Jul 12 2010

Auslosung Viertelfinale Supremacy Nations Cup

Tag: MMOG, GamingChris @ 20:08

Die Glücksfee ist mir unbekannt, aber womöglich ist es ein gutes Omen: Denn wir sind direkt die ersten, die  gezogen werden: “Pony Slaystation”. Wir hatten uns in der zweiten Gruppenphase sehr deutlich gegen auf dem Papier aus starken Einzelspielern besetzte Gegner durchsetzen können und dabei sogar in unseren isolierten Positionen (Italien!) kaum Provinzen eingebüßt dank sehr guten Zusammenspiels.

Bei unserem Gegner “Indremissionske supremacy kammerater” war es offensichtlich knapper, was aber auch für die Qualität seiner Gruppe sprechen mag. Mittwoch ist “Anpfiff”, drückt uns die Daumen oder setzt Eure Tintenfische in den richtigen Kasten. :-)

Update: Die Partie ist schon erstellt, startet aber eben erst Mittwoch. Wir kontrollieren Osmanisches Reich, Marokko, Spanien, Österreich-Ungarn und Schweden. Da haben wir sehr viel Glück gehabt und es gilt, diese Blockposition nun auszunutzen, um in 20 Tagen ins Halbfinale einziehen zu können.


Jul 09 2010

Vertrag kommt von Vertragen!

Tag: MMOG, GamingChris @ 17:33

Wir bei Pfirsich Glyphen ™ nehmen unsere Kunden ernst. Wir wollen immer das beste Produkt zum bestmöglichen und niedrigsten Preis im Auktionshaus anbieten. Daher veröffentlichen wir hier eine Kundenbeschwerde von “L2P Nap” alias “Gohalainn”. Der Absender hegt offenbar Zweifel an der geistigen Gesundheit von Pfirsich Glyphen ™ und kritisiert die Preisgestaltung, da er lieber auf “Billigmats” zurückgreifen würde. Diese konstruktive Kritik verbindet er mit der Aufforderung, sich an Konkurrenz zu orientieren.

Pfirsich Glyphen ™ vertritt den offenen Dialog mit den Kunden. Ein weiterer Schritt unserer transparenten Serviceorientierung auf dem stetigen Weg der Verbesserung von Produkt und Leistungen.

glyphen_klatsche


Jun 22 2010

Kinderhymne

Tag: AllgemeinChris @ 22:24

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.

Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s.
Und das liebste mag’s uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.

Bertolt Brecht


Feb 16 2010

Das DLM-Pokalorakel – Rückblick I: Gewinner und Verlierer

Tag: ComunioChris @ 14:47

Da der Pokal ja erst in gut zehn Tagen startet, haben wir etwas Luft zum Durchatmen. Was war das für eine Dramatik in der Qualifikation! Viele Tickets wurden buchstäblich erst in letzter Minute gelöst: Platz sieben und 14 trennt so gerade mal ein mickriger Sieg. Wir blicken also auf eine spannende Pokalqualifikation zurück und sehen trotz des knappen Ergebnisses in den meisten Fällen würdige Qualifikanten.

So gab es Dominatoren, deren Weg fast ohne Unterbrechung ganz oben entlang führte. Eintracht Ruetz ist hier an erster Stelle zu nennen. Konnte die Fachwelt die ersten starken Spieltage der Eintracht noch als typisches Neulingsglück buchen, so wurde dies mit dem Sieg über den AS Chablis, der zu Saisonbeginn die Konkurrenz in der WHFL nach Belieben dominiert hatte, anders. Seit diesem Spiel gab die Eintracht die Tabellenführung nicht mehr ab und konnte die Qualifikation zur Champions League mit überragenden 16 Siegen schon am 18. Spieltag klar machen. Die große Konstanz ist das, was den Ruetz-Club vor allem auszeichnet und in der mit Hin- und Rückrunde sehr lang ausgespielten Champions League den Ausschlag geben könnte.

Die größte Steigerung konnte aber sicherlich Atletico Absinth verbuchen: Am 14. Spieltag dümpelte der Verein von Manager Bene noch auf dem 16. Platz herum mit Blick nach unten zur Goldenen Ananas. Offensichtlich konnte dann der Schalter umgelegt werden und mit sieben Siegen in Folge wäre Absinth beinahe noch in der Champions League gelandet. Da die Serie bisher noch nicht beendet ist, sieht man bei Atletico keinen Grund, pessimistisch in die Zukunft zu schauen. Auch wenn man am letzten Spieltag einen kleinen Leistungsrückschlag hinnehmen musste, glaubt man in Geistingen, dass sportlich im UEFA-Cup kein Weg an den Mannen von Bene vorbeiführt. So freut man sich vermutlich besonders auf die beiden Derbys gegen die KSG Laufenberg.

Doch auch Enttäuschungen mussten verdaut werden: Nur noch ein Schatten der vergangenen Saison – sozusagen der VfL Wolfsburg der WHFL – ist der amtierende Meister AS Rum. Holte Manager Dan the Man letzte Saison mit ganzen neun Comunio-Punkten Vorsprung denkbar glücklich am letzten Spieltag noch den Titel, so gibt es diese Saison weder in Liga und Pokal bisher viel zu gewinnen. Vier Niederlagen zum Auftakt und eine Serie von sieben Niederlagen im Herbst waren trotz zuletzt stabilisierter Leistungen zu viel. Am Ende rutschte Rum nur aufgrund der hohen Niederlage des FC Kölsch beim AS Chablis und der somit besseren Tordifferenz noch in den DFB-Pokal und konnte die Schmach der Goldenen Ananas vermeiden.

Eine weitere Enttäuschung – gemessen an gezeigter Arroganz und aus glorreicher Historie abgeleiter Ambition – ist in Sachen Pokal sicherlich der AS Chablis. Furios startete Chris Grand Crú in die Saison und glaubte, einfach nichts falsch machen zu können, da der Fußballgott jede seiner Handlungen abzusegnen schien – egal wie unsinnig sie zuerst schien. Doch nach der demütigenden Niederlage gegen Eintracht Ruetz fand der ASC im Pokal nicht mehr in die Spur vergangener Saisons, als man Titel souverän mit Kantersiegen herausspielte. Im Herbst dann die Krise mit vier Niederlagen in Folge und dem zwischenzeitlichen Tabellenplatz 15. Hektische Betriebsamkeit auf dem Transfermarkt folgte und die völlige Blamage konnte mit Glück und eher leichtem Restprogramm abgewendet werden, so dass man immerhin im UEFA-Cup antreten darf.


Jan 12 2010

Grand Crú verzweifelt

Tag: ComunioChris @ 15:07

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, ist Chris Grand Crú völlig verzweifelt. Den selbsternannten erfolgreichsten Manager der WHFL1 ereilte bekanntlich (DLM berichtete) im Sommer beim Diebstahl der erbettelten Tageseinnahmen eines Bonner Obdachlosen eine Sinnkrise, dem ein Paradigmenwechsel in der chablinesischen Finanzpolitik folgte: Die Millionen seien nicht länger im Weinkeller zu horten, sondern mit vollen Händen unter das Volk zu bringen, um Armut zu bekämpfen, den Erfolgsclub zu schwächen und die Wettbewerber zu stärken.

Das Projekt gelang nur teilweise. Zwar hielt der AS Chablis nun Einzug in das Guiness Buch der Rekorde durch den teuersten Transfer während der Saison und mehr als 20 verschwendete Millionen Euro an verletzte und überteuerte Spieler. Doch trotz all dieser durchdachten Maßnahmen zur eigenen Schwächung und damit Stärkung der Konkurrenz, ist der Club aus dem Burgund immer noch auf Tabellenplatz Eins.

Grand Crú kann sich das einfach nicht erklären und ließ unter Tränen verlauten: “Sind die anderen etwa noch schlechter als wir? Was soll ich denn noch machen, um zu verlieren?” Zufrieden zeigte sich der Manager lediglich mit dem Geschehen im Pokal, denn dort ist die Champions League für den ASC nur schwerlich noch aus eigener Kraft zu erreichen.


Nov 13 2009

Warum Stefan Kießling wieder bei Chablis spielt…

Tag: AllgemeinChris @ 12:50

In einen Transfer hineinsteigern – oder: “Der Donnerstag des dümmsten Millionenverbrenners der Welt”:

8:17 Uhr: Erstes Einloggen. Hmpf, morgen geht ja der Kießling weg…aber ich kann ihn mir einfach nicht leisten. Super Tausch da mit Dzeko, irgendwie hat mich das Glück verlassen.

10:49 Uhr: Ich ertrage es nicht, wenn der Kießling dann bei irgendeinem von den anderen knipst. Mal den Pete anrufen und um Rat fragen. Hmpf, geht nicht dran.

12:37 Uhr: Salihovic und Westermann bringen eh nicht das, was ich mir erhofft habe, auch von den Punkten pro Spiel wäre das kein übler Tausch. Kann ich ja locker mal 13 Mio. € mitbieten, vielleicht habe ich ja Glück und es reicht.

14:21 Uhr: Nochmal Pete anrufen, jemand anderes kann ich nicht befragen, die bieten bestimmt alle mit. Ist auch meiner Meinung. Salihovic+Westermann=Kießling. Kann dann 14,5 Mio. € bieten. Wenn das nicht reicht, ist er eh zu teuer. Andererseits sagt er, dass er ja auch ein Zeichen gesetzt hätte bei Pizarro.

17:33 Uhr: Aber wenn dann doch jemand mehr bietet? Der Kießling wird doch dann Torschützenkönig. 100%. Und wahrscheinlich knackt er auch noch den Rekord vom Gerd Müller. 15 Mio. € müssen es schon sein.

22:27 Uhr: Ein Hoch auf den halbtrockenen 2007er Riesling aus Altenahr, auch wenn wir den ja auf dem ROTweinwanderweg gekauft haben.

0:43 Uhr: Pete hat also ein Zeichen gesetzt, soso. Wieviel hat er denn bezahlt? Natürlich wieder die 007 am Ende. Kann der große AS Chablis das auf sich sitzen lassen? Naja, bieten wir mal knapp 16 Mio. €, dann ist noch was übrig und muss doch reichen.

1:15: Hmm, mit Salihovic und Sahin komme ich ja locker an die 19 Mio. ran. Aber das ist doch viel zu viel!?! Mit 17 Mio. € bin ich ja wohl auf der sicheren Seite.

1:17: Ach, das Spiel heißt Risiko! Außerdem hat Kleckern noch nie was gebracht und zum Saisonende ist ers ja locker wieder wert: 18.057.008€! Gute Nacht.


Nov 11 2009

Was lange währt…

Tag: AllgemeinChris @ 07:42

…wird endlich sichtbar. Wem es nicht aufgefallen ist: Rechts findet sich jetzt der im Forum so lange angemahnte bis ultimativ geforderte TS-Viewer. Leider noch als werbeversehener Drittcode von TSViewer.com. Das soll den wirklich einfachen und guten Service der Seite nicht schmälern, die wirklich so simpel gut aufbereitet und erklärt, dass sogar ein Programmierlegastheniker wie ich das per Kopieren&Einfügen benutzen konnte. Vielen Dank dafür! Jedoch wäre mir dennoch ein Widget irgendwie lieber gewesen, funktionierte aber aus unerfindlichen Gründen nicht.

Aber ich denke, dass es so seine Funktion erfüllt, dem Wunsch nach Stalking der TS-Nutzer nachkommt und gleichzeitig den Zugriff auf unseren Server verbessert. Würde mich freuen, wenn wir da in Zukunft ein wenig mehr Verkehr produzieren als in den letzten Monaten, damit 4players.de sich nicht an unserer Miete allein gesundstößt.


Okt 11 2009

Das Leistungsprinzip

Tag: Allgemein,ComunioChris @ 13:14

Aufgrund der Zeitverschiebung gegenüber Moskau ließen sich Abendgestaltung und TV-Fußball zur Abwechslung mal gut verbinden. Somit bot sich die Gelegenheit, der deutschen Fußballnationalmannschaft mal wieder bei ihren Taten zuzusehen. WM-Qualifikation, Auswärtsspiel in Russland. Erster gegen Zweiter, ein Punkt Abstand, vorletzter Spieltag. Wie gemalt für dramatische mediale Zuspitzung: Ein echtes “Endspiel” um die Qualifikation. So weit, so Fußballherz. Dazu noch Nebenkriegsschauplätze um Nachteil Kunstrasen (= Grätschen mit Brandwunden), Putin und Medwedew mit Russland-Schals in der Loge und Erinnerungen in der Presse an den “Tag des Sieges” (über Deutschland 1945). So weit, so Zoon Politikon.

Darum soll es hier aber nicht gehen, schließlich wird das ja mehr und mehr zum Comunio-Blog im Zeichen des großen AS Chablis. Die “Weinerlichen” waren immerhin auch auf dem Platz vertreten: Heiko Westermann verrichtete seine Arbeit als Innenverteidiger meist gut, manchmal zum Haareraufen. So wie seine Saison eben bisher auch läuft. Doch in der Nationalelf seit der Event-Ägide eines Klinsmann (“Jeden Tag ein bißchen besser!”) regieren ja reine Leistungskriterien.

Doch manchmal verstehe ich diese “Leistungs”kriterien der Nationalmannschaft nicht. Prinzipiell soll also erstmals oder wieder nominiert werden, wer im Vereinszusammenhang “Leistung” erbringt. Wer schon Nationalspieler ist, bei dem kommt auch die Leistung im nationalen Trikot mit in die Wertung. So weit, so verständlich. Dann gibt es noch disziplinarische Nebenkriegsschauplätze (Abhau-Kuranyi, Medien-Frings, Ohrfeigen-Poldi), die leistungsmindernd…ähh…nominierungshemmend wirken können. So weit, so auch noch irgendwie nachvollziehbar.

Doch am schönsten ist doch die Einzelfallstudie: Ein Jeróme Boateng spielt eine herausragende U21-Europameisterschaft und auch in der Bundesliga beim Hamburger Sportverein durchaus überdurchschnittlich als Innenverteidiger. Dann macht er noch ein mehr oder minder gurkiges Spiel als defensiver Mittelfeldspieler und spielt eine wirklich überragende Halbzeit als Außenverteidiger gegen den FC Bayern München, wo er dem durchaus mit Weltklasse assoziierten Franck Ribery den Zahn zieht und zu einer lustlos kickenden Diva degradiert. Der junge Herr Boateng ist also durchaus zu guten Leistungen fähig, den Nachweis erbringt er aber erst seit dieser Saison und das zu 90% auf der Position des Innenverteidigers.

Nun ein kleiner Schwenk auf den gestrigen Abend. Aufstellung Deutschland: Boateng als Außenverteidiger, ganz klar gegen den – durchaus mit Weltklasse assoziierten – Andrei Arshawin gerichtet. …und glänzt mit unterirdischem Stellungsspiel, wird aber in der Pause trotz gelb und klaren Mängeln in der Defensive nicht rausgenommen obwohl man mit Beck durchaus genauso schlechten/guten Ersatz hätte. Und ein Stefan Kießling ist trotz Führung in der Torjägerliste nicht einmal im Kader, von erster Elf wollen wir ja gar nicht reden. Dafür sitzt die ganze formlose Schwabenfraktion (Cacau, Hitzlsperger, Khedira) auf der Bank und umgibt unseren Bundesschwaben mit vertrautem Dialekt. Trainiert da jemand die schwäbisch-badische Nationalelf? War uns ein Bundestrainer Klinsmann in Kalifornien noch zu weit weg, wohnt uns dieser dann jetzt deutlich zu nah in einer Gegend?

Nicht dass ich was dagegen hätte, dass meine Jungs zuhause trainieren und so weniger verletzungsgefährdet sind. Ich verstehe nur die Logik dahinter nicht, wenn bei dem einen (Boateng) eine klasse U21-EM und eine gute Saison vorwiegend als INNENverteidiger für die Stammelf reichen, beim anderen (Kießling) eine bärenstarke Quote aber nichtmal für eine Nominierung. Mit der hanebüchenen Begründung der nicht nachgewiesenen Konstanz. Führt zweierlei bis vielerlei Maß zu Maßlosigkeit?


Okt 04 2009

“Heimspiel in München…”

Tag: AllgemeinChris @ 10:46

gomez_wiesnMünchen – Der Verkauf von Epallé, Bruggink und Co., um Gomez zu finanzieren, hat sich für den AS Chablis bisher nicht so recht ausgezahlt. 30 Punkte in zwei Spieltagen verloren. So schmeckt die vergeigte Meisterschaftschance.

Nach gestern frage ich mich auch, ob Louis van Gaal tatsächlich so viel mehr Ahnung vom Fußball hat als wir interessierte Laien. Das heilige 4-3-3 ließ sich ja von unseren Plätzen sehr gut beobachten. Ein Sosa darf da eine Halbzeit rumstolpern, Ribery kriegt seine Wut, weil Braafheid nie die Linie besetzt und nachrückt, wenn er mit dem Ball auf drei Kölner zurannte. Und wirklich gute Angreifer wie Olic, Gomez, Klose und auch meinetwegen Toni kriegen fröhlich Selbstbewusstsein, Spielzeit und Rhythmus aus- und eingewechselt. Olic ist der nächste, der sich drüber freut:

“Vielleicht macht es die Stürmer nervös, wenn sie nicht treffen und auf der Bank landen.“

Ergebnis ist Egozockerei vorne drin, wo Klose kläglich vergibt statt mal die Pille abzulegen, Gomez Schiss vor jedem Ball (und möglichen Fehler) hat und an Fünfmeterpässen scheitert, während Olic sich dreimal festrennt und Eckfahnen umgrätscht. Letztes Jahr unter Klinsmann stand der FC Bayern München zu dieser Zeit ähnlich “gut” da bei 70 Mio. € mehr auf dem Konto. Wenn in einem Spiel Bastian Schweinsteiger noch der beste Akteur ist, sagt das doch alles.

Aber ich bin ja nicht der einzige, bei dem einer der beiden vermeintlichen Topstürmer groß aufspielt und der andere Sorgen macht:

Grafite: „Ich habe eine Geschichte in diesem Verein. Ich bin keine 20 mehr. Ich glaube, ich habe ein bisschen mehr Respekt verdient“

Ansonsten willkommen zurück an mich selbst und unsere anderen Wiesnfreunde, die beim “Heimspiel in München” dabei waren. Kein Torschuss, 10% Ballbesitz, fünfmal über der Mittellinie, ein Punkt. Erster Fußball-Club Köln. *gröl*


Sep 25 2009

“Mario wird den Unterschied machen!”

Tag: ComunioChris @ 12:59

Das große Interview mit Chris Grand Crú über teure Transferflops, die Dominanz in der Liga und Umstellungen auch in Zeiten des Erfolgs.

DLM: Herr Grand Crú, über 60 Punkte Vorsprung in der Liga, bester Saisonstart der WHFL-Geschichte, im Pokal klar auf Champions-League-Kurs. Stimmen Sie mir zu, dass der AS Chablis hervorragend dasteht.

Grand Crú: Sicher, der Start war glänzend. Aber die letzten beiden Spieltage haben die Verhältnisse doch wieder etwas zurechtgerückt.

DLM: Bitte? Aber der Vorsprung ist doch konstant geblieben trotz schwächerer Spieltage.

Grand Crú: Der Eindruck täuscht, die Konkurrenz ist nur noch näher zusammengerückt bei der Verfolgung. Einfacher wird es dadurch nicht. Und im Pokal sind wir über den ersten dicken Brocken, Eintracht Ruetz, auch prompt gestolpert. Wir sind keine Übermannschaft, alle Experten haben uns ja vor der Saison auch ein schweres Jahr prophezeit. Nicht zuletzt aufgrund des unterdurchschnittlichen Spielerdrafts zum Saisonstart.

DLM: Inzwischen sind diese Experten vermutlich etwas anderer Ansicht. Der ASC hat 14 Tore in sechs Spielen erzielt!

Grand Crú: Ja, die Offensive macht uns im Moment viel Freude. Auch dass nicht alle Last auf Stefan ruht, das hat ihn letzte Saison überfordert, stimmt mich froh.

DLM: Dennoch haben Sie nun für über 11,5 Mio. € Mario Gomez verpflichtet und mussten dafür drei Spieler abgeben. Die richtige Entscheidung, den traditionell breiten Kader des ASC zugunsten eines Stars aufzugeben? Eines Stars, der nicht in Topform ist!

Grand Crú: In Topform wäre er entweder unbezahlbar oder die Konkurrez hätte mitgeboten. Und mit Sebastian Kehl ging ein Spieler, der viel für Chablis geleistet hat; in der vergangenen Saison. Solch ein Abschied ist immer bitter, aber wir befinden uns hier im Berufsfußball und für den Erfolg müssen auch harte Entscheidungen getroffen werden. Wir haben Sebastian letztes Jahr den Rücken gestärkt als er lange verletzt war und dies diese Saison so lange wie möglich wiederholt. Es ist ja womöglich kein Abschied für immer.

DLM: Kehl beiseite: Mit Joel Epallé und Ioannis Amanatidis gingen 33 im Austausch gegen elf Punkte eines Mario Gomez.

Grand Crú: Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir wollten unser Team noch verjüngen, am liebsten mit deutschen Nationalspielern. Und den Zeitpunkt kann man sich nunmal nicht aussuchen, an dem ein Mario Gomez auf den Markt kommt. Der Transfer ist insofern auch ein Vorgriff auf die nächste Saison. Spätestens dann wird Mario den Unterschied machen. Das haben wir ja letzte Saison leidvoll erfahren müssen, als wir die Meisterschaft aufgrund unseres Angriffs am letzten Spieltag verspielten.

DLM: Mit über 60 Punkten Vorsprung in dieser Saison wollen Sie also erst nächstes Jahr Meister werden?

Grand Crú: (lacht) Der geschätzte Kollege aus Maitailand, Pete Barhocker, hat mich mal zum Meister der Tiefstapelei erklärt. Nun, natürlich wollen wir auch dieses Jahr so lange wie möglich oben bleiben und haben die beste Ausgangsposition. Diese gilt es zu nutzen und den Vorsprung Spieltag für Spieltag zu verteidigen. Aber nach zwei sehr erfolgreichen Saisons wollten wir eine Verjüngung und einen Umbruch. Sowas geht nicht in sechs Spieltagen.

DLM: Ein teurer Umbruch. Sie gaben für verletzte Spieler wie Baljak, Jones und Helmes fast 13 Mio. € aus, ohne dass diese auch nur einen Punkt beigesteuert hätten. Das ist mehr als ein Gomez!

Grand Crú: Dass Srdan nebenbei an seinem Traum vom Tour-de-France-Sieg arbeitet und dabei vom Rad fällt, war uns bei Verpflichtung nicht bekannt. Die beiden anderen werden wiederkommen, wobei Jermaine natürlich dem bei Verpflichtung prognostizierten Zeitplan zwei Monate hinterherhinkt.

DLM: Dazu kommt, dass abgegebene Spieler wie Pitroipa, Elson und Idrissou sich als erstaunlich treffsicher bei ihren neuen Vereinen erwiesen haben. Die Transferpolitik des ASC wirkt dieses Jahr sehr unglücklich.

Grand Crú: Der Tausch von Pitroipa gegen Bruggink hat sich in der Tat bisher nicht ausgezahlt. Von Arnold muss mehr kommen, für Chablis reicht diese Leistung noch nicht, um dauerhaft glücklich zu werden. Elson hat immer ein Sensationsspiel pro Jahr, darauf kann kein Verein warten. Idrissou wurde verkauft, um Helmes zu finanzieren, da wir glauben, dass Patrick noch mehr Punkte holen wird als Idrissou bei Maitailand. Und vergessen Sie André Schürrle nicht!

DLM: Man könnte sagen: Auch ein blindes Huhn, findet mal ein Korn.

Grand Crú: Das werden wir wohl frühestens am Ende der Saison vernünftig bewerten können. Wir hatten jedenfalls nicht das Gefühl, in der letzten Hinrunde mit unserer Politik der ruhigen Hand besonders gut gefahren zu sein und wollten nach – auch für uns überraschend – gutem Saisonstart neue Reizpunkte setzen. Wir werden ja nicht schwächer, wenn Jones und Helmes zurückkommen.

DLM: Apropos schwach: Die Defensive schwächelt im Vergleich zur Offensive.

Grand Crú: Diegos rote Karte kostet uns 15-20 Punkte, ja. Offensichtlich wird uns jedes Jahr irgendein Diego vom Platz gestellt, daran haben wir uns gewöhnt. Heiko ist natürlich noch nicht in der Verfassung der letzten Saison. Allerdings führt er auch eine komplett neue Defensive mit teils sehr jungen Spielern. Das Zusammenspiel mit Naldo und Mathijsen letztes Jahr kann dafür kein Maßstab sein, das war die beste Abwehr, die je in der WHFL zusammengespielt hat. Aber wir sind mit den Leistungen von Dennis, Christian und Andreas vollauf zufrieden.

DLM: Zufrieden können Sie auch mit Stefan Kießling und Nuri Sahin sein.

Grand Crú: Auch wenn ich aus ästhetischen Gründen froh bin, dass der Nowitzki-Gedächtnis-Flaum nun ab ist: Stefan spielt eine überragende Runde bisher. Wir hoffen, dass er diese Form länger als in der letzten Saison halten kann. So einen Einbruch möchte ich kein zweites Mal erleben müssen. Nuri spielt das, was er kann: Schnelligkeit, Torgefahr, gutes Auge und Passgenauigkeit machen ihn jetzt schon zu einem außergewöhnlichen Mittefeldspieler. Das Tor wird ihm sicher noch einen Schub geben, um sein Top-Form zu erreichen. An Nuri werden wir noch viel Freude in den kommenden Jahren haben, wenn er weiter so hart an sich arbeitet.

DLM: Herr Grand Crú, vielen Dank für das Gespräch.


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