Hier nun der zweite Teil der großen Testreihe über die Clubs der WHFL. Für diesen Teil verantwortlich zeigt sich unser Redakteur Chris. Viel Vergnügen damit.
Ajax Amstel
Der Topstar: Grafite
Die Überraschung: Jerome Boateng
Glaubt man Manager Schrambo, so ist Ajax Amstel jede Saison Topfavorit. Klaffte in der ersten Saison zwischen Ligaalltag als grauer Maus und Selbstbild aber noch eine große Lücke, ließen die holländischen Bierkicker im letzten Jahr Paukenschlag auf Paukenschlag folgen und konnten sich als bestes Rückrundenteam hochverdient in die Top 3 der Liga spielen. Ein gutes Händchen bei Transfers und das nötige Quentchen Glück sorgten auch vor dem Start zur aktuellen Saison für zuversichtliche Gesichter bei Ajax: Torhüter Enke und seine Vorderleute um die Entdeckung der Sommerpause Jerome Boateng, neben dem die gestandenen Kräfte Friedrich und Simunic auflaufen, sind womöglich die beste Besetzung der Liga, auch weil Mohamad schon in toller Frühform ist. Dem Sturm fehlt zwar ein Mario Gomez in der Form der Rückrunde, dafür wurde mit Grafite aber vermutlich gleichwertiger Ersatz verpflichtet, neben dem Farfan als gefühlter Neuzugang Hoffnung auf eine große Saison macht. Das Mittelfeld fällt gegenüber den anderen Mannschaftsteilen etwas ab, ist mit Hajnal und Renato Augusto auf dem Papier dennoch prominent besetzt, wobei der kleine Ungar noch die Form der Rückrunde vermissen lässt. Kluge und Meeuwis gehören lediglich der Kategorie „hoffentlich keine Minuspunkte an“, sicherlich die schwächsten Spieler des Teams. Dass der Mannschaft auch von der Fachwelt Großes zugetraut wird, lässt sich letztlich auch am höchsten Wert der WHFL ablesen. Vielleicht zu viel? Die vergleichsweise mageren Leistungen an Spieltag zwei und drei erhöhen den Druck auf die hochveranlagte Mannschaft, die in Teilen noch zu verkrampft auftritt – offensichtlich gehemmt durch die enorme Erwartungshaltung. Doch Motivationsfuchs Schrambo lancierte medienwirksam eine ganze Reihe von Aussagen, die die Benachteiligung seines Teams durch Schiedsrichter, Wetter, Gegner und vor allem die bewertende Presse zum Thema machen, um so den Druck von der Mannschaft zu nehmen.
- : Speziell im Bereich Toreschießen ist die Personaldecke sehr dünn, so dass Verletzungen oder Formschwächen kaum kompensiert werden können. Abgesehen von Grafite und mit Abstrichen Farfan und Hajnal ist keiner der Spieler für regelmäßige Treffer bekannt, was sich an manchen Spieltagen als große Hypothek im Titelkampf und vor allem im Pokal herausstellen könnte.
+ : Der Kader ist kaufmännisch mit viel Überlegung zusammengestellt, die Defensive ist schon toll in Form und hält Amstel im Rennen, wenn andere Teile schwächeln. Ein großes Plus für die bei Ajax lange Jahre gesuchte Konstanz. Zusätzlich deutet Farfan an, endlich in der Liga angekommen zu sein und die Vergangenheit lehrt, dass überzeugende Sturmreihen die Meisterschaft entscheiden.
Prognose: Erfüllt der Angriff die Erwartungen und das Team bleibt von Verletzungen verschont, so wird Amstel dieses Jahr ein gehöriges Wort um den Titel und auch im Pokal mitsprechen können. Sollte in der Rückrunde sogar noch die schon zweimal gelungene Leistungssteigerung wiederholt werden können und entwickelt der eine oder andere Abwehrspieler noch den Hang zum Erzielen von Toren, so ist Amstel dieses Jahr einer der Topfavoriten auf die Meisterschaft.
BLTKA Moskau
Der Topstar: Piotr Trochowski
Die Überraschung: Felipe Santana
Eine bärenstarke Saison liegt hinter dem Liganeuling aus Russland: Trotz des verletzungsbedingten Verlusts des Übertorjägers der Hinrunde Vedad Ibisevic lag Moskau den größten Teil der Rückrunde auf dem ersten Platz und konnte lange Zeit vom Titel träumen. Am Ende waren es dann nur Pech und wenige Punkte, die die Sensation verhinderten. Überwogen somit zum Saisonende die negativen Momente, ist Manager Gennaro Grappatoni nun bereit erneut anzugreifen. Dabei hat er seine Strategie abgeändert: Wo in der letzten Saison nur dem Insider bekannte Geheimtipps regelmäßig groß und torhungrig aufspielten, sollen es nun etablierte Kräfte vor allem aus Deutschland richten: Neuer, Tasci, Hitzlsperger, Trochwoski, Kuranyi. Diese Achse muss sich an guten Tagen wahrlich vor keinem Konkurrenzteam verstecken, wie auch der sehr ordentliche Auftakt zeigte. Insbesondere Neuer, Hitzlsperger und Trochowski sind für hundert Punkte oder mehr gut. Am zweiten und dritten Spieltag aber folgte ein herber Leistungseinbruch, der deutlich macht, dass den Moskwitern noch die nötige Konstanz fehlt, um an die Leistungen der Vorsaison anzuknüpfen. Dazu ruht sehr viel Verantwortung auf den Schultern des Schalker Ex-Nationalspielers Kevin „Nutella“ Kuranyi, der sich als einziger Stürmer im Team keine Kunstpausen erlauben darf. Kräfte wie Santana, Wolf, Altintop und Weis komplettieren die erste Elf und stehen ebenfalls für die neue Grappatoni-Strategie, den Hurra-Fußball des vergangenen Jahres durch ehrliche Arbeit abzulösen.
- : Dem Team fehlt es an Angreifern und angesichts des Ein-Mann-Sturms Kuranyi sind Hitzlsperger und Trochowski als torgefährliche Mittelfeldspieler einfach zu wenig, um regelmäßig zu treffen. Das torgefährlichste Team der vergangenen Saison wird sich somit an deutlich weniger Ausnahmespieltage gewöhnen müssen…
+ : …hat aber gleichzeitig jede Menge Steigerungspotential. Jede Position ist überdurchschnittlich besetzt mit Spielern, die ihren Zenit zum Teil noch nicht erreicht haben, so dass mehreren Akteuren der Durchbruch zu einem der Stars der Saison zuzutrauen ist.
Prognose: BLTKA Moskau ist die Wundertüte der Liga, sah es nach dem ersten Spieltag noch nach Champions League aus, so muss man jetzt gegen den Abstieg spielen. Mittelfristig sollte sich das Team aber im Mittelfeld der Liga etablieren können: von Platz sechs bis neun ist alles drin. Wenn Kuranyi seine Torquote unter Magath endlich anhebt und das bescheinigte Steigerungspotential in Leistung umgewandelt werden kann, auch mehr.
Boavista Porno
Der Topstar: Cacau
Die Überraschung: Johannes Flum
Der Vizemeister 2008 hat eine durchwachsene Saison hinter sich. Platz 7 in der Endabrechnung 2009 war zu wenig für die Ansprüche eines Jose Mojito, auch wenn sich Porno nur um wenige Punkte gegenüber 2008 verschlechterte, so ist die stärkere Liga dem “sexiest club alive” zum Verhängnis geworden. Auf dem Transfermarkt hielt sich Mojito vornehm zurück, um dann zuschlagen zu können, wenn alle anderen ihr finanzielles Pulver bereits verschossen haben. Zu vornehm, meinen aber auch einige Kritiker: Zwar sind viele heiße Eisen noch im Transferfeuer doch müssen diese eben auch mal angeboten werden, um Verstärkungen für Porno bilden zu können. Und Verstärkungen tun Not, denn es hakt in einigen Mannschaftsteilen: Am wenigsten Sorgen bereitet sicher die Torhüterposition, ist Porno hier mit Tim Wiese zwar frisurentechnisch hinten, aber leistungsmäßig ganz vorne anzusiedeln. Bei der Verteidigung fangen die Sorgenfalten allerdings schon an. Bereits zwei Platzverweise haben Dante und Ochs (der voll auf Porno durchschlug) nach drei Spieltagen auf dem Konto. Dazu ein Clemens Fritz, der in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr Schatten als Licht auf den Platz warf. Allerdings sind die Spieler torgefährlich und können dadurch die zu erwartenden regelmäßigen Minuspunkte eventuell wettmachen. Im Mittelfeld ist die Lage aber freundlicher: Jarolim und Kacar scheinen wieder eine große Saison spielen zu wollen, speziell der Serbe weiß dabei auch sehr genau wo das Tor steht. Der junge Johannes Flum stellt in der Freiburger Mannschaft eine der wenigen Konstanten dar, während man bei Meier und Rakitic noch abwarten muss, ob sie ihre Qualitäten und vor allem Torgefahr regelmäßig werden zeigen dürfen, die Erwartungen konnten sie aber bisher nicht erfüllen. Im Angriff kann Boavista mit Freis, Demba Ba und Cacau unzweifelhaft – sofern fit – ebenfalls mit einem guten Mannschaftsteil aufwarten. Freis konnte auf der Außenbahn bisher zwar noch nicht überzeugen, aber Demba Ba steht kurz vor der ersten Elf und hat unstreitig sehr großes Potential. Cacau wiederum könnte sogar einer der Superstars der Saison werden, da er nicht mehr Ego-Mario neben sich hat und somit häufiger selbst zum Abschluss kommen sollte, konnte diese Hoffnung aber bisher ebenfalls nicht bestätigen. Alles in allem sehr viele Fragezeichen und der Saisonstart macht bisher sehr wenig Hoffnung auf rasche Besserung.
- : Bisher schwitzte das Team Minuspunkte aus, sobald es auf dem Platz steht und ist offensichtlich zu unausgeglichen zusammengestellt. Dazu fehlt der einzige brauchbare Verteidiger Ochs jetzt einige Spiele. Zu elf Stammspielern oder zumindest sicheren Nullpunktern ist es also noch ein weiter Weg.
+: Die absolut überragenden Leistungen der Achse Wiese, Kacar, Jarolim zum Saisonstart machen Lust auf mehr. Mit Flum und Ochs sind solide Punkter dabei und mit Cacau und Ba Topleute, die noch ihre Form finden werden.
Prognose: Porno wird sich aus eigener Kraft steigern, das Potential dazu hat der Kader schon jetzt. Fraglich ist nur, wann diese Steigerung kommt und inwieweit Jose Mojito von Koks und Nutten lassen mag, um mit den wohl noch gebunkerten Millionen frisches Blut in die Truppe zu bringen, um die momentane Formschwäche rasch zu überwinden. Gelingt dies nicht zeitig, wird Boavista sich auf einen sehr ungemütlichen Abstiegskampf einstellen müssen.
Inter Maitailand
Der Topstar: Zvesdjan Misimovic
Die Überraschung: Heiko „Schlachter“ Butscher
Inter Maitailand hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Der gute Vierte der Auftaktsaison wurde lediglich Vorletzter und konzentrierte sich schon frühzeitig auf die Vorbereitungen für die aktuelle Saison. Dies scheint Früchte zu tragen, liegt der Club als Zweiter doch sehr gut im Rennen um die Top-Platzierungen, auch wenn der dritte Spieltag einen Rückschlag brachte. Ein Coup ist Manager Pete mit Timo Hildebrand gelungen, aktuell punktbester Vertreter seiner Zunft in der WHFL. Auch die Defensive um Marcelo „Dritter Frühling“ Bordon, Joris Mathijsen und Marcel Schäfer gehört zu den Besten, die in der WHFL auflaufen, sehr gut ergänzt mit dem „Schlachter“, der schon durch seinen Namen für weiche Knie bei Gomez und Co. sorgt. Im Mittelfeld zieht der Spielmacher der vergangenen Saison die Fäden: Misimovic ist Dreh- und Angelpunkt des Maitailänder Spiels und scheint seine großartige Saison wiederholen zu wollen. Mit Cicero hält ihm ein sehr solider Sechser den Rücken frei, während auf den Außen Ziani und Ehret Dampf machen, aber auch mal in ihren Vereinen auf der Bank Platz nehmen werden. Schuster wird unter der zu erwartenden Freiburger Saison leiden und wohl nicht viele Punkte beisteuern. Im Angriff ruht alle Verantwortung auf dem bosnischen Gerd Müller, dessen Bemühungen bisher allerdings ohne Tore blieben. Ob Manager Pete den 10 Mio. € Gewinn, die mit Ibisevic möglich gewesen wären, noch nachtrauern wird, kann man in wenigen Wochen sicher schon beantworten.
- : Auch Maitailand fehlt es an Stürmern und wenn Ibisevic nicht trifft, wird es schwerer, regelmäßig mehr als solide Spieltage zu generieren. Dazu sind die Außenpositionen im Mittelfeld bei schlechten Leistungen die ersten Bankkandidaten, so dass man bei Inter von zwölf Stammspielern an ungünstigen Tagen auf neun zusammenschmilzt.
+ : Das torgefährliche Mittelfeld scheint bereits in guter Form zu sein und konnte bisher problemlos die Startschwierigkeiten von Ibisevic auffangen. Außerdem scheint Hildebrand an seine Stuttgarter Zeit anknüpfen zu wollen und könnte somit zum großen Rückhalt im Rennen um die Punkte werden.
Prognose: Viel hängt – wie schon mehrfach erwähnt – am Bosnier im Angriff. Entdeckt er wieder das Toreschießen, ist mit Maitailand ganz weit oben zu rechnen. Was das Team auch ohne ihn kann, zeigen die ersten beiden Spieltage und die Ligaplatzierung. Entsteht durch den dritten Spieltag nun kein Bruch, so kann Maitailand mit seinem Sturmführer nur noch besser werden und ist damit ein Kandidat für Champions League und sogar die Meisterschaft.
Olympique Lumumba
Der Topstar: Sami Khedira
Die Überraschung: Constant Djakpa
Der Liganeuling spielte in der vergangenen Saison eine sehr gute Rolle in der WHFL, konnte lange Zeit an den vorderen Plätzen schnuppern, um sich dann letztlich auf einem sehr guten sechsten Platz wiederzufinden, weitab von den Niederungen der Liga und mit Blick nach oben. Der Saisonstart lief leider nicht so, wie sich Manager Dahlin das gewünscht hat, so dass man den Schweden inzwischen häufiger beim Training der zweiten Mannschaft antrifft als bei den Profis. Wenig Ambitionen also bei Lumumba? Das Team scheint jedenfalls wieder sehr kompakt besetzt. Mondragon hat seinen Zenit im Tor zwar überschritten, ist aber bisher der große Rückhalt bei Olympique und macht Hoffnung auf einen vierten Frühling. Die Verteidiger Geromel und Kadlec sind sichere Punkter, Subotic bringt dazu noch Torgefahr mit, ist allerdings bisher etwas außer Form. Großartig präsentiert sich Constant Djakpa, insbesondere seit er im Mittelfeld bei 96 aufläuft, dessen Potential Martin Dahlin offensichtlich aber bisher nicht erkannt hat, so dass der Ivorer nur die Bank wärmen darf. Im Mittelfeld dreht sich alles um Sami Khedira und Christian Gentner, Spieler die sowohl das spielerische Element stärken als auch Torgefahr ausstrahlen. Die Nebenleute Abessadki und Vorsah (als Gewinner der Hoffenheimer Vorbereitung) scheinen leider für Minuspunkte anfällig und sind damit die Achillesferse von Lumumba. Der Angriff erfüllt mit Bancé und Raffael bisher die Erwartungen, ohne dabei ein Feuerwerk abzubrennen. Der Ellbogenbruch von Raffael sorgt dafür, dass Dahlin auf den bisher enttäuschenden Reisinger zurückgreifen muss, eine klare Schwächung.
- : Die Torgefahr ist für ein Spitzenteam zu gering und der Ausfall von Raffael wiegt in den kommenden Wochen zusätzlich schwer. Dazu kosten einige für Minuspunkte empfängliche Spieler wertvolle Punkte im Kampf um die Champions League. Es fehlt ein Topmann, der ein Spiel entscheiden kann…
+ : …was aber auch lediglich Sorgen für ein Topteam sein sollten. Ansonsten ist Olympique auf den ersten sieben, acht Positionen sehr ausgeglichen auf überdurchschnittlichem Niveau besetzt. Totalausfälle sind so nicht zu erwarten.
Prognose: Olympique Lumumba punktet bisher konstant etwas unter dem erhofften und auch zu erwartenden Niveau. Dennoch sind mindestens sechs Teams schlechter besetzt, so dass im traditionell schwereren zweiten Jahr in der neuen Liga eine Wiederholung des sechsten Platzes durchaus möglich erscheint. Erfüllt Raffael endlich auch als Torschütze zur Gänze die Erwartungen, können auch ein bis zwei Plätze mehr drin sein.
Tuborg Tigers
Der Topstar: Carlos Eduardo
Die Überraschung: Eren Derdiyok
Die Tigers sind die klassische graue Maus der WHFL. Platz fünf (von neun) in der ersten Saison folgte nun Stagnation mit leichter negativer Tendenz und Platz acht (von zwölf). Doch wie jedes Jahr geht Manager Dr. Wii Hammer optimistisch in die neue Saison und hofft, sein Team endlich im oberen Drittel etablieren zu können. Dazu setzt er erneut auf Leverkusener Kräfte, die Tuborg schon in der vergangenen Saison eine sehr gute Hinrunde bescherten. Rolfes und der junge Derdiyok, der in Helmes Abwesenheit den Konkurrenzkampf mit Gekas wohl gewonnen hat, zeigten auch in der Tat bisher sehr gute Spiele und katapultierten den Club auf den dritten Platz. Offensichtlich zeigten sich die Spieler in ihrer Leistung vom Medienrummel, den Dr. Hammer durch seine Beteiligung am Ligaskandal ausgelöst hatte, unbeeindruckt. Im Tor hat man mit Jens Lehmann eine sehr solide Lösung gefunden, die allerdings nicht ganz das Niveau anderer Spitzenclubs erreicht. Die Verteidigung ist mit Dede, Höwedes, Spycher und Madlung auch bundesligatauglich, aber ebenfalls nicht topbesetzt. Anders sieht es im Mittelfeld aus: Carlos Eduardo, Barnetta und Rolfes haben jeweils Potential für mehr als hundert Punkte. Makiadi und Borowski lassen bisher Form und Leistung vermissen, sind aber auch noch nicht abzuschreiben. Alles in allem womöglich das beste und vor allem torgefährlichste Mittelfeld der Liga, sofern Leverkusen Konstanz enwickelt. Demgegenüber fällt der Angriff etwas ab. Derdiyok übererfüllt alle Erwartungen, muss aber seine dauerhafte Etablierung in der Bundesliga noch durch Konstanz beweisen. Stanislav Sestak ist gegenüber der letzten Saison bereits verbessert, aber immer noch nicht ganz der alte aus seinem Debutjahr. Insgesamt konnte die Mannschaft bisher konstant punkten. Platz fünf, sechs und vier bei den Spieltagsplatzierungen bestätigen das. Allerdings ist durch den Barnetta-Transfer ein großes Loch in der Tigers-Kasse entstanden und es ist noch unklar, wie es refinanziert werden muss.
- : Wird kein Tor erzielt, reichen die schwächeren Mannschaftsteile nicht aus, um überdurchschnittlich zu punkten. Die Refinanzierung des sehr teuer verpflichteten Barnetta wird die Mannschaft wieder schwächen und ist ein großes Risiko.
+ : Wer konstanter punktet als die Konkurrenz, landet am Ende vor ihr. Die Torgefahr ist ein großes Plus.
Prognose: Trifft Manager Hammer die richtigen Entscheidungen, um das jüngst entstandene Loch in der Kasse zu stopfen, können sich die Tigers oben etablieren. Platz fünf erscheint angesichts der bisher gezeigten Konstanz und des torgefährlichen Mittelfelds realistisch. Der Abstand nach ganz oben ist aber noch zu groß, um von Titeln zu träumen.