohne weitere Verstärkungen auch Durststrecken zu überstehen haben wird. Am zweiten Spieltag gab es bereits einen kleinen Dämpfer.

- : Der verpfuschte Saisonübergang ließ sich bisher nicht korrigieren, so dass Manager Dan the Man nicht seine Wunschformation zum Saisonstart aufbieten konnte. Zudem scheint das Team in der Breite nicht ausreichend besetzt. Leistungseinbrüche und Verletzungen einzelner Spieler dürften so nur schwer zu kompensieren sein.

+ : Auch in seiner dritten Saison beim AS Rum dürfte Franck Ribery wieder das große Plus sein. Man erwartet wieder Großes vom kleinen Franzosen. Positiv wirkt sich auch das ruhige Umfeld in Rum aus. Obwohl man über die nominell schwächste Mannschaft verfügt, behält der Manager seine stoische Ruhe und wartet auf den richtigen Zeitpunkt, um nochmal auf dem Mercato tätig zu werden.

Prognose: Die Titelverteidung erscheint mit diesem Kader annähernd unmöglich. Realistisch ist eine Platzierung zwischen 6 und 10. Wenn die Erstliganeulinge beim AS Rum eine gute Saison spielen, Franck Ribery an seine guten Leistungen anknüpft und das Team noch gezielt verstärkt wird, dann kann der amtierende Meister möglicherweise die Top 5 angreifen.

Lokomotive Pietschens

Der Topstar: Chinedu Obasi

Die Überraschung: Timo Gebhart

In seiner Debutsaison im letzten Jahr landete Manager Foabi mit seinem Team im Mittelfeld, ein achtbares Ergebnis für einen Neueinsteiger. In diesem Jahr besitzen die Loks ein Team, das auf dem Papier im Konzert der Großen mitspielen kann. Ein guter erster Spieltag bestätigt diesen Eindruck. Die Abwehr gehört zum Stärksten, was die Liga zu bieten hat und der Sturm verkörpert mit Scharfschütze Petric und Wirbelwind Obasi Extraklasse. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Mittelfeld. In Josue einen Spieler ohne Torgefahr, dafür aber mit solidem Punktpotential. Der giftige Vidal scheint seinen Stammplatz in Leverkusen in der Vorbereitung verloren zu haben und den jungen Ebert und Gebhart haftet noch das Attribut „talentiert“ an. Speziell Letzterem wird jedoch ein Qualitätssprung zugetraut. Der Ex-1860er findet sich nach nur einem halben Jahr in Stuttgart gut zurecht und scheint zur Stammformation zu gehören. Kopfzerbrechen bereitet Trainer Foabi die Torwartposition, denn Michael Rensing und Jörg Butt genügen kaum höheren Ansprüchen. Ein mittelmäßiger zweiter Spieltag dämpft erstmal die Erwartungen – Petric findet bisher nicht seine Form und die Hoffenheimer um Obasi machen einen unkonstanten Eindruck. Ein Lichtblick ist indes Arturo Vidal, der sich nach abgesessener Sperre aus der letzten Saison eindrucksvoll zurückmeldete.

- : Zwei Bayerntorhüter, jeweils im Wert von gut einer Millionen, keiner mit Stammplatzgarantie ausgestattet. Hier liegt Kapital brach, das woanders gut gebraucht werden könnte. Dem Team fehlt die Balance. Es ist zu befürchten, dass Rensing und das unkonstante Mittelfeld mit dem Hintern einreißen, was Sturm und Abwehr mit den Füßen aufbauen.

+ : Petric und Obasi sollten dafür sorgen, dass man in der Regel immer ein Tor zu bejubeln hat. Dem Nigerianer aus Hoffenheim wird eine große Saison vorausgesagt. Das Mittelfeld, die Schwachstelle des Teams besitzt gleichzeitig auch das größte Steigerungspotenatial, denn den jungen Gebhart und Ebert wird der nächste Schritt zugetraut und mit einem Kämpfer wie Vidal ist auch in Zukunft zu rechnen.

Prognose: Gelingt Manager Foabi eine elegante Lösung in der Torwartfrage und kann die Qualität im Mittelfeld erhöht werden, ist ein Platz unter den ersten Fünf nicht utopisch. Bei gutem Saisonverlauf ist Lokomotive Pietschens durchaus ein ernst zu nehmender Kandidat auf die vorderen Plätze. Ein wenig Substanz in der Breite wäre hierfür aber wohl noch nötig. Ein Platz im guten Mittelfeld ist mit dieser Mannschaft aber ohne weiteres möglich.

Fortuna Tote Hose

Der Topstar: Mesut Özil

Die Überraschung: Danijel Pranjic

Nachdem das Managerduo Thomas&Klaus Allofs in der letzten Saison mit ihrem „Projekt Werder“ baden ging, sehen wir nun bei den Düsseldorfern „Werder light“. Mit Mertesacker, Naldo, Özil und dem talentierten Moreno stehen diesmal Bremer Leistungsträger und erstmalig auch Spieler anderer Vereine im Team der Toten Hosen. Die Qualitäten eines Danijel Pranjic waren lange Zeit ungewiss, kam er doch aus der schwächeren holländischen Liga und soll bei Bayern die ehemals starke linke Seite beackern. An den ersten beiden Spieltagen zeigte er aber schon gute Leistungen und ist gesetzt im System des Bayertrainer van Gaals. Ein großes Fragezeichen steht hinter Millioneneinkauf Tymoschuk, der aktuell nur aufgrund einer Verletzung des Käpitäns van Bommel im Team ist. Eine Steigerung dürfte notwendig sein, um auch nach der Genesung des Holländers in der ersten Elf zu bleiben. Zum Saisonbeginn steht der Tabellendrittletzte der vergangenen Spielzeit sogar ohne Torwart da. Die ersten beiden Spieltage verliefen für FTH auch nicht zufriedenstellend, im Grunde hängt man wieder am Bremen-Tropf und hofft auf starke Leistungen der Werderaner.

- : Es ist nach dem Auftakt fast zu befürchten, dass Werder Bremen die nächste wackelige Saison spielt und damit sollten auch FTH viele Punkte verloren gehen. Das Mißverständnis Tymoschuk droht zum Millionengrab zu werden und der Sturm um Almeida und Moreno ist momentan nicht erstligatauglich. Leider haben die Gebrüder Allofs zu selten ein glückliches Händchen bei Transfers bewiesen (siehe Tymoschuk und Borowski).

+ : Der U-21-Europameister Özil ist ein Juwel und wird ein Punktegarant mit dem Potantial 150+ sein. Bereits an den ersten beiden Spieltagen trat er eindrucksvoll das schwere Erbe Diegos an. Wenn ein 20-jähriger einen Elfmeter schießt – wie am ersten Spieltag geschehen – und das obwohl mit Frings und Borowski erfahrene Kräfte auf dem Platz stehen, dann ist das schon ein beeindruckendes Signal für die Stellung des jungen Deutschtürken im Team. Die Youngsters Moreno und Pitroipa bringen Qualtität mit und sind nah dran an der ersten Elf, mehr aber momentan nicht.

Prognose: Eine Prognose stellt sich schwierig da, aber man muss davon ausgehen, dass die Bremer eine bessere Saison spielen und Tymoschuk bald seine strategischen Fähigkeiten auf der „6“ einbringt und dann dürften die Toten Hosen auch eine bessere Saison, als letztes Jahr spielen. Mehr als ein Platz in der unteren Tabellenhälfte scheint aber nicht drin zu sein, solange Bremen nicht zu alter Stärke findet.

BC Cuba Libero

Der Topstar: Lukas Podolski

Die Überraschung: Jiri Stajner

Nach Platzierungen im oberen Mittelfeld in den vergangenen beiden Spielzeiten, grüßen die Geistinger nun vom Tabellenende. Damit kann Manager Maibi nicht zufrieden sein, denn diese Saison hatte man sich eigentlich Großes vorgenommen. Bisher warfen die Millioneneinkäufe keine Rendite ab. Der Däne Kahlenberg ist verletzt und der Toptransfer Wichniarek enttäuschte an den ersten beiden Spieltagen. Ein Lichtblick ist Lukas Podolski, an dem der BC das vergangene Jahr stets festhielt. Der „Prinz vun Kölle“ zeigte am Wochenende eine starke Heimpremiere und dürfte, obwohl noch ohne Ligatreffer, bald zum Punktelieferanten werden. Ebenso freut sich Maibi über Jiri Stajner, der sich in einer mäßigen Hannoveraner Elf mit Torgefahr und Ballsicherheit abhebt. Des Weiteren verfügt man mit Frings, Schweinsteiger, Commper und Weidenfeller über zuverlässiges Personal, aber eben auch über zweitklassige Spieler, wie Noveski, Kobiashvilli und Marx. Bisher zeigte das Team insgesamt schlechte Leistungen und hat noch Luft nach oben. Man darf gespannt sein, wie Cuba Libero auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit reagiert.

- : Das Team hat eine schlechte Balance. 6-7 Leistungsträgern stehen 4-5 mäßige Spieler gegenüber. Schlechte Voraussetzungen, denn gute Erträge können durch Minuspunkte der schwächeren Garde zunichte gemacht werden. Der Toptransfer Wichniarek birgt ein gewisses Risiko, denn sollte dieser nicht bald ordentliche Leistungen zeigen, kann er schnell aus der ersten Elf verbannt werden und würde somit zum Millionengrab (jetzt bereits 5 Mio. Wertverlust!!!).

+ : Das Team bringt Potential mit, Podolski dürfte Manager Maibi noch Freude bereiten, Kahlenberg stellt eine Alternative beim Meister aus Wolfsburg dar und Marvin Commper und Roman Weidenfeller können sicherlich bessere Leistungen zeigen als bisher.

Prognose: Nach guten Endplatzierungen der letzten zwei Jahre wird der BC Cuba Libero nun kleinere Brötchen backen müssen. Die Geistinger werden wohl nicht auf dem letzten Platz bleiben, aber für große Sprünge wird es diese Saison nicht reichen. So wird die Struktur des Teams auch noch etwas verändert werden müssen, um nicht nur ums Tabellenende zu kämpfen und ein Platz im Mittelfeld wäre somit sicherlich als Erfolg zu bewerten.

FC Wodkay Martini

Der Topstar: Phillip Lahm

Die Überraschung: Maniche

Auf eine ordentlichen Debutsaison folgte die Katastrophensaison schlechthin bei den Martinis. Ein weit abgeschlagener letzter Platz soll sich so nicht mehr wiederholen. Dementsprechend beschäftigte sich Manager Kay auch schon Mitte der letzten Spielzeit mit der Kaderplanung für die Saison 2009/10. Unterstützt wurde er dabei indirekt durch seine Ligakollegen, die dies in einem Akt der Solidarität in dem Maße ermöglichten, als man einen niedrigen „salary cap“ beschloss. Allerdings hatte er bereits in der Vorbereitung Rückschläge hinzunehmen, als Sturmführer Frei den BVB und somit auch den FC Wodkay Martini Richtung Schweiz verließ. Bedauerlicherweise häuften sich auch wieder die Pannen, als der Manager es versäumte an den ersten beiden Spieltagen Ersatz für seine verletzten Torhüter zu akquirieren oder die Verpflichtung des sportinvaliden Schlaudraffs. Folgerichtig steht das Team auch aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz nach mäßigen Leistung an den ersten beiden Spieltagen. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme, denn mit dem Rumpfteam des vergangenen Jahres hat dieser Kader nicht mehr viel gemeinsam. Maniche scheint nach den ersten Eindrücken eine echte Verstärkung zu sein, die Rückkehr der rekonvaleszenten Novakovic und Bailly wird bald erwartet und Castro, Pinola, Mintal und Klose dürften auch solide punkten, wenngleich Letzterer auch um seinen Stammplatz bei den Bayern fürchten muss.

- : Verletze Leistungsträger zum Saisonstart kosten direkt wertvolle Punkte. Im Team befinden sich mit Franz, Klimowicz und Klose gleich drei als Stamm eingeplante Spieler, die zwischen Bank und Spielfeld zu pendeln drohen.

+ : Das Team hat eine gute Struktur und Balance zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, dementsprechend sind dieses Jahr keine Minuspunkteorgien zu erwarten. Kehren die Verletzten zurück, dann hat Manager Kay auch wieder mehr Punkte zu bejubeln. Das Mittelfeld ist mit Maniche, Azaouagh und Mintal enorm torgefährlich und dürfte das Prunkstück der Martinis werden.

Prognose: Die vergangene Saison wird sich nicht wiederholen, denn diese Mannschaft ist besser als letztes Jahr und auch besser als ihr momentaner Tabellenplatz es aussagt. DieKonkurrenz ist groß und es kommt auf Details an, aber ein Platz zwischen 5 und 8 ist drin sein und wer weiß: Vielleicht kann der FC Wodkay Martini sogar noch für eine Überraschung sorgen?!?

Ein Kommentar zu “Die Vereine im DLM-Test – Teil 1”

  1. Chris says:

    Deutscher Meister wird nur der ASC, nur der ASC, nur der ASC! :D

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