Aug 10 2009
Das Imperium schlug zurück?
Nur ein Strohfeuer oder ist das Leistungsvermögen tatsächlich doch so groß wie erhofft aber eben bis vor kurzem nicht mehr geglaubt. AS Chablis startet mit 47 Punkten in die Saison und übernimmt den Platz an der Sonne in der WHFL1. Auch die “Zweite” glänzte und ist – ganz knapp vor Eintracht Ruetz – ebenfalls Erster in der WHFL2. Wenn die erste und die zweite Mannschaft Tabellenführer sind, gibt es sicherlich wenig zu meckern.
Andererseits schien es nie so einfach wie diesen Spieltag, noch mehr herauszuholen, wenn man sieht wie viele Torchancen Idrissou, Bruggink und Epalle haben liegenlassen und wie schlecht Diekmeier und vor allem Chris im Vergleich zum Kicker bei Sportal wegkommen (zehn Punkte mehr, Diekmeier nach Kuranyi bester Mann auf dem Platz!). Aber wie Manager Pete so gerne sagt: “Das ist Jammern auf hohem Niveau!”
47 Punkte “ohne drei”, denn Kehl, Jones und Baljak sind ja nunmal noch verstorben, das ist aller Ehren wert. Dazu die ewige Problemposition im Sturm zumindest an diesem Spieltag als Sahnestück. Vor drei Tagen noch Saisonziel: Nichtabstieg, jetzt neu: Doppelmeisterschaft.
Die Einzelkritik: (Name / Punkte / Bewertung)
Diego Benaglio: 6 Punkte [+]: Hielt was zu halten war und wird dafür wie gewohnt mit eigentlich zwei bis vier zu vielen Punkten belohnt. Das macht Hoffnung, dass Sportal ihn weiter so lieben wird wie in der Rückrunde. Vielleicht nicht der beste Torhüter der Liga, aber eben der beste Punkter.
Dennis Diekmeier: 4 Punkte [++]: Der von Manager Chris Grand Crú entdeckte Jungstar knüpfte nahtlos an seine Leistungen beim “Club” in Liga 2 an und beackerte in der chablinesischen Dreierkette die rechte Seite. Gefiel vor allem durch seine Offensivleistungen auf der Außenbahn, wo er Höwedes vor arge Probleme stellte.
Heiko Westermann: 0 Punkte [-]: Sicher kein Totalausfall, aber schon ein wenig das Sorgenkind am ersten Spieltag. Mit der Position des Strategen noch überfordert und hat somit vielleicht am meisten Luft nach oben beim ASC. 40% gewonnene Zweikämpfe und gerade mal 30 Ballkontakte sprechen da eine deutliche Sprache.
Christian Schulz: 2 Punkte [+]: Angesichts der taumelnden Vorbereitung von H96 eine sehr solide Leistung auf der Linksposition in Chablis. Wenn er in jedem Spiel den “Zweier” holt, ist man mit dem zugelosten Verteidiger sicher zufrieden.
Chris: -2 Punkte (-): Der Stratege, der Jones und vor allem Kehl vergessen machen sollte, bot eigentlich eine gut Leistung, vor allem, da er nach langer Leidenszeit sicher noch nicht bei 100% ist (67% gewonnene Zweikämpfe und Note 3 beim kicker). Da allerdings Sportal ihm die beiden Platzverweise der letzten Saison in der Wertschätzung noch nicht vergeben zu haben scheint, sammelte er die einzigen Minuspunkte für den ASC. Somit Wackelkandidat trotz des coolen Namens.
Nuri Sahin:, 4 Punkte [+]: Wie in Dortmund musste die Entdeckung der letzten Rückrunde auch beim ASC auf der zweiten “Sechs” ran und ist dort eindeutig verschenkt. Seine Fähigkeiten kommen näher zum Tor auf der Halbposition sicher noch mehr zum Tragen, vor allem da er als Aushilfssechser einfach zu zweikampfschwach ist. Wenn Kehl zurückkehrt, ist sicher noch mehr drin.
Joel Epalle: 4 Punkte [+]: Gewann den Konkurrenzkampf auf der “10″ in Bochum und lieferte Schatten (HZ1) und auch viel Licht (HZ2) am Wochenende ab. 73% angekommene Pässe und sieben (!) Torschüsse…leider aber eben kein Tor. Dennoch vielversprechend und die Prognose, dass Bochum eine bessere Serie spielt als letztes Jahr könnte auch dank Epalle eintreffen.
Arnold Bruggink: 2 Punkte [-]: Der nächste “Zehner” beim ASC hatte gute Pass- und auch Zweikampfwerte, hätte aber aus seinen drei Torschüssen durchaus auch ein Tor machen können. Angesichts seiner unbestritten vorhandenen Fähigkeiten noch zu wenig. Muss an sich arbeiten, um seinen Platz bei Chablis zu behalten.
Mohamad Idrissou: 2 Punkte [-]: Eine Kampfsau vor dem Herrn, neben Bechmann einer der beiden Gründe für die schlechten Zweikampfwerte von Boateng und Mathjisen (40 bzw. 30%), weil er sich in jeden Ball haut. Leider wenig effizient und somit bei der Rückkehr Baljaks wohl erster Bankkandidat beim ASC.
Stefan Kießling: 9 Punkte [++]: Für mich und auch den Kicker bester Leverkusener auf dem Platz. Ein Torschuss, ein Tor, so soll es sein…außer natürlich man erarbeitet sich ein paar mehr Torchancen, aber angesichts des Leistungsabfalls im Leverkusener Mittelfelds war das schwierig. Die Sorgenfalten wegen Stammplatz und Co. sind jedenfalls bei Manager Chris verschwunden. Kießling ist erneut gesetzt.
Ioannis Amanatidis: 16 Punkte [++]: Kapitänsaffäre, Hosenscheißersprüche, dauerangeschlagen. Der Grieche sorgte für einige Aufregung im Vorfeld der Saison und stand schon auf der Kippe, da ein gutes Angebot aus Porno für ihn vorlag, das nur mangels Ersatz abgelehnt wurde. Und er gibt die Antwort auf dem Platz: 100% Zweikampfbilanz, 89% bei den Pässen, vier Torschüsse, zwei Tore. Eine Gala und die Hoffnung, dass das Sturmproblem der vergangenen Saison beim ASC nun endlich ein Ende hat.
Ausblick: Kann die Mannschaft auch ohne drei erzielte Tore im 30er Bereich punkten und kehren die drei verletzten Stammkräfte Jones, Kehl und Baljak zurück, sollte ein Platz in der oberen Tabellenhälfte möglich sein. Die Konkurrenz ist stark und viele Teams haben gut gepunktet, doch scheint der ASC nahtlos an Meister- und Vizemeistersaison anknüpfen zu wollen.

