Aug 29 2008

GNOM is coming!

Tag: MMOG, GamingChris @ 11:32

GnomereganDie laufenden Meter sammeln sich erneut, um die Welt (der Kriegskunst) zu retten. Sie hat es mal wieder nötig. Nötig hat der Blog auch eine gilden-/communitygerechte Überarbeitung. Da ich aber Autodidakt in Sachen CMS-Kram bin und nicht hauptberuflich meinen Hobbies nachgehe, zieht sich die Umstellung auf Joomla ein wenig hin und ist geprägt von – freundlich gesagt – liebevollem Dillettantismus.

Wer einen ersten Blick auf die Alphaversion der neuen Meter-Welt richten möchte, kann dies unter http://die-laufenden-meter.de/joomla tun und Ideen. Kritik ist hierbei ausdrücklich erwünscht und kommt am besten ins Forum.

Interessant wären auch Gnome und Zwerge, die sich ein wenig mit Kreativität und Joomla auskennen und mir dahingehend zur Hand gehen könnten. Denn bei aller Einbildung in Sachen geschriebener Worte: Sobald es visuell wird, muss ich mich leider ganz hinten anstellen, was ich sehr bedaure.

Der “Masterplan” sieht vor, in der letzten Septemberwoche alle Module implementiert zu haben und spätestens am 1. Oktober 2008 endgültig “relaunchen” zu können; sowohl im Spiel als auch im weltweiten Netz.

Zu tun ist also noch einiges:

  • endgültige Einrichtung des Portals jenseits der vorhandenen Basisfunktionen
  • direkte Integration des Forums ins Frontend
  • Screenshot-Modul: Meter sollen ihre Screenshots im Frontend hochladen können
  • Bildergalerie: besagte Screenshots sollen dann in einer Bildergalerie für alle Besucher im Frontend zu finden sein
  • Content hinsichtlich Metersophie und Rollenspiel ist noch zu portieren

Im Spiel sind grob bis zum Addon noch folgende Dinge möglich oder erwünscht bis erträumt.

  • DLM als “Old-School”-Gilde etablieren, sprich: Das DLM-Team bietet Besuche im klassischen World of Warcraft an: Pechschwingenhort, Geschmolzener Kern usw.
  • ein schlagkräftiges Kern-Setup, um allen Metern in jeder ID einen 10er-Ausflug zu ermöglichen
  • Wiederbelebung des/unseres Rollenspiels auf Blackmoore
  • PR-Kampagne “Gnom is coming” zum Relaunch (Realmforum?), um die “Marke” DLM wiederzubeleben
  • abschließende Klärung der Größenfrage (Elfen, Draenei, Menschen?)

GNOM ist coming!

Eure Conni!


Jan 19 2008

Gebt Chars eine “Zweite Chance”

Tag: MMOG, GamingChris @ 18:10

Geehrte Leserschaft,

zwei Wochen lag ich für meine Verhältnisse schwer krank (Willkommen im Magen-Darm-Land) darnieder, hatte viel Zeit zum Lesen und Denken. Speziell zum Denken kommt man ja in den normalen Spannungsfeldern Nahrungsaufnahme und Arbeit Fortpflanzung, gemeinhin “Leben” genannt, nicht so.

Jedenfalls entwickelte die Hirnkirmes da ein paar Ideen, die ich meiner so heiß geliebten Community nicht vorenthalten möchte und in unregelmäßigen Abständen also hier reinstelle. Da wird alles dabei sein: Vergleichsweise kreativer Flame, echte rosarote Communityideen, außerdem ein wenig RP- und reiner Selbstdarstellungskram. Oder alles in einem gemischt. Das wird nicht alles lustig sein, aber die Latte liegt ja aktuell nicht so hoch…da könnten sogar Amöben drüber springen und ich bin ja etwas größer als die durschnittliche Amöbe. Also mal vorsichtig optimistisch.

Das erste Projekt, das ich euch vorstellen möchte, ist ein persönliches Anliegen von mir, das stark sozial orientiert ist.

Es nennt sich “Zweite Chance”.


Angeregt wurde es durch das furchtbare Schicksal des Charakters Chromestahl (Name von der Redaktion beibehalten), der von seinem soziopathischen Accountbesitzer in sich zum Ende hin immer mehr beschleunigendem Takt aus der vetrauten (im Schnitt für einen Monat) Gildenumgebung gerissen wird, um direkt bei einem neuen Gildenfreier Items anschaffen zu gehen. 16 Freier sind es schon! Ein solcher Charakter wie “Chromestahl” muss seinem Besitzer weggenommen werden und braucht eine Zweite Chance bei einem treusorgenderen Menschen mit bisher unerfülltem Accountwunsch, der ihn über die Vermittlungsagentur iBeh gegen eine entsprechende Gebühr adoptieren kann.

Doch ist dies mitnichten ein tragischer Einzelfall und die Dunkelziffer der Rabenaccountbesitzer, die ihre Chars für ihren Spaß und ihre Gier missbrauchen, ja diese förmlich wie Sklaven halten, liegt hoch. Enorm hoch! Hier eine kleine Liste von Missbrauchsarten:

  • absichtlich falsch schreiben in Chatkanälen!
  • Dauerhüpfen bis zur völligen körperlichen Erschöpfung!
  • Rumstehen in voller Ausrüstung in Hauptstädten zwecks Angabe, stundenlang!
  • Auftragsmord an Flora, Fauna, harmlosen Wanderern und Dungeonbewohnern aus reiner Habgier!
  • Zwangsrekrutierung für die Kriegsheere der Fraktionen auf den Schlachtfeldern der Welt!
  • Einsatz als Gladiator zur Belustigung der Massen in den Arenen!
  • völlige Abwesenheit von Kreativität oder Literaturfundus bei der Namensgebung sorgt für Stigmatisierung von Level eins an
  • gleichgültigster Umgang mit Leib, Leben und Schmerzen des Chars im Einsatz!
  • Chars dürfen nur sehr selten Familien gründen, Kinder sind grundsätzlich verboten.
  • Fast 100% ihrer Zeit müssen die versklavten Chars den Reichtum ihres “Besitzers” mehren!
  • Auch völlig asoziales Verhalten gepaart mit unerträglichem Egoismus wird den Chars aufgezwungen.

Stoppt diesen Missbrauch! Charaktere brauchen eine Zweite Chance, weit weg von ihren Rabenaccountbesitzern in den Händen liebevollerer Menschen! Seid ihr nicht auch dieser Meinung? Auch ihr habt sicherlich schon Chars kennengelernt, die sich völlig daneben benommen haben! Macht diese Fälle (angemessen forumsregelkonform verfremdet) hier öffentlich und helft ihnen dabei, sich aus den Händen ihrer Rabenbesitzer zu befreien! Kennt ihr vielleicht sogar weitere Arten von Missbrauch, die die Liste noch nicht abdeckt und die wir so gemeinsam ergänzen können?

Der Verein “Zweite Chance” lebt von seinen Mitgliedern und vom Mitmachen: Ich zähle dabei auf euch. Seht nicht länger weg, sondern entwickelt eine Kultur des Hinsehens, denn Blackmoorianer lassen keinen allein! Schweigt nicht länger, wenn ihr merkt, dass Chars von ihren Besitzern offensichtlich missbraucht werden. Spenden helfen und werden gern ab einer Höhe von 100 Gold angenommen; der Verein ist in Stormwind als gemeinnützig registriert und kann daher Spendenquittungen ausstellen, die ihr gegen einen Lebkuchen eintauschen könnt.

Hochachtungsvoll
Conina “neue Goldquellen” Pfirsich
1. Vereinsmeier “Die laufenden Meter”


Dez 10 2007

Udo Lattek und ich…

Tag: MMOG, GamingChris @ 00:26

Hallo geneigter geduldiger Leser,

nach langer Zeit mal wieder ein neuer Text, der aus zwei Episoden meiner von mir so getauften “wöchentlichen fünf Minuten” entstanden ist. Ich penetriere zum Leidwesen einiger und zur Unterhaltung anderer von Zeit zu Zeit noch das gute alte Blackmoore-Forum, wo sich die selbstgefühlte PvP- und ehemalige Raidelite im eigenen Saft das Handtuch reicht, um sich gegenseitig abzuschrubben, bis alle lila anlaufen. Doch worum ging es? Genau, meine üblichen Wehklagen zum Thema: Früher hat das Hobby mehr Spaß gemacht! Früher waren hier viel mehr phantasievolle Leute mit Humor unterwegs! Früher konnte ein Kind in Undercity noch über die blubbernde grüne Masse laufen, ohne von hüpfenden Leertastenquälern in den Wahnsinn getrieben zu werden! usw. usf. Ich heule im klassischen Sinne, ohne dass es als Heulerei erkannt wird. Auch ein Talent. Vielen Dank dem Schöpfer dafür. Also rein ins feuchte Nass:

Irgendwann änderte sich World of Warcraft vom Miteinander zum Gegeneinander (und damit meine ich nicht PvP sondern diese “competition” in jedem Spielbereich: “ich hab, ich kann, ich muss, ich will”). Ich z.B. “will” es nicht negieren, dass der Wettbewerb und Vergleich mit anderen Spaß macht, dennoch geht mir die fehlende Balance mit dem Miteinander gehörig auf den Keks.
Haben wir diese Powergamer-Mentalität vom Shooter- und Diablo2-Publikum importiert, die nie einen Pen&Paper-Bogen in der Hand hatten oder warum ist die Mehrheit in meinem mittlerweile Ex-Hobby, das ich nicht mehr spiele von dem ich mich gedanklich immer noch nicht so ganz trennen mag, so trainiert?

Anklage:
Ich klage jeden Powergamer an, mich in Chats, in Foren und teils im sogenannten richtigen Leben mutwillig und ungefragt mit PG kontaminiert zu haben. Das PGtum wurde nicht ausreichend gesichert und mit Warnschildern versehen. Ich bin PG-geschädigt für alle Zeit wie ich in allen anderen MMOG merke, die ich seit April 2007 (Löschmonat von Conina Pfirsich) versucht habe:

- Mir ist der Spielspaß und damit das Hobby World of Warcraft und MMOG insgesamt geraubt.
- Mir ist die Freude, mich auf das Unbekannte einzulassen und das Abenteuer zu nehmen wie es kommt geraubt.
- Ich muss alles wissen, meinen Charakter immer optimieren und kann Schwächen nicht akzeptieren, sondern sehe sie als “unbalanciert”, wenn sie meinen Charakter betreffen und als Geheule, wenn sie meine “Gegner” (= alle anderen) betreffen.
- Ich fasele von Steinen, Scheren und Papier, ohne überhaupt basteln zu können.
- Mir ist die Fähigkeit geraubt, meinen Charakter als Charakter oder Teil einer interaktiven Romanhandlung zu verstehen. Für mich ist er ein Sportgerät wie ein Tennisschläger.
- Mir ist die Fähigkeit, offen auf Mitspieler zuzugehen geraubt, da ich nur das Schlimmste von ihnen erwarte und nur nach Anzeichen von spielerischen Schwächen bei jedem, der mir begegnet oder Gruppen bilden will, suche.
- Mir ist die Fähigkeit, offen auf Mitspieler zuzugehen geraubt, da ich jeden mir unbekannten Spieler eher als Konkurrenz um Gegenstände, Questgegner, Bekanntheitsgrad auf dem Server usw. empfinde und nicht als Interaktionspartner für ein gemeinsames Erlebnis.
- Mir ist die Fähigkeit, vorurteilsfrei mit Intensivspielern dieses Hobby umzugehen, da ich davon ausgehe, dass sie breit mehrheitlich ihre Mitspieler nach solchen Kriterien bewerten wie Hummi hier.

Damit schließt sich der Kreis und ich bin dort angekommen, wo ich nie hinwollte. Der Kampf gegen die Windmühlen ist mit Einführung lilaner Mühlenflügel aus Khorium als gescheitert zu betrachten; um es mit Olli Dittrich bei “Spocht” zu sagen:

“Die Kölner Haie haben die Sesamstrafe beantragt wegen Grobis Foul!”

Ich hasse alle, die sich angesprochen fühlen dafür auf immerdar. Denn das Spiel hat so viel Spaß gemacht, bis ihr hier die Mehrheitsmeinung wurdet und das Spiel mit eurer Sprache, eurer Spiel”kultur” und euren Dogmen infiziertet. Das Ganze scheint eine Immunschwächekrankheit zu sein und ich kenne kein Gegenmittel. Für Ratschläge zur Behandlung und Vorschläge zum Strafmaß bin ich dankbar.
Jeder soll natürlich so spielen wie es ihm Spaß macht…ich fühle mich persönlich einfach auf der Verliererseite der Communityentwicklung: Immer mehr OloloroflBämCrit-Spieler scheinen sich karnickelgleich zu vermehren (das muss – dem Klischee entsprechend – in den ganzen Kellern mit Zellteilung laufen; für Sex, Schwangerschaft und Co. hat man doch in diesen Kreisen gar keine Zeit), während die ehemaligen Weggefährten mit Zeit, Phantasie und Sinn für Spiel (sic!) der Welt mehr und mehr den Rücken zu kehren scheinen. Nun bin ich ingame nur noch sporadisch anwesend und kann das also nur über Forum und Zeitzeugenberichte beurteilen…doch irgendwie erscheint es mir, als habe das Spiel seinen kulturellen Höhepunkt überschritten (vgl. Römisches Reich). Werbung mit abgehalfterten Schauspielern der 80er, was sollen denn da bitte für neue Zockerschichten erreicht werden? 30+? Kriegen die denn nie den Hals voll? *kopfschüttel*

Naja, langsam komme ich mir hier bei meinen Ergüssen zum Thema “Rollenspiel mit Humor” vor wie Opi, der vom Krieg erzählt, Udo Lattek im DSF-Doppelpass und Helmut Kohl beim Versuch, sich an die Spendernamen zu erinnern, in einer Person. Es war ja nicht alles besser “früher” vor zwei Jahren. ;)

Auch wenn ich mir unter PvP sicher nicht vorgestellt habe, von zwei untoten Schurken damals sieben Stunden lang im Un’Goro-Krater ca. 43x getötet zu werden, gehöre ich nicht zur Klageabteilung, genausowenig wie zur “ich-hole-meine-Brüder”-Fraktion. Aber wir hatten damals in unserer WG die Packung von WoW frisch in der Hand…da stehen so Sachen drauf wie:

“Zeppeline über rauchenden Schlachtfeldern, gewaltige Schlachten. [...] Das Wort “episch” wird für Sie eine neue Dimension annehmen.”

Zweiteres kann ich ja nur als selbstironische Voraussicht auf die Gier nach lilanen Gegenständen deuten. Auf Ersteres warten wir seit Beginn des Spiels…DAoC-Spieler werden eher wissen, was mit gewaltigen Schlachten gemeint sein könnte…die Arena und der ganze Pippifax für Leute mit zu viel Freizeit ist es jedenfalls nicht! Das ändert sich auch nicht dadurch, dass man es als Neuling im Genre und “Ausschließlich-WoW-MMOGler” “Über-den-Tellerrand-guck-Vermeider” eben nicht besser weiß und meint, man würde Counterstrike eben auch mit Schwertern spielen können…die epische (!) Dimension und Faszination z.B. einer Burgbelagerung mit mehreren hundert Beteiligten erreicht der WoWsche Mannschaftssport eben nicht. Es macht sicher auch Spaß…aber das kann doch nicht alles an Angebot sein seitens Blizzard! Teil einer ganzen kämpfenden Armee zu sein, die Geschicke einer Fantasy-Welt so als kleines Rädchen mitzubestimmen in einem dauernden Ringen zwischen sich in Kultur und Design stark unterscheidenden Reichen…solche Bilder spielten sich eben beim Lesen der WoW-Verpackung und dem Aussuchen von PvP- statt RP-Servern in unseren Köpfen ab…und enttäuschte Erwartung ist ja bekanntlich die bitterste Liebe, speziell wenn sie so eine große Liebe war wie hier. ;)

Vielleicht erreicht ja Age of Conan im Punkte epischer Schlachten mal Versprochenes. Damit wäre man ja schon zufrieden: Einhalten von angekündigten Funktionen in bugfreierarmer und erweiterbarer Umgebung. :D

Hochachtungsvoll
Conina “mach kaputt, was dich kaputt macht” Pfirsich


Okt 01 2007

Elysion und elysisch.de trennen sich

Tag: MMOG, GamingChris @ 22:48

Erleichtert dies ein Comeback von Conina Pfirsich?

Die World of Warcraft Gilde “Elysion” und die bekannte Domain elysisch.de gehen ab heute getrennte Wege. Endlich möchte man meinen. Denn die Situation mit Admins, die mit World of Warcraft oder dem ganzen Gildenklimbim nichts mehr zu tun haben wollten aus verschiedensten Gründen, war für beide Seiten sicher nicht fruchtbar. Die Domain elysisch.de wird also ab sofort mit die-laufenden-meter.de zusammen geführt, schon um den guten Google-Pagerank von elysisch.de zu nutzen, schließlich gehört die Domain ja auch mir. ;)

Braune Gesichter auf der Trennungsparty

Die Fans machen braune Gesichter, elysisch.de und Elysion trennen sich.

Die World of Warcraft Gilde “Elysion” findet man fortan unter folgendem Link. Auch wenn das nicht mehr die Gilde ist, die Conina Pfirsich mal geführt hat, wünsche ich ihnen erdenklich viel Glück und Spaß bei der Organisation ihres Spiele-Hobbies. Die Hauptsache ist doch, dass wir spielen!

Ein langes Kapitel von World of Warcraft Gildenaktivitäten auf meinem Webspace findet damit seinen Abschluss. Ganze zwei Jahre befanden sich die Seiten von “Die laufenden Meter” und später dann “Elysion” hier und wurden seit elysischen Zeiten umhegt vom legendären unermüdlichen Webmaster und Superadmin Klausdieter, der damit wohl endgültig zumindest hier in Rente gehen darf. Meine bescheidenen PHP-Kit-Versuche zu Meterzeiten hatten in meinen Augen lediglich dilettantischen Charme, wurden vor kurzem aber noch als “Seite mit Seele” gelobt von alten Weggefährten aus Metertagen. Ein Comeback von Conina Pfirsich scheint dennoch ausgeschlossen, auch wenn ihr Geist nun Ruhe finden kann, ohne sich irgendwie ihrer Gilde noch verpflichtet fühlen zu müssen.

Inschrift am Conina-Mausoleum, besser bekannt als “Pfirsich-Testament”. Das Original ist im Pfirsich-Museum in Stormwind ausgestellt…sofern die Ritter vom heiligen Pfirsichdrops ihr Gelübde und ihre Pflicht weiterhin erfüllen.

Man munkelt ja von unheiligen Grabräubern, die an die unermesslich reichen, legendären und epischen Grabbeigaben heranwollen…Zusätzlich hörte ich von einem Pfirsich-Kult, den “Pfirsichern”, dessen Kultisten mit ihrem Hetzblatt “Erblühet!” in diversen Auktionshäusern stehen, um die “wahre Lehre des Obstes” zu verbreiten und die sich für direkte Nachfahren und wahre Erben der Prophetin Conina halten. Im “Erblühet!” findet man übrigens auch den geheimen Plan P-F-I-R-S-I-C-H (“Plan-für-IHRE-Rückkehr-seit-ihr-Conina-huldigt”). Im Zusammenhang mit dem Pfirsich-Kult stehen auch die vermehrten Aufrufe zum Dschiobst, dem heiligen Krieg vitaminreicher Ernährung!

Dass Conina Pfirsich mithilfe ihrer sterblichen Überreste aus der Metergruft, Thermapluggs Hirn, dem Hut von Käpt’n Placeholder, Illidans Zweitaugenbinde, Magtheridons Zahnbürste und fünf Litern Gnomkinderblut in den Katakomben von Jaedenar unter dem Teufelswald wiederbelebt werden soll, konnte aber bisher nicht bestätigt werden. Mehr dazu in den kommenden Wochen auf der zukünftigen Zombieseite elysisch.de bzw. dlm.de.

Wirklich gelöscht? Die Pfirsicher glauben an die Unsterblichkeit ihrer prophetischen Gnomin


Jul 13 2007

An Age of Conan

Tag: MMOG, GamingChris @ 07:59

Auf der E3 ist jetzt der Trailer zum nächsten großen kommerziellen MMOG veröffentlicht worden, das am 30. Oktober 2007 erscheinen wird: Age of Conan.

Leider hat der Publisher Funcom die Zensierung des Spiels für den deutschen Markt bereits bestätigt, der Trailer zeigt aber auch deutlich warum: Auf dem aktuellen Stand der englischen Version könnte es in Deutschland nicht beworben und nicht unter 18 verkauft werden, da die Gewaltdarstellungen dem düsteren und gewalttätigen Universum der Romanvorlage von Robert E. Howard angemessen sind: Es fliegen Körperteile, es spritzt Blut und es wirkt insgesamt nur wenig kuschlig in Hyboria. Doch trotz deutscher Zensur, deren Umfang noch nicht bekannt ist, setze ich große Hoffnungen in das Spiel, wird doch die deutschsprachige Version zumindest FSK16 erhalten und das Spiel allein durch die Aufmachung und das ernsthafte Universum einen Schritt Richtung Erwachsenenunterhaltung tun, den man in vergangenen Produktionen schmerzlich vermisste.

Während ein gehyptes Herr der Ringe Online und leider auch bereits das kommende Warhammer Online offensichtlich eine direkte Kopie der in vielerlei Hinsicht legendär unerträglichen “Haste-mal-nen-Gold-für-meine-Ausbildung”-World of Warcraft Community darstellen, sich offensichtlich sogar zum größten Teil aus dem selben Pool Spieler rekrutieren, erweckt Age of Conan in den Communityforen einen deutlich sympathischeren Eindruck bisher. Man wird den Release abwarten müssen, um da eine Entwicklung absehen zu können. Letztendlich hängt die Community vom Hype ab, dem was die einschlägigen Zeitschriften daraus machen und dem was “die Kumpels spielen”.

Ich kenne einige ehemalige Kollegen aus World of Warcraft, die sich stark auf das 2008 erscheinende Warhammer Online konzentrieren. Aus verständlichen Gründen; verspricht WAR doch, das WoW-Gefühl gut zu transportieren in neuem Gewand: Es wird ebenfalls kein Housing geben, der Gildenaspekt und das Crafting sind ähnlich klein wie bei WoW und das Spiel ist insgesamt als Singleplayerspiel mit MMOG-Mantel ausgelegt, um einen möglichst breiten Markt abzuschöpfen. Vertrautes Terrain eben. Umso größer mein Wunsch, Age of Conan möge kommerziell durchstarten. Ich will was Neues, nicht wieder mehr vom Gleichen wie bei HdRO und Burning Crusade: Gildenstädte und -burgen mit Belagerungen und Belagerungswaffen, die von Craftern hergestellt werden (entspricht angeblich dem aktuellen Betastand), Formationskampf hoch zu Pferde, epische (PvP-)Schlachten nicht nur als Spruch auf der Verpackung, zeitgemäße Grafik, die nicht schlampig programmiert wurde (Hallo “Vanguard: Saga of Heroes”), eine unverbrauchte Welt mit literarischer Vorlage und dementsprechender gewachsener Tiefe ohne Orks und eine Visualisierung voller Kiefersperre-Blickfangmomenten und Entdeckungsreisen.

A new age will come! An Age of Conan. And let all know that 300 Spartans gave their last breath to…ähh…ich freu mich jedenfalls drauf und der Trailer macht Lust auf mehr und gibt Hoffnung, dass das Spiel über genügend auch finanziellen Hintergrund bei Eidos/Funcom verfügt, um es halbwegs fertig und weiterhin gut supportet auf den Markt zu bringen.

Direkter Downloadlink des Trailers.


Jun 26 2007

Vanguard: Saga of Heroes – Crash im Käfertal 1

Tag: MMOG, GamingChris @ 09:28

Auf einem Höhepunkt meiner Post-Burning-Crusade-Langeweile Ende Januar 2007 – später sollte es ja noch viel schlimmer werden, was man aber damals ja noch nicht wusste – stolperte ich über diese Werbung inhaltliche Zusammenfassung auf der Gamona-Seite zu einem mir bis dato völlig unbekannten Spiel namens “Vanguard: Saga of Heroes”. Fett markiert sind die Signalworte, die bei mir zündeten:

Vanguard: Saga of Heroes verspricht Spielspaß für eine breitgefächerte Anzahl an Spielertypen ohne dabei auf eine große Gesamtmasse an Spielern zu zählen. Der Fokus liegt klar auf der Spieltiefe und dem Spielspaß. Wegen des Massenvertriebs haben die beiden Sigil-Köpfe Brad McQuaid und Jeff Buttler bereits 2001 Everquest 1 verlassen.

Grundsätzlich versucht man bei Sigil, die Herausforderung zurück in das MMO zu bringen. Die großen Ziele dieses Spieles liegen nicht im schnellen Leveln, großen Schätzen und vielem Geld. Sie liegen dafür versteckt in der Erkundung einer fremden Höhle, dem Lösen einer Aufgabe oder dem taktisch-versierten Kampf gegen die Bedrohung eines Dorfes. Dem Charakter wird eine weite Welt angeboten dessen Horizont noch lange keine Grenze markiert.”

Das klang zu schön um wahr zu sein. Sollte es tatsächlich ein Spiel geben, das von vorneherein designt wurde, um meinen Ansprüchen an ein MMOG und eine kleine aber feine Community zu genügen? Ein Spiel ohne Raidzwang und mit allen Dingen, die WoW immer nur versprochen hatte? Ich rührte die Werbetrommel bei dem Kandidaten, von dem ich beim Elysion wusste, dass er zumindest zum damaligen Zeitpunkt meine Langeweile und Enttäuschung im Brennenden Kreuzzug teilte: Indiana Drops. Einen Versuch war es wert und wir starteten mit der erschienenen englischen Version ins große Abenteuer, das uns dazu aufforderte “set yourself free” als neues Lebensmotto zu begreifen. Die Bedeutung wurde noch früh genug deutlich…

“Endlich mal böse sein”

Man wählte Goblin und startete auf der Insel “Kojan”, Heimat der Goblins und Orks und eines von vielleicht 20 Startgebieten. Doch ein einleitendes Intro, das uns eine Grundmotivation unserer gewählten Rasse vermittelt: Fehlanzeige. Genau wie der Charakterauswahlschirm, der war wohl auch noch nicht fertig und sah entsprechend für alle Rassen und Klassen gleich aus. Immerhin herrschte eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten; auch was die individuelle Ausgestaltung des eigenen Avatars angeht, konnte man über gefühlte 234 Schieberegler von Zehennägeln über Genitalien bis zur Ohrenschmalzfarbe stufenlose Einstellungen vornehmen. So verbrachte ich da einen ganzen Abend, um meinen individuellen zähnefletschenden Bloodmage (eine Heilerklasse!) namens Tiggo Meltrius zusammenzubauen. V:SoH griff hier den Zeitgeist kosmetischer Operation schon bei der Generierung auf, so dass auch eine Probegnomklerikerin namens Conina mit riesigen Brüsten möglich war, unglaubliche Mengen Geld für späteres Pimpen in diesem Bereich bleibt bei diesem Spiel also von Anfang an gespart. Ich gestehe, mit der Fülle der Auswahlmöglichkeiten überfordert gewesen zu sein. Man ist ja schließlich zwei Jahre lang nur drei Gesichter, fünf Frisuren und zweieinhalb Rassen und Klassen gewohnt, so dass man in seiner Raidgruppe rein statistisch immer mindestens zwei Spieler hatte, die genauso aussahen wie man selbst…ein völlig neues Verständnis von Corporate Identity. Man könnte es auch ein Armutszeugnis nennen, das es ein millionenschwerer Hersteller nicht schafft, in zwei Jahren und einem gehypten Addon ein paar neue Charaktermodelle einzupflegen…

“Grafik, hui…aber”

Aber zurück zum Feldversuch in der Heldensage: Man startete also auf Kojan als Goblin an Bord eines Sklavenschiffs irgendeines feindlichen Orkclans. Für einen World of Fastfoodler (vulgo:WoWler) ein Kulturschock: Wie viele Polygone hier benutzt werden! Hatte die grafische Schottenzeit endlich ein Ende? Doch oh weh…das ruckelt ja wie die Sau (*Einstellungen runterschraub*)…wah, da wirds deutlich hässlicher aber immer noch eine Weitsicht und ein Detailgrad, der als WoF-Opfer das Tragen von Sonnenbrillen zur Pflicht machte: Unreal2-Engine in einem MMOG, es macht allenthalben *blingbling*. Leider machte mein Blutmagier mit seinen Animationen nicht so viel *blingbling*, offensichtlich trug er unter seiner Kutte ein T-Shirt mit der Aufschrift “Brot statt Böller”, naja, die Animationen sind wohl noch nicht fertig…also hakelte man sich so durch die ersten Quests, lernte die umfangreiche Story und die Begrenztheit der eigenen Englischkenntnisse kennen. Hui, schon auf Level 3 ging mein Blutmagier da bei einigen Quests gepflegt zu Boden, bis ich auf die Idee kam, alle bereits vorhandenen Fähigkeiten in den Kämpfen aufeinander abgestimmt einzusetzen: tolle Sache, so ein taktisches Kampfsystem mit Blutpunkten, Komboattacken und Finishern. Als altgedienter Frostmagier, der nur drei Tasten zum Leveln brauchte, eine schweißtreibende aber sehr befriedigende Abwechslung. Doch die Viecher droppen ja alle nix außer so ein paar Krümeln? Dafür kann man fast jede Questbelohnung gebrauchen…und man munkelt, dass es wenige Itemdrops gibt, um das Crafting aufzuwerten: Drops und ich kriegen glänzende Augen.

“Höh, Diplomatie ist doch, wenn ich mein “/spit”-Makro drücke?”

Ja, fast. Diplomatie bei V:SoH ist ein im Spiel integriertes Sammelkartenspiel und gilt als eine der drei Spielsphären, in denen man unabhängig voneinander levelt (Adventuring / Crafting / Diplomatie). Man kann ganz ohne Diplomatie auskommen, jedoch benötigt jede Gilde auch gute Diplomaten, um an bezahlbare Grundstücke für das Gildenhaus oder Zugang zu bestimmten Dungeons zu gelangen. Doch der kleine Tiggo wusste von solch großartigen Dingen noch nicht viel, er hatte nur Spaß an der Dialogform des Kartenspiels: So konnte ich einen lokalen Häuptling davon überzeugen, Unterstützung an die Front zu schicken, indem ich die Diplomatiepartie gegen ihn “gewann”. Jede eingesetzte Karte löst einen Gesprächsbeitrag aus, so dass sich in jeder Diplomatpartie ein seitenlanger Dialog entspinnt, der einem die unglaubliche Tiefe dieser Welt nahebringt, da man viel über Kultur, Motivation und Hintergrund der Person und seiner Rasse erfährt. Für Menschen wie mich, die gerne möglichst viel über die Hintergrundgeschichte erfahren, ein absoluter Traum. Für Menschen, die schon mit dem Lesen von Questtexten oder überhaupt mit dem Lesen und Schreiben Schwierigkeiten haben (Wer sich auch in den öffentlichen Channels aber auch im /g, /raid und /p regelmäßig verbal vergewaltigt fühlt und dem sabbernden Wahnsinn täglich näher rückt durch offen zur Schau gestelltes Analphabetentum, Ignoranz und absolut nie vorhandene Bereitschaft, mal für fünf Kupfer selbst nachzudenken…der weiß, wen und was ich meine.), natürlich ein Albtraum.

“Und so geht es weiter”

Informationen über die Orte “Craftingheim”, “Bughausen”, “crash-to-desktop-city” und “der-Funke-springt-nicht-über-burg” folgen in Kürze. Verpassen Sie also nicht Teil 2 dess atemberaubenden Berichts “Vanguard: Saga of Heroes – Crash im Käfertal”. Darin: Der Auftritt des Orkschamanen Wortak Windfuror, der muskulösesten Näherin aller Zeiten und die Erklärung, warum zwei Goblins den Regenwald abgeholzt haben, um Möbel herzustellen.