Feb 16

Das DLM-Pokalorakel – Rückblick I: Gewinner und Verlierer

Tag: ComunioChris @ 14:47

Da der Pokal ja erst in gut zehn Tagen startet, haben wir etwas Luft zum Durchatmen. Was war das für eine Dramatik in der Qualifikation! Viele Tickets wurden buchstäblich erst in letzter Minute gelöst: Platz sieben und 14 trennt so gerade mal ein mickriger Sieg. Wir blicken also auf eine spannende Pokalqualifikation zurück und sehen trotz des knappen Ergebnisses in den meisten Fällen würdige Qualifikanten.

So gab es Dominatoren, deren Weg fast ohne Unterbrechung ganz oben entlang führte. Eintracht Ruetz ist hier an erster Stelle zu nennen. Konnte die Fachwelt die ersten starken Spieltage der Eintracht noch als typisches Neulingsglück buchen, so wurde dies mit dem Sieg über den AS Chablis, der zu Saisonbeginn die Konkurrenz in der WHFL nach Belieben dominiert hatte, anders. Seit diesem Spiel gab die Eintracht die Tabellenführung nicht mehr ab und konnte die Qualifikation zur Champions League mit überragenden 16 Siegen schon am 18. Spieltag klar machen. Die große Konstanz ist das, was den Ruetz-Club vor allem auszeichnet und in der mit Hin- und Rückrunde sehr lang ausgespielten Champions League den Ausschlag geben könnte.

Die größte Steigerung konnte aber sicherlich Atletico Absinth verbuchen: Am 14. Spieltag dümpelte der Verein von Manager Bene noch auf dem 16. Platz herum mit Blick nach unten zur Goldenen Ananas. Offensichtlich konnte dann der Schalter umgelegt werden und mit sieben Siegen in Folge wäre Absinth beinahe noch in der Champions League gelandet. Da die Serie bisher noch nicht beendet ist, sieht man bei Atletico keinen Grund, pessimistisch in die Zukunft zu schauen. Auch wenn man am letzten Spieltag einen kleinen Leistungsrückschlag hinnehmen musste, glaubt man in Geistingen, dass sportlich im UEFA-Cup kein Weg an den Mannen von Bene vorbeiführt. So freut man sich vermutlich besonders auf die beiden Derbys gegen die KSG Laufenberg.

Doch auch Enttäuschungen mussten verdaut werden: Nur noch ein Schatten der vergangenen Saison – sozusagen der VfL Wolfsburg der WHFL – ist der amtierende Meister AS Rum. Holte Manager Dan the Man letzte Saison mit ganzen neun Comunio-Punkten Vorsprung denkbar glücklich am letzten Spieltag noch den Titel, so gibt es diese Saison weder in Liga und Pokal bisher viel zu gewinnen. Vier Niederlagen zum Auftakt und eine Serie von sieben Niederlagen im Herbst waren trotz zuletzt stabilisierter Leistungen zu viel. Am Ende rutschte Rum nur aufgrund der hohen Niederlage des FC Kölsch beim AS Chablis und der somit besseren Tordifferenz noch in den DFB-Pokal und konnte die Schmach der Goldenen Ananas vermeiden.

Eine weitere Enttäuschung – gemessen an gezeigter Arroganz und aus glorreicher Historie abgeleiter Ambition – ist in Sachen Pokal sicherlich der AS Chablis. Furios startete Chris Grand Crú in die Saison und glaubte, einfach nichts falsch machen zu können, da der Fußballgott jede seiner Handlungen abzusegnen schien – egal wie unsinnig sie zuerst schien. Doch nach der demütigenden Niederlage gegen Eintracht Ruetz fand der ASC im Pokal nicht mehr in die Spur vergangener Saisons, als man Titel souverän mit Kantersiegen herausspielte. Im Herbst dann die Krise mit vier Niederlagen in Folge und dem zwischenzeitlichen Tabellenplatz 15. Hektische Betriebsamkeit auf dem Transfermarkt folgte und die völlige Blamage konnte mit Glück und eher leichtem Restprogramm abgewendet werden, so dass man immerhin im UEFA-Cup antreten darf.

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