Nov 11 2009

Was lange währt…

Tag: AllgemeinChris @ 07:42

…wird endlich sichtbar. Wem es nicht aufgefallen ist: Rechts findet sich jetzt der im Forum so lange angemahnte bis ultimativ geforderte TS-Viewer. Leider noch als werbeversehener Drittcode von TSViewer.com. Das soll den wirklich einfachen und guten Service der Seite nicht schmälern, die wirklich so simpel gut aufbereitet und erklärt, dass sogar ein Programmierlegastheniker wie ich das per Kopieren&Einfügen benutzen konnte. Vielen Dank dafür! Jedoch wäre mir dennoch ein Widget irgendwie lieber gewesen, funktionierte aber aus unerfindlichen Gründen nicht.

Aber ich denke, dass es so seine Funktion erfüllt, dem Wunsch nach Stalking der TS-Nutzer nachkommt und gleichzeitig den Zugriff auf unseren Server verbessert. Würde mich freuen, wenn wir da in Zukunft ein wenig mehr Verkehr produzieren als in den letzten Monaten, damit 4players.de sich nicht an unserer Miete allein gesundstößt.


Okt 11 2009

Das Leistungsprinzip

Tag: Allgemein,ComunioChris @ 13:14

Aufgrund der Zeitverschiebung gegenüber Moskau ließen sich Abendgestaltung und TV-Fußball zur Abwechslung mal gut verbinden. Somit bot sich die Gelegenheit, der deutschen Fußballnationalmannschaft mal wieder bei ihren Taten zuzusehen. WM-Qualifikation, Auswärtsspiel in Russland. Erster gegen Zweiter, ein Punkt Abstand, vorletzter Spieltag. Wie gemalt für dramatische mediale Zuspitzung: Ein echtes “Endspiel” um die Qualifikation. So weit, so Fußballherz. Dazu noch Nebenkriegsschauplätze um Nachteil Kunstrasen (= Grätschen mit Brandwunden), Putin und Medwedew mit Russland-Schals in der Loge und Erinnerungen in der Presse an den “Tag des Sieges” (über Deutschland 1945). So weit, so Zoon Politikon.

Darum soll es hier aber nicht gehen, schließlich wird das ja mehr und mehr zum Comunio-Blog im Zeichen des großen AS Chablis. Die “Weinerlichen” waren immerhin auch auf dem Platz vertreten: Heiko Westermann verrichtete seine Arbeit als Innenverteidiger meist gut, manchmal zum Haareraufen. So wie seine Saison eben bisher auch läuft. Doch in der Nationalelf seit der Event-Ägide eines Klinsmann (“Jeden Tag ein bißchen besser!”) regieren ja reine Leistungskriterien.

Doch manchmal verstehe ich diese “Leistungs”kriterien der Nationalmannschaft nicht. Prinzipiell soll also erstmals oder wieder nominiert werden, wer im Vereinszusammenhang “Leistung” erbringt. Wer schon Nationalspieler ist, bei dem kommt auch die Leistung im nationalen Trikot mit in die Wertung. So weit, so verständlich. Dann gibt es noch disziplinarische Nebenkriegsschauplätze (Abhau-Kuranyi, Medien-Frings, Ohrfeigen-Poldi), die leistungsmindernd…ähh…nominierungshemmend wirken können. So weit, so auch noch irgendwie nachvollziehbar.

Doch am schönsten ist doch die Einzelfallstudie: Ein Jeróme Boateng spielt eine herausragende U21-Europameisterschaft und auch in der Bundesliga beim Hamburger Sportverein durchaus überdurchschnittlich als Innenverteidiger. Dann macht er noch ein mehr oder minder gurkiges Spiel als defensiver Mittelfeldspieler und spielt eine wirklich überragende Halbzeit als Außenverteidiger gegen den FC Bayern München, wo er dem durchaus mit Weltklasse assoziierten Franck Ribery den Zahn zieht und zu einer lustlos kickenden Diva degradiert. Der junge Herr Boateng ist also durchaus zu guten Leistungen fähig, den Nachweis erbringt er aber erst seit dieser Saison und das zu 90% auf der Position des Innenverteidigers.

Nun ein kleiner Schwenk auf den gestrigen Abend. Aufstellung Deutschland: Boateng als Außenverteidiger, ganz klar gegen den – durchaus mit Weltklasse assoziierten – Andrei Arshawin gerichtet. …und glänzt mit unterirdischem Stellungsspiel, wird aber in der Pause trotz gelb und klaren Mängeln in der Defensive nicht rausgenommen obwohl man mit Beck durchaus genauso schlechten/guten Ersatz hätte. Und ein Stefan Kießling ist trotz Führung in der Torjägerliste nicht einmal im Kader, von erster Elf wollen wir ja gar nicht reden. Dafür sitzt die ganze formlose Schwabenfraktion (Cacau, Hitzlsperger, Khedira) auf der Bank und umgibt unseren Bundesschwaben mit vertrautem Dialekt. Trainiert da jemand die schwäbisch-badische Nationalelf? War uns ein Bundestrainer Klinsmann in Kalifornien noch zu weit weg, wohnt uns dieser dann jetzt deutlich zu nah in einer Gegend?

Nicht dass ich was dagegen hätte, dass meine Jungs zuhause trainieren und so weniger verletzungsgefährdet sind. Ich verstehe nur die Logik dahinter nicht, wenn bei dem einen (Boateng) eine klasse U21-EM und eine gute Saison vorwiegend als INNENverteidiger für die Stammelf reichen, beim anderen (Kießling) eine bärenstarke Quote aber nichtmal für eine Nominierung. Mit der hanebüchenen Begründung der nicht nachgewiesenen Konstanz. Führt zweierlei bis vielerlei Maß zu Maßlosigkeit?


Okt 04 2009

“Heimspiel in München…”

Tag: AllgemeinChris @ 10:46

gomez_wiesnMünchen – Der Verkauf von Epallé, Bruggink und Co., um Gomez zu finanzieren, hat sich für den AS Chablis bisher nicht so recht ausgezahlt. 30 Punkte in zwei Spieltagen verloren. So schmeckt die vergeigte Meisterschaftschance.

Nach gestern frage ich mich auch, ob Louis van Gaal tatsächlich so viel mehr Ahnung vom Fußball hat als wir interessierte Laien. Das heilige 4-3-3 ließ sich ja von unseren Plätzen sehr gut beobachten. Ein Sosa darf da eine Halbzeit rumstolpern, Ribery kriegt seine Wut, weil Braafheid nie die Linie besetzt und nachrückt, wenn er mit dem Ball auf drei Kölner zurannte. Und wirklich gute Angreifer wie Olic, Gomez, Klose und auch meinetwegen Toni kriegen fröhlich Selbstbewusstsein, Spielzeit und Rhythmus aus- und eingewechselt. Olic ist der nächste, der sich drüber freut:

“Vielleicht macht es die Stürmer nervös, wenn sie nicht treffen und auf der Bank landen.“

Ergebnis ist Egozockerei vorne drin, wo Klose kläglich vergibt statt mal die Pille abzulegen, Gomez Schiss vor jedem Ball (und möglichen Fehler) hat und an Fünfmeterpässen scheitert, während Olic sich dreimal festrennt und Eckfahnen umgrätscht. Letztes Jahr unter Klinsmann stand der FC Bayern München zu dieser Zeit ähnlich “gut” da bei 70 Mio. € mehr auf dem Konto. Wenn in einem Spiel Bastian Schweinsteiger noch der beste Akteur ist, sagt das doch alles.

Aber ich bin ja nicht der einzige, bei dem einer der beiden vermeintlichen Topstürmer groß aufspielt und der andere Sorgen macht:

Grafite: „Ich habe eine Geschichte in diesem Verein. Ich bin keine 20 mehr. Ich glaube, ich habe ein bisschen mehr Respekt verdient“

Ansonsten willkommen zurück an mich selbst und unsere anderen Wiesnfreunde, die beim “Heimspiel in München” dabei waren. Kein Torschuss, 10% Ballbesitz, fünfmal über der Mittellinie, ein Punkt. Erster Fußball-Club Köln. *gröl*


Sep 25 2009

“Mario wird den Unterschied machen!”

Tag: ComunioChris @ 12:59

Das große Interview mit Chris Grand Crú über teure Transferflops, die Dominanz in der Liga und Umstellungen auch in Zeiten des Erfolgs.

DLM: Herr Grand Crú, über 60 Punkte Vorsprung in der Liga, bester Saisonstart der WHFL-Geschichte, im Pokal klar auf Champions-League-Kurs. Stimmen Sie mir zu, dass der AS Chablis hervorragend dasteht.

Grand Crú: Sicher, der Start war glänzend. Aber die letzten beiden Spieltage haben die Verhältnisse doch wieder etwas zurechtgerückt.

DLM: Bitte? Aber der Vorsprung ist doch konstant geblieben trotz schwächerer Spieltage.

Grand Crú: Der Eindruck täuscht, die Konkurrenz ist nur noch näher zusammengerückt bei der Verfolgung. Einfacher wird es dadurch nicht. Und im Pokal sind wir über den ersten dicken Brocken, Eintracht Ruetz, auch prompt gestolpert. Wir sind keine Übermannschaft, alle Experten haben uns ja vor der Saison auch ein schweres Jahr prophezeit. Nicht zuletzt aufgrund des unterdurchschnittlichen Spielerdrafts zum Saisonstart.

DLM: Inzwischen sind diese Experten vermutlich etwas anderer Ansicht. Der ASC hat 14 Tore in sechs Spielen erzielt!

Grand Crú: Ja, die Offensive macht uns im Moment viel Freude. Auch dass nicht alle Last auf Stefan ruht, das hat ihn letzte Saison überfordert, stimmt mich froh.

DLM: Dennoch haben Sie nun für über 11,5 Mio. € Mario Gomez verpflichtet und mussten dafür drei Spieler abgeben. Die richtige Entscheidung, den traditionell breiten Kader des ASC zugunsten eines Stars aufzugeben? Eines Stars, der nicht in Topform ist!

Grand Crú: In Topform wäre er entweder unbezahlbar oder die Konkurrez hätte mitgeboten. Und mit Sebastian Kehl ging ein Spieler, der viel für Chablis geleistet hat; in der vergangenen Saison. Solch ein Abschied ist immer bitter, aber wir befinden uns hier im Berufsfußball und für den Erfolg müssen auch harte Entscheidungen getroffen werden. Wir haben Sebastian letztes Jahr den Rücken gestärkt als er lange verletzt war und dies diese Saison so lange wie möglich wiederholt. Es ist ja womöglich kein Abschied für immer.

DLM: Kehl beiseite: Mit Joel Epallé und Ioannis Amanatidis gingen 33 im Austausch gegen elf Punkte eines Mario Gomez.

Grand Crú: Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir wollten unser Team noch verjüngen, am liebsten mit deutschen Nationalspielern. Und den Zeitpunkt kann man sich nunmal nicht aussuchen, an dem ein Mario Gomez auf den Markt kommt. Der Transfer ist insofern auch ein Vorgriff auf die nächste Saison. Spätestens dann wird Mario den Unterschied machen. Das haben wir ja letzte Saison leidvoll erfahren müssen, als wir die Meisterschaft aufgrund unseres Angriffs am letzten Spieltag verspielten.

DLM: Mit über 60 Punkten Vorsprung in dieser Saison wollen Sie also erst nächstes Jahr Meister werden?

Grand Crú: (lacht) Der geschätzte Kollege aus Maitailand, Pete Barhocker, hat mich mal zum Meister der Tiefstapelei erklärt. Nun, natürlich wollen wir auch dieses Jahr so lange wie möglich oben bleiben und haben die beste Ausgangsposition. Diese gilt es zu nutzen und den Vorsprung Spieltag für Spieltag zu verteidigen. Aber nach zwei sehr erfolgreichen Saisons wollten wir eine Verjüngung und einen Umbruch. Sowas geht nicht in sechs Spieltagen.

DLM: Ein teurer Umbruch. Sie gaben für verletzte Spieler wie Baljak, Jones und Helmes fast 13 Mio. € aus, ohne dass diese auch nur einen Punkt beigesteuert hätten. Das ist mehr als ein Gomez!

Grand Crú: Dass Srdan nebenbei an seinem Traum vom Tour-de-France-Sieg arbeitet und dabei vom Rad fällt, war uns bei Verpflichtung nicht bekannt. Die beiden anderen werden wiederkommen, wobei Jermaine natürlich dem bei Verpflichtung prognostizierten Zeitplan zwei Monate hinterherhinkt.

DLM: Dazu kommt, dass abgegebene Spieler wie Pitroipa, Elson und Idrissou sich als erstaunlich treffsicher bei ihren neuen Vereinen erwiesen haben. Die Transferpolitik des ASC wirkt dieses Jahr sehr unglücklich.

Grand Crú: Der Tausch von Pitroipa gegen Bruggink hat sich in der Tat bisher nicht ausgezahlt. Von Arnold muss mehr kommen, für Chablis reicht diese Leistung noch nicht, um dauerhaft glücklich zu werden. Elson hat immer ein Sensationsspiel pro Jahr, darauf kann kein Verein warten. Idrissou wurde verkauft, um Helmes zu finanzieren, da wir glauben, dass Patrick noch mehr Punkte holen wird als Idrissou bei Maitailand. Und vergessen Sie André Schürrle nicht!

DLM: Man könnte sagen: Auch ein blindes Huhn, findet mal ein Korn.

Grand Crú: Das werden wir wohl frühestens am Ende der Saison vernünftig bewerten können. Wir hatten jedenfalls nicht das Gefühl, in der letzten Hinrunde mit unserer Politik der ruhigen Hand besonders gut gefahren zu sein und wollten nach – auch für uns überraschend – gutem Saisonstart neue Reizpunkte setzen. Wir werden ja nicht schwächer, wenn Jones und Helmes zurückkommen.

DLM: Apropos schwach: Die Defensive schwächelt im Vergleich zur Offensive.

Grand Crú: Diegos rote Karte kostet uns 15-20 Punkte, ja. Offensichtlich wird uns jedes Jahr irgendein Diego vom Platz gestellt, daran haben wir uns gewöhnt. Heiko ist natürlich noch nicht in der Verfassung der letzten Saison. Allerdings führt er auch eine komplett neue Defensive mit teils sehr jungen Spielern. Das Zusammenspiel mit Naldo und Mathijsen letztes Jahr kann dafür kein Maßstab sein, das war die beste Abwehr, die je in der WHFL zusammengespielt hat. Aber wir sind mit den Leistungen von Dennis, Christian und Andreas vollauf zufrieden.

DLM: Zufrieden können Sie auch mit Stefan Kießling und Nuri Sahin sein.

Grand Crú: Auch wenn ich aus ästhetischen Gründen froh bin, dass der Nowitzki-Gedächtnis-Flaum nun ab ist: Stefan spielt eine überragende Runde bisher. Wir hoffen, dass er diese Form länger als in der letzten Saison halten kann. So einen Einbruch möchte ich kein zweites Mal erleben müssen. Nuri spielt das, was er kann: Schnelligkeit, Torgefahr, gutes Auge und Passgenauigkeit machen ihn jetzt schon zu einem außergewöhnlichen Mittefeldspieler. Das Tor wird ihm sicher noch einen Schub geben, um sein Top-Form zu erreichen. An Nuri werden wir noch viel Freude in den kommenden Jahren haben, wenn er weiter so hart an sich arbeitet.

DLM: Herr Grand Crú, vielen Dank für das Gespräch.


Aug 24 2009

Die Vereine im DLM-Test – Teil 2

Tag: ComunioChris @ 14:39

Hier nun der zweite Teil der großen Testreihe über die Clubs der WHFL. Für diesen Teil verantwortlich zeigt sich unser Redakteur Chris. Viel Vergnügen damit.

Ajax Amstel

Der Topstar: Grafite

Die Überraschung: Jerome Boateng

Glaubt man Manager Schrambo, so ist Ajax Amstel jede Saison Topfavorit. Klaffte in der ersten Saison zwischen Ligaalltag als grauer Maus und Selbstbild aber noch eine große Lücke, ließen die holländischen Bierkicker im letzten Jahr Paukenschlag auf Paukenschlag folgen und konnten sich als bestes Rückrundenteam hochverdient in die Top 3 der Liga spielen. Ein gutes Händchen bei Transfers und das nötige Quentchen Glück sorgten auch vor dem Start zur aktuellen Saison für zuversichtliche Gesichter bei Ajax: Torhüter Enke und seine Vorderleute um die Entdeckung der Sommerpause Jerome Boateng, neben dem die gestandenen Kräfte Friedrich und Simunic auflaufen, sind womöglich die beste Besetzung der Liga, auch weil Mohamad schon in toller Frühform ist. Dem Sturm fehlt zwar ein Mario Gomez in der Form der Rückrunde, dafür wurde mit Grafite aber vermutlich gleichwertiger Ersatz verpflichtet, neben dem Farfan als gefühlter Neuzugang Hoffnung auf eine große Saison macht. Das Mittelfeld fällt gegenüber den anderen Mannschaftsteilen etwas ab, ist mit Hajnal und Renato Augusto auf dem Papier dennoch prominent besetzt, wobei der kleine Ungar noch die Form der Rückrunde vermissen lässt. Kluge und Meeuwis gehören lediglich der Kategorie „hoffentlich keine Minuspunkte an“, sicherlich die schwächsten Spieler des Teams. Dass der Mannschaft auch von der Fachwelt Großes zugetraut wird, lässt sich letztlich auch am höchsten Wert der WHFL ablesen. Vielleicht zu viel? Die vergleichsweise mageren Leistungen an Spieltag zwei und drei erhöhen den Druck auf die hochveranlagte Mannschaft, die in Teilen noch zu verkrampft auftritt – offensichtlich gehemmt durch die enorme Erwartungshaltung. Doch Motivationsfuchs Schrambo lancierte medienwirksam eine ganze Reihe von Aussagen, die die Benachteiligung seines Teams durch Schiedsrichter, Wetter, Gegner und vor allem die bewertende Presse zum Thema machen, um so den Druck von der Mannschaft zu nehmen.

- : Speziell im Bereich Toreschießen ist die Personaldecke sehr dünn, so dass Verletzungen oder Formschwächen kaum kompensiert werden können. Abgesehen von Grafite und mit Abstrichen Farfan und Hajnal ist keiner der Spieler für regelmäßige Treffer bekannt, was sich an manchen Spieltagen als große Hypothek im Titelkampf und vor allem im Pokal herausstellen könnte.

+ : Der Kader ist kaufmännisch mit viel Überlegung zusammengestellt, die Defensive ist schon toll in Form und hält Amstel im Rennen, wenn andere Teile schwächeln. Ein großes Plus für die bei Ajax lange Jahre gesuchte Konstanz. Zusätzlich deutet Farfan an, endlich in der Liga angekommen zu sein und die Vergangenheit lehrt, dass überzeugende Sturmreihen die Meisterschaft entscheiden.

Prognose: Erfüllt der Angriff die Erwartungen und das Team bleibt von Verletzungen verschont, so wird Amstel dieses Jahr ein gehöriges Wort um den Titel und auch im Pokal mitsprechen können. Sollte in der Rückrunde sogar noch die schon zweimal gelungene Leistungssteigerung wiederholt werden können und entwickelt der eine oder andere Abwehrspieler noch den Hang zum Erzielen von Toren, so ist Amstel dieses Jahr einer der Topfavoriten auf die Meisterschaft.

BLTKA Moskau

Der Topstar: Piotr Trochowski

Die Überraschung: Felipe Santana

Eine bärenstarke Saison liegt hinter dem Liganeuling aus Russland: Trotz des verletzungsbedingten Verlusts des Übertorjägers der Hinrunde Vedad Ibisevic lag Moskau den größten Teil der Rückrunde auf dem ersten Platz und konnte lange Zeit vom Titel träumen. Am Ende waren es dann nur Pech und wenige Punkte, die die Sensation verhinderten. Überwogen somit zum Saisonende die negativen Momente, ist Manager Gennaro Grappatoni nun bereit erneut anzugreifen. Dabei hat er seine Strategie abgeändert: Wo in der letzten Saison nur dem Insider bekannte Geheimtipps regelmäßig groß und torhungrig aufspielten, sollen es nun etablierte Kräfte vor allem aus Deutschland richten: Neuer, Tasci, Hitzlsperger, Trochwoski, Kuranyi. Diese Achse muss sich an guten Tagen wahrlich vor keinem Konkurrenzteam verstecken, wie auch der sehr ordentliche Auftakt zeigte. Insbesondere Neuer, Hitzlsperger und Trochowski sind für hundert Punkte oder mehr gut. Am zweiten und dritten Spieltag aber folgte ein herber Leistungseinbruch, der deutlich macht, dass den Moskwitern noch die nötige Konstanz fehlt, um an die Leistungen der Vorsaison anzuknüpfen. Dazu ruht sehr viel Verantwortung auf den Schultern des Schalker Ex-Nationalspielers Kevin „Nutella“ Kuranyi, der sich als einziger Stürmer im Team keine Kunstpausen erlauben darf. Kräfte wie Santana, Wolf, Altintop und Weis komplettieren die erste Elf und stehen ebenfalls für die neue Grappatoni-Strategie, den Hurra-Fußball des vergangenen Jahres durch ehrliche Arbeit abzulösen.

- : Dem Team fehlt es an Angreifern und angesichts des Ein-Mann-Sturms Kuranyi sind Hitzlsperger und Trochowski als torgefährliche Mittelfeldspieler einfach zu wenig, um regelmäßig zu treffen. Das torgefährlichste Team der vergangenen Saison wird sich somit an deutlich weniger Ausnahmespieltage gewöhnen müssen…

+ : …hat aber gleichzeitig jede Menge Steigerungspotential. Jede Position ist überdurchschnittlich besetzt mit Spielern, die ihren Zenit zum Teil noch nicht erreicht haben, so dass mehreren Akteuren der Durchbruch zu einem der Stars der Saison zuzutrauen ist.

Prognose: BLTKA Moskau ist die Wundertüte der Liga, sah es nach dem ersten Spieltag noch nach Champions League aus, so muss man jetzt gegen den Abstieg spielen. Mittelfristig sollte sich das Team aber im Mittelfeld der Liga etablieren können: von Platz sechs bis neun ist alles drin. Wenn Kuranyi seine Torquote unter Magath endlich anhebt und das bescheinigte Steigerungspotential in Leistung umgewandelt werden kann, auch mehr.

Boavista Porno

Der Topstar: Cacau

Die Überraschung: Johannes Flum

Der Vizemeister 2008 hat eine durchwachsene Saison hinter sich. Platz 7 in der Endabrechnung 2009 war zu wenig für die Ansprüche eines Jose Mojito, auch wenn sich Porno nur um wenige Punkte gegenüber 2008 verschlechterte, so ist die stärkere Liga dem “sexiest club alive” zum Verhängnis geworden. Auf dem Transfermarkt hielt sich Mojito vornehm zurück, um dann zuschlagen zu können, wenn alle anderen ihr finanzielles Pulver bereits verschossen haben. Zu vornehm, meinen aber auch einige Kritiker: Zwar sind viele heiße Eisen noch im Transferfeuer doch müssen diese eben auch mal angeboten werden, um Verstärkungen für Porno bilden zu können. Und Verstärkungen tun Not, denn es hakt in einigen Mannschaftsteilen: Am wenigsten Sorgen bereitet sicher die Torhüterposition, ist Porno hier mit Tim Wiese zwar frisurentechnisch hinten, aber leistungsmäßig ganz vorne anzusiedeln. Bei der Verteidigung fangen die Sorgenfalten allerdings schon an. Bereits zwei Platzverweise haben Dante und Ochs (der voll auf Porno durchschlug) nach drei Spieltagen auf dem Konto. Dazu ein Clemens Fritz, der in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr Schatten als Licht auf den Platz warf. Allerdings sind die Spieler torgefährlich und können dadurch die zu erwartenden regelmäßigen Minuspunkte eventuell wettmachen. Im Mittelfeld ist die Lage aber freundlicher: Jarolim und Kacar scheinen wieder eine große Saison spielen zu wollen, speziell der Serbe weiß dabei auch sehr genau wo das Tor steht. Der junge Johannes Flum stellt in der Freiburger Mannschaft eine der wenigen Konstanten dar, während man bei Meier und Rakitic noch abwarten muss, ob sie ihre Qualitäten und vor allem Torgefahr regelmäßig werden zeigen dürfen, die Erwartungen konnten sie aber bisher nicht erfüllen. Im Angriff kann Boavista mit Freis, Demba Ba und Cacau unzweifelhaft – sofern fit – ebenfalls mit einem guten Mannschaftsteil aufwarten. Freis konnte auf der Außenbahn bisher zwar noch nicht überzeugen, aber Demba Ba steht kurz vor der ersten Elf und hat unstreitig sehr großes Potential. Cacau wiederum könnte sogar einer der Superstars der Saison werden, da er nicht mehr Ego-Mario neben sich hat und somit häufiger selbst zum Abschluss kommen sollte, konnte diese Hoffnung aber bisher ebenfalls nicht bestätigen. Alles in allem sehr viele Fragezeichen und der Saisonstart macht bisher sehr wenig Hoffnung auf rasche Besserung.

- : Bisher schwitzte das Team Minuspunkte aus, sobald es auf dem Platz steht und ist offensichtlich zu unausgeglichen zusammengestellt. Dazu fehlt der einzige brauchbare Verteidiger Ochs jetzt einige Spiele. Zu elf Stammspielern oder zumindest sicheren Nullpunktern ist es also noch ein weiter Weg.

+: Die absolut überragenden Leistungen der Achse Wiese, Kacar, Jarolim zum Saisonstart machen Lust auf mehr. Mit Flum und Ochs sind solide Punkter dabei und mit Cacau und Ba Topleute, die noch ihre Form finden werden.

Prognose: Porno wird sich aus eigener Kraft steigern, das Potential dazu hat der Kader schon jetzt. Fraglich ist nur, wann diese Steigerung kommt und inwieweit Jose Mojito von Koks und Nutten lassen mag, um mit den wohl noch gebunkerten Millionen frisches Blut in die Truppe zu bringen, um die momentane Formschwäche rasch zu überwinden. Gelingt dies nicht zeitig, wird Boavista sich auf einen sehr ungemütlichen Abstiegskampf einstellen müssen.

Inter Maitailand

Der Topstar: Zvesdjan Misimovic

Die Überraschung: Heiko „Schlachter“ Butscher

Inter Maitailand hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Der gute Vierte der Auftaktsaison wurde lediglich Vorletzter und konzentrierte sich schon frühzeitig auf die Vorbereitungen für die aktuelle Saison. Dies scheint Früchte zu tragen, liegt der Club als Zweiter doch sehr gut im Rennen um die Top-Platzierungen, auch wenn der dritte Spieltag einen Rückschlag brachte. Ein Coup ist Manager Pete mit Timo Hildebrand gelungen, aktuell punktbester Vertreter seiner Zunft in der WHFL. Auch die Defensive um Marcelo „Dritter Frühling“ Bordon, Joris Mathijsen und Marcel Schäfer gehört zu den Besten, die in der WHFL auflaufen, sehr gut ergänzt mit dem „Schlachter“, der schon durch seinen Namen für weiche Knie bei Gomez und Co. sorgt. Im Mittelfeld zieht der Spielmacher der vergangenen Saison die Fäden: Misimovic ist Dreh- und Angelpunkt des Maitailänder Spiels und scheint seine großartige Saison wiederholen zu wollen. Mit Cicero hält ihm ein sehr solider Sechser den Rücken frei, während auf den Außen Ziani und Ehret Dampf machen, aber auch mal in ihren Vereinen auf der Bank Platz nehmen werden. Schuster wird unter der zu erwartenden Freiburger Saison leiden und wohl nicht viele Punkte beisteuern. Im Angriff ruht alle Verantwortung auf dem bosnischen Gerd Müller, dessen Bemühungen bisher allerdings ohne Tore blieben. Ob Manager Pete den 10 Mio. € Gewinn, die mit Ibisevic möglich gewesen wären, noch nachtrauern wird, kann man in wenigen Wochen sicher schon beantworten.

- : Auch Maitailand fehlt es an Stürmern und wenn Ibisevic nicht trifft, wird es schwerer, regelmäßig mehr als solide Spieltage zu generieren. Dazu sind die Außenpositionen im Mittelfeld bei schlechten Leistungen die ersten Bankkandidaten, so dass man bei Inter von zwölf Stammspielern an ungünstigen Tagen auf neun zusammenschmilzt.

+ : Das torgefährliche Mittelfeld scheint bereits in guter Form zu sein und konnte bisher problemlos die Startschwierigkeiten von Ibisevic auffangen. Außerdem scheint Hildebrand an seine Stuttgarter Zeit anknüpfen zu wollen und könnte somit zum großen Rückhalt im Rennen um die Punkte werden.

Prognose: Viel hängt – wie schon mehrfach erwähnt – am Bosnier im Angriff. Entdeckt er wieder das Toreschießen, ist mit Maitailand ganz weit oben zu rechnen. Was das Team auch ohne ihn kann, zeigen die ersten beiden Spieltage und die Ligaplatzierung. Entsteht durch den dritten Spieltag nun kein Bruch, so kann Maitailand mit seinem Sturmführer nur noch besser werden und ist damit ein Kandidat für Champions League und sogar die Meisterschaft.

Olympique Lumumba

Der Topstar: Sami Khedira

Die Überraschung: Constant Djakpa

Der Liganeuling spielte in der vergangenen Saison eine sehr gute Rolle in der WHFL, konnte lange Zeit an den vorderen Plätzen schnuppern, um sich dann letztlich auf einem sehr guten sechsten Platz wiederzufinden, weitab von den Niederungen der Liga und mit Blick nach oben. Der Saisonstart lief leider nicht so, wie sich Manager Dahlin das gewünscht hat, so dass man den Schweden inzwischen häufiger beim Training der zweiten Mannschaft antrifft als bei den Profis. Wenig Ambitionen also bei Lumumba? Das Team scheint jedenfalls wieder sehr kompakt besetzt. Mondragon hat seinen Zenit im Tor zwar überschritten, ist aber bisher der große Rückhalt bei Olympique und macht Hoffnung auf einen vierten Frühling. Die Verteidiger Geromel und Kadlec sind sichere Punkter, Subotic bringt dazu noch Torgefahr mit, ist allerdings bisher etwas außer Form. Großartig präsentiert sich Constant Djakpa, insbesondere seit er im Mittelfeld bei 96 aufläuft, dessen Potential Martin Dahlin offensichtlich aber bisher nicht erkannt hat, so dass der Ivorer nur die Bank wärmen darf. Im Mittelfeld dreht sich alles um Sami Khedira und Christian Gentner, Spieler die sowohl das spielerische Element stärken als auch Torgefahr ausstrahlen. Die Nebenleute Abessadki und Vorsah (als Gewinner der Hoffenheimer Vorbereitung) scheinen leider für Minuspunkte anfällig und sind damit die Achillesferse von Lumumba. Der Angriff erfüllt mit Bancé und Raffael bisher die Erwartungen, ohne dabei ein Feuerwerk abzubrennen. Der Ellbogenbruch von Raffael sorgt dafür, dass Dahlin auf den bisher enttäuschenden Reisinger zurückgreifen muss, eine klare Schwächung.

- : Die Torgefahr ist für ein Spitzenteam zu gering und der Ausfall von Raffael wiegt in den kommenden Wochen zusätzlich schwer. Dazu kosten einige für Minuspunkte empfängliche Spieler wertvolle Punkte im Kampf um die Champions League. Es fehlt ein Topmann, der ein Spiel entscheiden kann…

+ : …was aber auch lediglich Sorgen für ein Topteam sein sollten. Ansonsten ist Olympique auf den ersten sieben, acht Positionen sehr ausgeglichen auf überdurchschnittlichem Niveau besetzt. Totalausfälle sind so nicht zu erwarten.

Prognose: Olympique Lumumba punktet bisher konstant etwas unter dem erhofften und auch zu erwartenden Niveau. Dennoch sind mindestens sechs Teams schlechter besetzt, so dass im traditionell schwereren zweiten Jahr in der neuen Liga eine Wiederholung des sechsten Platzes durchaus möglich erscheint. Erfüllt Raffael endlich auch als Torschütze zur Gänze die Erwartungen, können auch ein bis zwei Plätze mehr drin sein.

Tuborg Tigers

Der Topstar: Carlos Eduardo

Die Überraschung: Eren Derdiyok

Die Tigers sind die klassische graue Maus der WHFL. Platz fünf (von neun) in der ersten Saison folgte nun Stagnation mit leichter negativer Tendenz und Platz acht (von zwölf). Doch wie jedes Jahr geht Manager Dr. Wii Hammer optimistisch in die neue Saison und hofft, sein Team endlich im oberen Drittel etablieren zu können. Dazu setzt er erneut auf Leverkusener Kräfte, die Tuborg schon in der vergangenen Saison eine sehr gute Hinrunde bescherten. Rolfes und der junge Derdiyok, der in Helmes Abwesenheit den Konkurrenzkampf mit Gekas wohl gewonnen hat, zeigten auch in der Tat bisher sehr gute Spiele und katapultierten den Club auf den dritten Platz. Offensichtlich zeigten sich die Spieler in ihrer Leistung vom Medienrummel, den Dr. Hammer durch seine Beteiligung am Ligaskandal ausgelöst hatte, unbeeindruckt. Im Tor hat man mit Jens Lehmann eine sehr solide Lösung gefunden, die allerdings nicht ganz das Niveau anderer Spitzenclubs erreicht. Die Verteidigung ist mit Dede, Höwedes, Spycher und Madlung auch bundesligatauglich, aber ebenfalls nicht topbesetzt. Anders sieht es im Mittelfeld aus: Carlos Eduardo, Barnetta und Rolfes haben jeweils Potential für mehr als hundert Punkte. Makiadi und Borowski lassen bisher Form und Leistung vermissen, sind aber auch noch nicht abzuschreiben. Alles in allem womöglich das beste und vor allem torgefährlichste Mittelfeld der Liga, sofern Leverkusen Konstanz enwickelt. Demgegenüber fällt der Angriff etwas ab. Derdiyok übererfüllt alle Erwartungen, muss aber seine dauerhafte Etablierung in der Bundesliga noch durch Konstanz beweisen. Stanislav Sestak ist gegenüber der letzten Saison bereits verbessert, aber immer noch nicht ganz der alte aus seinem Debutjahr. Insgesamt konnte die Mannschaft bisher konstant punkten. Platz fünf, sechs und vier bei den Spieltagsplatzierungen bestätigen das. Allerdings ist durch den Barnetta-Transfer ein großes Loch in der Tigers-Kasse entstanden und es ist noch unklar, wie es refinanziert werden muss.

- : Wird kein Tor erzielt, reichen die schwächeren Mannschaftsteile nicht aus, um überdurchschnittlich zu punkten. Die Refinanzierung des sehr teuer verpflichteten Barnetta wird die Mannschaft wieder schwächen und ist ein großes Risiko.

+ : Wer konstanter punktet als die Konkurrenz, landet am Ende vor ihr. Die Torgefahr ist ein großes Plus.

Prognose: Trifft Manager Hammer die richtigen Entscheidungen, um das jüngst entstandene Loch in der Kasse zu stopfen, können sich die Tigers oben etablieren. Platz fünf erscheint angesichts der bisher gezeigten Konstanz und des torgefährlichen Mittelfelds realistisch. Der Abstand nach ganz oben ist aber noch zu groß, um von Titeln zu träumen.


Aug 18 2009

Die Vereine im DLM-Test – Teil 1

Tag: ComunioChris @ 11:50

Dieses Jahr nun zum ersten Mal nimmt DLM die Vereine der WHFL zum Saisonstart unter die Lupe. Wo liegen Stärken und Schwächen? Wo landen die Clubs am Ende der Saison. Die ultimative und selbstverständlich vollständig objektive Prognose und Bewertung findet ihr nur hier exklusiv bei DLM.

Teil 1 wird euch präsentiert von unserem Ressortleiter Sport: Ali Schrambowski

AS Chablis

Der Topstar: Stefan Kießling

Die Überraschung: Joel Epalle

Meister, Vizemeister…und jetzt? Die Erwartungshaltung im Umfeld des traditionsreichen Winzervereins ist hoch. Manager Chris jedoch ist hin- und hergerissen zwischen Demonstration der eigenen Stärke und der Ausgabe bescheidener Saisonziele. Nach den ersten beiden Spieltagen führt der Weg allerdings wieder steil nach oben, doch darf bezweifelt werden, ob man jede Woche mehrere Tore und solide Leistungen bejubeln darf. Es werden zweifelsohne auch Rückschlage kommen, zumal zu Saisonbeginn mit Kehl und Jones Leistungsträger verletzt ausfallen. Unglücklich verliefen die jüngsten Transfers, als man mit Pitroipa und Elson zwei Spieler verkaufte, die kurz darauf starke Leistungen und Tore ablieferten. Doch die Lichtblicke überwiegen – Joel Epalle könnte sich mit seiner Torgefahr und Schnelligkeit in Bochum auf der „10“ zu einem guten Punkter entwickeln, Bruggink hat ohne Frage Qualitäten, Kampfschwein Idrissou hat sich zu einem torgefährlichen Mann entwickelt und wenn Topstar Kießling mit Leverkusen sein volles Potential abruft, ist eine starke Saison vom gebürtigen Franken zu erwarten. Bei Youngster Nuri Sahin darf man getrost von einer guten Dortmunder Saison ausgehen.

- : Dem Team fehlt ein Superstar der 150+Punkte garantiert, wie Diego und Toni in der Debutsaison. Schwerer noch wiegen die erwähnten Verletzungen zum Saisonstart.

+ : Ein Plus ist sicherlich der Sportalliebling Benaglio im Tor und die Sturmreihe mit Kießling und Amanatidis, durchaus ordentlich ergänzt mit Aufsteiger Idrissou. Insgesamt ist der AS Chablis schon fast traditionell recht ausgeglichen besetzt in allen Mannschaftsteilen, so dass punktemäßig große Ausreißer nach unten nicht zu befürchten sind. Besonders im Pokal kann dies ein Trumpf sein.

Prognose: Diverse Wundertüten (Baljak, Bruggink, Epalle,), entsprechend schwierig fällt eine Prognose. Wenn Baljak und die Stars Kehl und Jones schnell fit werden und die Punkteausbeute bis weiterhin so positiv verläuft, ist mit diesem AS Chablis in den Top 3 zu rechnen. Ein erneuter Meistertitel wird aufgrund der großen Konkurrenz nicht einfach werden, ist aber nicht unmöglich. Zumindest haftet den Chablinesen schon wieder die Favoritenrolle in der WHFL an.

AS Rum

Der Topstar: Franck Ribery

Die Überraschung: Ivica Olic

Die Schnapsbrenner aus der ewigen Stadt stehen vor einer schwierigen Saison. Beendete man die vergangene Spielzeit noch als Meister, so startet man als Underdog in die neue. Gravierende Versäumnisse beim Übergang und der Kaderplanung sind hierfür die Gründe. Doch gleich am ersten Spieltag staunte die Konkurrenz nicht schlecht über das zweitbeste Ergebnis der Liga. Möglicherweise ist diese Truppe nicht so schlecht, wie Manager Dan the Man sie selber sieht. Colautti ist nah dran an einem Stammplatz im Gladbacher Sturm, gleiches gilt für den sympathischen Olic im runderneurten Bayernteam. Denn dieser ist mit enormer Laufbereitschaft und Einsatzwillen auf dem besten Weg Miroslav Klose aus der ersten Elf zu verdrängen. In der Abwehr könnten sich die unterschätzten Cha und von Bergen zu soliden Punktern entwickeln, während man von Adler und Friedrich ruhig mehr als nur Solides erwarten darf. Und dann ist da ja noch Franck Ribery, dessen Rückkehr nach Verletzung und Wechseltheater sehnlichst erwartet wird. Allerdings werden Colautti und Bechmann nicht jede Woche punkten, wie am ersten Spieltag, so dass der AS Rum ohne weitere Verstärkungen auch Durststrecken zu überstehen haben wird. Am zweiten Spieltag gab es bereits einen kleinen Dämpfer.

- : Der verpfuschte Saisonübergang ließ sich bisher nicht korrigieren, so dass Manager Dan the Man nicht seine Wunschformation zum Saisonstart aufbieten konnte. Zudem scheint das Team in der Breite nicht ausreichend besetzt. Leistungseinbrüche und Verletzungen einzelner Spieler dürften so nur schwer zu kompensieren sein.

+ : Auch in seiner dritten Saison beim AS Rum dürfte Franck Ribery wieder das große Plus sein. Man erwartet wieder Großes vom kleinen Franzosen. Positiv wirkt sich auch das ruhige Umfeld in Rum aus. Obwohl man über die nominell schwächste Mannschaft verfügt, behält der Manager seine stoische Ruhe und wartet auf den richtigen Zeitpunkt, um nochmal auf dem Mercato tätig zu werden.

Prognose: Die Titelverteidung erscheint mit diesem Kader annähernd unmöglich. Realistisch ist eine Platzierung zwischen 6 und 10. Wenn die Erstliganeulinge beim AS Rum eine gute Saison spielen, Franck Ribery an seine guten Leistungen anknüpft und das Team noch gezielt verstärkt wird, dann kann der amtierende Meister möglicherweise die Top 5 angreifen.

Lokomotive Pietschens

Der Topstar: Chinedu Obasi

Die Überraschung: Timo Gebhart

In seiner Debutsaison im letzten Jahr landete Manager Foabi mit seinem Team im Mittelfeld, ein achtbares Ergebnis für einen Neueinsteiger. In diesem Jahr besitzen die Loks ein Team, das auf dem Papier im Konzert der Großen mitspielen kann. Ein guter erster Spieltag bestätigt diesen Eindruck. Die Abwehr gehört zum Stärksten, was die Liga zu bieten hat und der Sturm verkörpert mit Scharfschütze Petric und Wirbelwind Obasi Extraklasse. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Mittelfeld. In Josue einen Spieler ohne Torgefahr, dafür aber mit solidem Punktpotential. Der giftige Vidal scheint seinen Stammplatz in Leverkusen in der Vorbereitung verloren zu haben und den jungen Ebert und Gebhart haftet noch das Attribut „talentiert“ an. Speziell Letzterem wird jedoch ein Qualitätssprung zugetraut. Der Ex-1860er findet sich nach nur einem halben Jahr in Stuttgart gut zurecht und scheint zur Stammformation zu gehören. Kopfzerbrechen bereitet Trainer Foabi die Torwartposition, denn Michael Rensing und Jörg Butt genügen kaum höheren Ansprüchen. Ein mittelmäßiger zweiter Spieltag dämpft erstmal die Erwartungen – Petric findet bisher nicht seine Form und die Hoffenheimer um Obasi machen einen unkonstanten Eindruck. Ein Lichtblick ist indes Arturo Vidal, der sich nach abgesessener Sperre aus der letzten Saison eindrucksvoll zurückmeldete.

- : Zwei Bayerntorhüter, jeweils im Wert von gut einer Millionen, keiner mit Stammplatzgarantie ausgestattet. Hier liegt Kapital brach, das woanders gut gebraucht werden könnte. Dem Team fehlt die Balance. Es ist zu befürchten, dass Rensing und das unkonstante Mittelfeld mit dem Hintern einreißen, was Sturm und Abwehr mit den Füßen aufbauen.

+ : Petric und Obasi sollten dafür sorgen, dass man in der Regel immer ein Tor zu bejubeln hat. Dem Nigerianer aus Hoffenheim wird eine große Saison vorausgesagt. Das Mittelfeld, die Schwachstelle des Teams besitzt gleichzeitig auch das größte Steigerungspotenatial, denn den jungen Gebhart und Ebert wird der nächste Schritt zugetraut und mit einem Kämpfer wie Vidal ist auch in Zukunft zu rechnen.

Prognose: Gelingt Manager Foabi eine elegante Lösung in der Torwartfrage und kann die Qualität im Mittelfeld erhöht werden, ist ein Platz unter den ersten Fünf nicht utopisch. Bei gutem Saisonverlauf ist Lokomotive Pietschens durchaus ein ernst zu nehmender Kandidat auf die vorderen Plätze. Ein wenig Substanz in der Breite wäre hierfür aber wohl noch nötig. Ein Platz im guten Mittelfeld ist mit dieser Mannschaft aber ohne weiteres möglich.

Fortuna Tote Hose

Der Topstar: Mesut Özil

Die Überraschung: Danijel Pranjic

Nachdem das Managerduo Thomas&Klaus Allofs in der letzten Saison mit ihrem „Projekt Werder“ baden ging, sehen wir nun bei den Düsseldorfern „Werder light“. Mit Mertesacker, Naldo, Özil und dem talentierten Moreno stehen diesmal Bremer Leistungsträger und erstmalig auch Spieler anderer Vereine im Team der Toten Hosen. Die Qualitäten eines Danijel Pranjic waren lange Zeit ungewiss, kam er doch aus der schwächeren holländischen Liga und soll bei Bayern die ehemals starke linke Seite beackern. An den ersten beiden Spieltagen zeigte er aber schon gute Leistungen und ist gesetzt im System des Bayertrainer van Gaals. Ein großes Fragezeichen steht hinter Millioneneinkauf Tymoschuk, der aktuell nur aufgrund einer Verletzung des Käpitäns van Bommel im Team ist. Eine Steigerung dürfte notwendig sein, um auch nach der Genesung des Holländers in der ersten Elf zu bleiben. Zum Saisonbeginn steht der Tabellendrittletzte der vergangenen Spielzeit sogar ohne Torwart da. Die ersten beiden Spieltage verliefen für FTH auch nicht zufriedenstellend, im Grunde hängt man wieder am Bremen-Tropf und hofft auf starke Leistungen der Werderaner.

- : Es ist nach dem Auftakt fast zu befürchten, dass Werder Bremen die nächste wackelige Saison spielt und damit sollten auch FTH viele Punkte verloren gehen. Das Mißverständnis Tymoschuk droht zum Millionengrab zu werden und der Sturm um Almeida und Moreno ist momentan nicht erstligatauglich. Leider haben die Gebrüder Allofs zu selten ein glückliches Händchen bei Transfers bewiesen (siehe Tymoschuk und Borowski).

+ : Der U-21-Europameister Özil ist ein Juwel und wird ein Punktegarant mit dem Potantial 150+ sein. Bereits an den ersten beiden Spieltagen trat er eindrucksvoll das schwere Erbe Diegos an. Wenn ein 20-jähriger einen Elfmeter schießt – wie am ersten Spieltag geschehen – und das obwohl mit Frings und Borowski erfahrene Kräfte auf dem Platz stehen, dann ist das schon ein beeindruckendes Signal für die Stellung des jungen Deutschtürken im Team. Die Youngsters Moreno und Pitroipa bringen Qualtität mit und sind nah dran an der ersten Elf, mehr aber momentan nicht.

Prognose: Eine Prognose stellt sich schwierig da, aber man muss davon ausgehen, dass die Bremer eine bessere Saison spielen und Tymoschuk bald seine strategischen Fähigkeiten auf der „6“ einbringt und dann dürften die Toten Hosen auch eine bessere Saison, als letztes Jahr spielen. Mehr als ein Platz in der unteren Tabellenhälfte scheint aber nicht drin zu sein, solange Bremen nicht zu alter Stärke findet.

BC Cuba Libero

Der Topstar: Lukas Podolski

Die Überraschung: Jiri Stajner

Nach Platzierungen im oberen Mittelfeld in den vergangenen beiden Spielzeiten, grüßen die Geistinger nun vom Tabellenende. Damit kann Manager Maibi nicht zufrieden sein, denn diese Saison hatte man sich eigentlich Großes vorgenommen. Bisher warfen die Millioneneinkäufe keine Rendite ab. Der Däne Kahlenberg ist verletzt und der Toptransfer Wichniarek enttäuschte an den ersten beiden Spieltagen. Ein Lichtblick ist Lukas Podolski, an dem der BC das vergangene Jahr stets festhielt. Der „Prinz vun Kölle“ zeigte am Wochenende eine starke Heimpremiere und dürfte, obwohl noch ohne Ligatreffer, bald zum Punktelieferanten werden. Ebenso freut sich Maibi über Jiri Stajner, der sich in einer mäßigen Hannoveraner Elf mit Torgefahr und Ballsicherheit abhebt. Des Weiteren verfügt man mit Frings, Schweinsteiger, Commper und Weidenfeller über zuverlässiges Personal, aber eben auch über zweitklassige Spieler, wie Noveski, Kobiashvilli und Marx. Bisher zeigte das Team insgesamt schlechte Leistungen und hat noch Luft nach oben. Man darf gespannt sein, wie Cuba Libero auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit reagiert.

- : Das Team hat eine schlechte Balance. 6-7 Leistungsträgern stehen 4-5 mäßige Spieler gegenüber. Schlechte Voraussetzungen, denn gute Erträge können durch Minuspunkte der schwächeren Garde zunichte gemacht werden. Der Toptransfer Wichniarek birgt ein gewisses Risiko, denn sollte dieser nicht bald ordentliche Leistungen zeigen, kann er schnell aus der ersten Elf verbannt werden und würde somit zum Millionengrab (jetzt bereits 5 Mio. Wertverlust!!!).

+ : Das Team bringt Potential mit, Podolski dürfte Manager Maibi noch Freude bereiten, Kahlenberg stellt eine Alternative beim Meister aus Wolfsburg dar und Marvin Commper und Roman Weidenfeller können sicherlich bessere Leistungen zeigen als bisher.

Prognose: Nach guten Endplatzierungen der letzten zwei Jahre wird der BC Cuba Libero nun kleinere Brötchen backen müssen. Die Geistinger werden wohl nicht auf dem letzten Platz bleiben, aber für große Sprünge wird es diese Saison nicht reichen. So wird die Struktur des Teams auch noch etwas verändert werden müssen, um nicht nur ums Tabellenende zu kämpfen und ein Platz im Mittelfeld wäre somit sicherlich als Erfolg zu bewerten.

FC Wodkay Martini

Der Topstar: Phillip Lahm

Die Überraschung: Maniche

Auf eine ordentlichen Debutsaison folgte die Katastrophensaison schlechthin bei den Martinis. Ein weit abgeschlagener letzter Platz soll sich so nicht mehr wiederholen. Dementsprechend beschäftigte sich Manager Kay auch schon Mitte der letzten Spielzeit mit der Kaderplanung für die Saison 2009/10. Unterstützt wurde er dabei indirekt durch seine Ligakollegen, die dies in einem Akt der Solidarität in dem Maße ermöglichten, als man einen niedrigen „salary cap“ beschloss. Allerdings hatte er bereits in der Vorbereitung Rückschläge hinzunehmen, als Sturmführer Frei den BVB und somit auch den FC Wodkay Martini Richtung Schweiz verließ. Bedauerlicherweise häuften sich auch wieder die Pannen, als der Manager es versäumte an den ersten beiden Spieltagen Ersatz für seine verletzten Torhüter zu akquirieren oder die Verpflichtung des sportinvaliden Schlaudraffs. Folgerichtig steht das Team auch aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz nach mäßigen Leistung an den ersten beiden Spieltagen. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme, denn mit dem Rumpfteam des vergangenen Jahres hat dieser Kader nicht mehr viel gemeinsam. Maniche scheint nach den ersten Eindrücken eine echte Verstärkung zu sein, die Rückkehr der rekonvaleszenten Novakovic und Bailly wird bald erwartet und Castro, Pinola, Mintal und Klose dürften auch solide punkten, wenngleich Letzterer auch um seinen Stammplatz bei den Bayern fürchten muss.

- : Verletze Leistungsträger zum Saisonstart kosten direkt wertvolle Punkte. Im Team befinden sich mit Franz, Klimowicz und Klose gleich drei als Stamm eingeplante Spieler, die zwischen Bank und Spielfeld zu pendeln drohen.

+ : Das Team hat eine gute Struktur und Balance zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, dementsprechend sind dieses Jahr keine Minuspunkteorgien zu erwarten. Kehren die Verletzten zurück, dann hat Manager Kay auch wieder mehr Punkte zu bejubeln. Das Mittelfeld ist mit Maniche, Azaouagh und Mintal enorm torgefährlich und dürfte das Prunkstück der Martinis werden.

Prognose: Die vergangene Saison wird sich nicht wiederholen, denn diese Mannschaft ist besser als letztes Jahr und auch besser als ihr momentaner Tabellenplatz es aussagt. DieKonkurrenz ist groß und es kommt auf Details an, aber ein Platz zwischen 5 und 8 ist drin sein und wer weiß: Vielleicht kann der FC Wodkay Martini sogar noch für eine Überraschung sorgen?!?


Aug 10 2009

Das Imperium schlug zurück?

Tag: ComunioChris @ 14:43

Nur ein Strohfeuer oder ist das Leistungsvermögen tatsächlich doch so groß wie erhofft aber eben bis vor kurzem nicht mehr geglaubt. AS Chablis startet mit 47 Punkten in die Saison und übernimmt den Platz an der Sonne in der WHFL1. Auch die “Zweite” glänzte und ist – ganz knapp vor Eintracht Ruetz – ebenfalls Erster in der WHFL2. Wenn die erste und die zweite Mannschaft Tabellenführer sind, gibt es sicherlich wenig zu meckern.

Andererseits schien es nie so einfach wie diesen Spieltag, noch mehr herauszuholen, wenn man sieht wie viele Torchancen Idrissou, Bruggink und Epalle haben liegenlassen und wie schlecht Diekmeier und vor allem Chris im Vergleich zum Kicker bei Sportal wegkommen (zehn Punkte mehr, Diekmeier nach Kuranyi bester Mann auf dem Platz!). Aber wie Manager Pete so gerne sagt: “Das ist Jammern auf hohem Niveau!”

47 Punkte “ohne drei”, denn Kehl, Jones und Baljak sind ja nunmal noch verstorben, das ist aller Ehren wert. Dazu die ewige Problemposition im Sturm zumindest an diesem Spieltag als Sahnestück. Vor drei Tagen noch Saisonziel: Nichtabstieg, jetzt neu: Doppelmeisterschaft. :wink:   :lol:

Die Einzelkritik: (Name / Punkte / Bewertung)

Diego Benaglio: 6 Punkte [+]: Hielt was zu halten war und wird dafür wie gewohnt mit eigentlich zwei bis vier zu vielen Punkten belohnt. Das macht Hoffnung, dass Sportal ihn weiter so lieben wird wie in der Rückrunde. Vielleicht nicht der beste Torhüter der Liga, aber eben der beste Punkter.

Dennis Diekmeier: 4 Punkte [++]: Der von Manager Chris Grand Crú entdeckte Jungstar knüpfte nahtlos an seine Leistungen beim “Club” in Liga 2 an und beackerte in der chablinesischen Dreierkette die rechte Seite. Gefiel vor allem durch seine Offensivleistungen auf der Außenbahn, wo er Höwedes vor arge Probleme stellte.

Heiko Westermann: 0 Punkte [-]: Sicher kein Totalausfall, aber schon ein wenig das Sorgenkind am ersten Spieltag. Mit der Position des Strategen noch überfordert und hat somit vielleicht am meisten Luft nach oben beim ASC. 40% gewonnene Zweikämpfe und gerade mal 30 Ballkontakte sprechen da eine deutliche Sprache.

Christian Schulz: 2 Punkte [+]: Angesichts der taumelnden Vorbereitung von H96 eine sehr solide Leistung auf der Linksposition in Chablis. Wenn er in jedem Spiel den “Zweier” holt, ist man mit dem zugelosten Verteidiger sicher zufrieden.

Chris: -2 Punkte (-): Der Stratege, der Jones und vor allem Kehl vergessen machen sollte, bot eigentlich eine gut Leistung, vor allem, da er nach langer Leidenszeit sicher noch nicht bei 100% ist (67% gewonnene Zweikämpfe und Note 3 beim kicker). Da allerdings Sportal ihm die beiden Platzverweise der letzten Saison in der Wertschätzung noch nicht vergeben zu haben scheint, sammelte er die einzigen Minuspunkte für den ASC. Somit Wackelkandidat trotz des coolen Namens.

Nuri Sahin:, 4 Punkte [+]: Wie in Dortmund musste die Entdeckung der letzten Rückrunde auch beim ASC auf der zweiten “Sechs” ran und ist dort eindeutig verschenkt. Seine Fähigkeiten kommen näher zum Tor auf der Halbposition sicher noch mehr zum Tragen, vor allem da er als Aushilfssechser einfach zu zweikampfschwach ist. Wenn Kehl zurückkehrt, ist sicher noch mehr drin.

Joel Epalle: 4 Punkte [+]: Gewann den Konkurrenzkampf auf der “10″ in Bochum und lieferte Schatten (HZ1) und auch viel Licht (HZ2) am Wochenende ab. 73% angekommene Pässe und sieben (!) Torschüsse…leider aber eben kein Tor. Dennoch vielversprechend und die Prognose, dass Bochum eine bessere Serie spielt als letztes Jahr könnte auch dank Epalle eintreffen.

Arnold Bruggink: 2 Punkte [-]: Der nächste “Zehner” beim ASC hatte gute Pass- und auch Zweikampfwerte, hätte aber aus seinen drei Torschüssen durchaus auch ein Tor machen können. Angesichts seiner unbestritten vorhandenen Fähigkeiten noch zu wenig. Muss an sich arbeiten, um seinen Platz bei Chablis zu behalten.

Mohamad Idrissou: 2 Punkte [-]: Eine Kampfsau vor dem Herrn, neben Bechmann  einer der beiden Gründe für die schlechten Zweikampfwerte von Boateng und Mathjisen (40 bzw. 30%), weil er sich in jeden Ball haut. Leider wenig effizient und somit bei der Rückkehr Baljaks wohl erster Bankkandidat beim ASC.

Stefan Kießling: 9 Punkte [++]: Für mich und auch den Kicker bester Leverkusener auf dem Platz. Ein Torschuss, ein Tor, so soll es sein…außer natürlich man erarbeitet sich ein paar mehr Torchancen, aber angesichts des Leistungsabfalls im Leverkusener Mittelfelds war das schwierig. Die Sorgenfalten wegen Stammplatz und Co. sind jedenfalls bei Manager Chris verschwunden. Kießling ist erneut gesetzt.

Ioannis Amanatidis: 16 Punkte [++]: Kapitänsaffäre, Hosenscheißersprüche, dauerangeschlagen. Der Grieche sorgte für einige Aufregung im Vorfeld der Saison und stand schon auf der Kippe, da ein gutes Angebot aus Porno für ihn vorlag, das nur mangels Ersatz abgelehnt wurde. Und er gibt die Antwort auf dem Platz: 100% Zweikampfbilanz, 89% bei den Pässen, vier Torschüsse, zwei Tore. Eine Gala und die Hoffnung, dass das Sturmproblem der vergangenen Saison beim ASC nun endlich ein Ende hat.

Ausblick: Kann die Mannschaft auch ohne drei erzielte Tore im 30er Bereich punkten und kehren die drei verletzten Stammkräfte Jones, Kehl und Baljak zurück, sollte ein Platz in der oberen Tabellenhälfte möglich sein. Die Konkurrenz ist stark und viele Teams haben gut gepunktet, doch scheint der ASC nahtlos an Meister- und Vizemeistersaison anknüpfen zu wollen.


Aug 09 2009

Fliegen

Tag: AllgemeinChris @ 13:26

Ich kann es fühlen, wie die Spannung in mir steigt
Bald ist es so weit zu allem bereit ich
sehe das Licht in der Dunkelheit
Hoffnung gibt mir die Kraft
Zu fliegen wie ein Vogel frei im Wind
Über das Labyrinth und das Spiel, das sich Leben nennt
In dem sich andere verirren, verwirren und sich irren,
das Leben, sich ihm völlig hinzugeben
Sich zu erheben und wie ein Adler zu schweben
König in dicker Luft mit scharfem Augenlicht
Wir können alles sehn’ doch die anderen verstehn’ uns nicht
Füttern uns mit Lügen und billigen Versprechen
Und wollen uns die Flügel brechen
Es gibt nicht mehr viele wir sterben aus
Wir wird gejagt, weil wir der Dorn in ihren Augen sind

Zahme Vögel singen von der Freiheit wilde Vögel fliegen
Fliegen davon einfach fliegen
Mich hält nichts mehr in eurer Welt ich will fliegen
Fliege davon und laß alles unter mir

Ich seh’ sie klar und deutlich unter mir hab’ sie im Visier
Meine Beute all die gleichgültigen Leute
Die Meute die Gier nach Macht die sie vorantreibt
Jeder will der Erste sein kämpft für sich allein
Denkt zuerst an sich stellt dem anderen ein Bein
Es kann nur einen geben es gibt keinen daneben
Für falsche Ideale bekommt der Rivale
Den Ellenbogen in sein Gesicht bis es zerbricht
Man hat ja Ziele vor geblendeten blinden Augen
Die man erreichen will muß um jeden Preis
Blut, Tränen und Schweiß trotzdem bleibt die Weste weiß
Das Leben des anderen interessiert einen Scheiß
Ich weiß mich hält nichts in dieser Welt zurück
Meine Gedanken sind frei wenigstens die zum Glück
Fliegen frei und getragen vom Wind
Na gut vielleicht naiv wie ein Kind doch nicht blind
Um zu sehen, was anderen verborgen bleibt
Die Harmonie des Fliegens und die Zeichen der Zeit
Ich bin bereit, spreize meine Flügel und heb’ ab
Und fliege und fliege und fliege

Zahme Vögel singen von der Freiheit wilde Vögel fliegen
Fliegen davon einfach fliegen
Mich hält nichts mehr in eurer Welt ich will fliegen
Fliege davon und laß alles unter mir

[Such a Surge, "Fliegen" auf "Agoraphobic Notes"]


Jul 16 2009

Manager äußert sich zum Stand der Vorbereitung

Tag: ComunioChris @ 16:06

Während Manager Chris Grand Crú beim Blick auf den Kader der zweiten Mannschaft hochzufrieden in die Kamera blickt, konnte doch nach Herrn Tymoschuk mit Benedikt Höwedes ein weiterer Perspektivspieler in der WHFL2 verpflichtet werden, verfinstert sich sein Gesicht zusehends, als er auf die Kaderplanung für die Vizemeistermannschaft angesprochen wird:
“Ja, bisher wollten wir unseren Fans jedes Jahr einen Superstar präsentieren, vor zwei Jahren war es Diego, letztes Jahr Luca Toni. Leider können wir dieses Jahr noch keinen Vollzug melden.”

Beobachter spekulieren darüber, ob dies an einem verfehlten Saisonübergang liegt, bei dem auf die falschen Spieler gesetzt wurde. Doch der Manager wiegelt ab:
“Wir wollten die Mannschaft verjüngen und brauchen nichts zu überstürzen, auch wenn der Mannschaftswert im Vergleich zu anderen Teams zur Zeit ungewohnt niedrig erscheint für die Ansprüche eines AS Chablis. Wenn Spieler wie Ze Roberto, Naldo und Toni den Verein verlassen, dann geht auch eine Menge Wert. Wir sind aber zuversichtlich, aktuell für weniger Wert eine ähnliche Qualität im Team zu haben.

Hat also der erfolgreichste Manager der WHFL sein gutes Näschen verloren oder überrascht er die Liga mit einer Besinnung auf alte Tugenden, die an die Entdeckungen von Stanislav Sestak und Thomas Bechmann in der ersten Saison anschließt?
“Lassen Sie sich überraschen! Unser Kader hat meiner Ansicht nach das größte Potential zur Wertsteigerung in der Liga. In den kommenden Wochen der Vorbereitung müssen wir nun den Grundstein dafür legen, dass aus Potential auch Leistungsvermögen erwächst. Es ist immer ein wenig risikoreich, auf weniger arrivierte Kräfte zu setzen, aber ich habe bereits jetzt großes Vertrauen in den Kader. Und im Übrigen ist ja noch ein wenig Budget vorhanden.

Und wo landet Chablis diese Saison? Geht der Titel erneut nur über den ASC dank seiner sprichwörtlichen Konstanz?
Wir werden erneut eine gute Rolle in der Liga spielen und es wird oben wieder sehr eng zugehen, so dass jeder Punkt ab dem 1. Spieltag am Ende den Ausschlag geben kann. Durch die Begrenzung der Budgets werden vermutlich auch weniger Punkte zum Titel reichen. Ob wir wieder so konstant spielen, ist durch die Verjüngung des Kaders fraglich aber nicht unmöglich. Dass wir uns aber definitiv in der Champions League sehen, ist selbstverständlich. Wer auch als junger Spieler zum AS Chablis wechselt, kann sich nicht mit weniger zufriedengeben wollen und dürfen.


Mai 25 2009

AS Chablis Saisonabschluss

Tag: AllgemeinChris @ 11:37

Da das Schönreden ja just losgeht: Saisonabschluss beim AS Chablis. smile

Lange Gesichter am letzten Spieltag: Wenn man mit 37 Punkten vorne liegt, will man die Schale natürlich auch behalten. Wie eng dann Glück und Pech nebeneinanderliegen, sah man ja aber schon am 33. Spieltag, an dem Chablis nur vom Riesenpech von BLTKA Moskau profitierten konnte. Auch wenn wir davor schon jeden Spieltag ein paar Punkte aufgeholt hatten, muss man dann eben akzeptieren, dass das Pech auch mal die Seiten wechselt. Das relativiert die Enttäuschung schon ein wenig.

Wenn Luca Toni das leere Tor trifft, kriegt er die 2,5 statt der 4,5 und Chablis ist Meister…aber bekanntlich ist Fußball kein Spiel der Konjunktive. smile
Letztlich muss man angesichts des Verlaufs der Rückrunde bei Bayer Leverkusen und Bayern München damit zufrieden sein, überhaupt einige der “Wunderstürmer”-Teams auf die Plätze verwiesen zu haben, auch wenn es für den AS Grafite nicht ganz gereicht hat, konnten Ajax Gomez, BLTKA Ibisevic und BC Dzeko Libero distanziert werden. Und das mit sicherlich der konstantesten Leistung der Liga, wenig aufregende Spitzenspieltage aber eben auch nur zwei Totalausfälle sprechen da eine deutliche Sprache über den in der Breite hochwertigen Kader, den sich Chablis speziell nach dem Diego-Desaster (Olympia, Verletzung + Platzverweis) zusammenstellen konnte. Das befriedigt ein wenig das Managerherz.

Einzelkritik:

Diego Benaglio (124 / 4,0): Note 1
Machte letztlich den Unterschied zu den anderen Spitzenteams aus. Enke, Weidenfeller, Adler: Benaglio holte 30 Punkte mehr und rechtfertigte damit die Mitnahme beim letzten Saisonübergang.Mitnahmewahrscheinlichkeit: ++

Heiko Westermann (120 / 3,64): Note 1
Zweitbester Abwehrspieler der Liga, trotzte der Schalker Gurkenrunde. Dazu torgefährlich.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: +

Naldo (77 / 2,85): Note 3
Platz 10 bei den Abwehrspielern. Verletzungen, Platzverweise und mehrere Totalausfälle inklusive der glatten Sechs am letzten Spieltag, die die Meisterschaft kostete, verhageln die Bilanz. Möglichkeiten somit bei weitem nicht ausgeschöpft.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: -

Joris Mathijsen (82 / 2,48): Note 2
Spielte bis auf zwei Ausfälle eine sehr gute Rückrunde in chablinesischen Diensten. Platz 9 bei den Abwehrspielern und damit aber wohl bei 33 Saisonspielen am Limit seines Könnens. Mitnahmewahrscheinlichkeit: -

Mats Hummels (41 / 3,42): Note -
Zu Beginn der Saison nach seiner Verletzung teuer verkauf, günstig wieder zurückgeholt als Persptektivspieler. Unklare Situation in Dortmund durch Sahnerückrunde von Subotic / Santana. Dennoch aktuell ein Schnapper.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: ++

Mathieu Delpierre (51 / 2,32): Note 2
Spielte eine großartige Restrunde bei Chablis und ist nach seiner langen Verletzung immer noch sehr günstig. Somit Alternative zu Hummels bei der Mitnahme.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: +(+)

Sebastian Kehl (109 / 4,04): Note 1
Einer der Garanten der Dortmunder Rückrunde und der Chablinesischen Aufholjagd in der Rückrunde. Die langwierige Verletzung im Winter und der Platzverweis waren natürlich schade. Wird wohl zu teuer.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: -

Nuri Sahin (42 / 2,21): Note 2,5
Holte bei Chablis 30 Punkte in neun Spielen und hat jetzt die Konstanz. Von Durchbruch nächste Saison bis Tribünenhocker ist alles möglich.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: +

Stefan Kießling (122 / 3,59): Note 2,5
94 Punkte in der Hinrunde, 28 in der Rückrunde. Danke Leverkusen. Mehr muss man dazu wohl nicht sagen. Dennoch Kapitän bei Chablis und einfach Sympathiebonus.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: ++

Luca Toni (114 / 4,58): Note 3
75 Punkte in 13 Spielen der Hinrunde, 39 in zwölf der Rückrunde. Ähnlich wie bei Kießling ein Opfer der Gurkenrückrunde seines Teams. Dazu oft verletzt, auch wenn die Quote natürlich mit 25 / 14 in Ordnung ist, ist angesichts der Vorsaison da noch Luft nach oben. Bei Gomez-Wechsel allerdings zum ersten Mal echte Konkurrenz im Sturm, daher Perspektive schwierig, dazu sehr teuer.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: ++

Ioannis Amanatidis:
4 Punkte in einem Spiel für Chablis stehen zu Buche. Als Spieler für den Übergang geholt, immer für zehn Tore pro Saison gut und damit ein Schnäppchen.
Mitnahmewahrscheinlichkeit: ++


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